Gold hat weiter Luft nach oben
28.05.25 09:40
VanEck
Frankfurt am Main (www.aktiencheck.de) - Gold und Goldaktien wurden von den Turbulenzen in der ersten Aprilwoche mitgerissen, so Imaru Casanova, Portfoliomanagerin Gold und Edelmetalle bei VanEck, in ihrem aktuellen Goldkommentar.
"Margin-Calls, Panik unter den Anlegern, breiter Verkaufsdruck und ein Ansturm auf Barmittel führten dazu, dass der Goldpreis unter die Marke von 3.000 US-Dollar gedrückt wurde und am 8. April ein Monatstief von 2.983,27 US-Dollar erreichte", schreibe Casanova.
Der traditionell stabile Investmentstatus von Gold sei jedoch bald wieder bestätigt worden. Der Preis sei im Laufe des Monats auf neue Höchststände gestiegen und habe am 22. April einen Tageshöchststand von 3.500 US-Dollar pro Unze erreicht. Mit Stand vom 6. Mai sei Gold in den letzten fünf Jahren um 101,7 Prozent gestiegen. "Während sich auch andere Anlageklassen im Laufe des Monats zu erholen begannen, stach Gold mit einem Anstieg von 5,29 Prozent im April hervor", so die Goldexpertin weiter.
"Goldminenaktien, die durch den NYSE Arca Gold Miners Index (GDMNTR) repräsentiert werden, entwickelten sich in der ersten Aprilhälfte außerordentlich gut und übertrafen sowohl den Goldmarkt als auch die breiteren Aktienmärkte." Casanova räume aber ein: "Als jedoch die Risikobereitschaft zurückkehrte und sich die Aktienmärkte im weiteren Verlauf des Monats erholten, kühlte sich der Enthusiasmus der Anleger für Goldaktien ab, und die Minenwerte entwickelten sich unterdurchschnittlich."
Eine verpasste Chance?
Da nach Schätzungen des World Gold Council aus dem Jahr 2023 nur etwa 1 Prozent des weltweit verwalteten Vermögens in den Goldsektor investiert sei, habe die große Mehrheit der Anleger die außergewöhnliche Wertentwicklung von Gold in diesem Jahr verpasst, so Casanova. "Wenn wir mit denjenigen sprechen, die jetzt anfangen, aufmerksam zu werden, drehen sich unsere Gespräche in der Regel um eine Schlüsselfrage: Komme ich zu spät? Viele Anleger sehen den Goldanstieg um 25 Prozent bislang in diesem Jahr - zusätzlich zu einem Anstieg um 27 Prozent im Jahr 2024 - und gehen davon aus, dass sich die Rallye ihrem Ende nähert." Interessanterweise hätten dieselben Anleger aktiv an den Aktienmärkten investiert, die in den letzten 16 Jahren fast jedes Jahr gestiegen seien.
Der S&P 500 habe seit der Finanzkrise von 2008 fast jedes Jahr Zuwächse verzeichnet - mit Ausnahme von 2015, 2018 und 2022 - und sei allein seit Anfang 2022 um 53 Prozent gestiegen. "Doch selbst nach den Marktturbulenzen im April und den zunehmend unsicheren Aussichten zögern die meisten Anleger weiter, ihr Aktienengagement zu reduzieren oder ihr Kapital umzuschichten", erkläre Casanova.
Angesichts der Stärke der jüngsten Erholung des Goldpreises sei ein kurzfristiger Rückschlag weder unerwartet noch besorgniserregend. "Tatsächlich könnte Gold dabei sein, eine neue, höhere Basis zu bilden - möglicherweise um 3.000 US-Dollar pro Unze", so Casanova. Wenn die Anlegernachfrage in den kommenden Monaten deutlich zunehme, könnte dies den Preiseinfluss verstärken, der bereits durch die starken Käufe der Zentralbanken entstehe.
Zwar bestünden weiter Risiken wie die anhaltende Inflation, geopolitische Spannungen und das Potenzial für eine Konjunkturabschwächung. Aber Gold und Goldaktien würden als Teil diversifizierter Portfolios weiter die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, insbesondere in Zeiten erhöhter Volatilität oder makroökonomischer Unsicherheit. "Ihre Rolle als potenzielle Absicherung oder als langfristige Wertaufbewahrungsmittel wird sowohl von institutionellen als auch von Privatanlegern neu bewertet", sage Casanova. (28.05.2025/ac/a/m)
"Margin-Calls, Panik unter den Anlegern, breiter Verkaufsdruck und ein Ansturm auf Barmittel führten dazu, dass der Goldpreis unter die Marke von 3.000 US-Dollar gedrückt wurde und am 8. April ein Monatstief von 2.983,27 US-Dollar erreichte", schreibe Casanova.
Der traditionell stabile Investmentstatus von Gold sei jedoch bald wieder bestätigt worden. Der Preis sei im Laufe des Monats auf neue Höchststände gestiegen und habe am 22. April einen Tageshöchststand von 3.500 US-Dollar pro Unze erreicht. Mit Stand vom 6. Mai sei Gold in den letzten fünf Jahren um 101,7 Prozent gestiegen. "Während sich auch andere Anlageklassen im Laufe des Monats zu erholen begannen, stach Gold mit einem Anstieg von 5,29 Prozent im April hervor", so die Goldexpertin weiter.
"Goldminenaktien, die durch den NYSE Arca Gold Miners Index (GDMNTR) repräsentiert werden, entwickelten sich in der ersten Aprilhälfte außerordentlich gut und übertrafen sowohl den Goldmarkt als auch die breiteren Aktienmärkte." Casanova räume aber ein: "Als jedoch die Risikobereitschaft zurückkehrte und sich die Aktienmärkte im weiteren Verlauf des Monats erholten, kühlte sich der Enthusiasmus der Anleger für Goldaktien ab, und die Minenwerte entwickelten sich unterdurchschnittlich."
Da nach Schätzungen des World Gold Council aus dem Jahr 2023 nur etwa 1 Prozent des weltweit verwalteten Vermögens in den Goldsektor investiert sei, habe die große Mehrheit der Anleger die außergewöhnliche Wertentwicklung von Gold in diesem Jahr verpasst, so Casanova. "Wenn wir mit denjenigen sprechen, die jetzt anfangen, aufmerksam zu werden, drehen sich unsere Gespräche in der Regel um eine Schlüsselfrage: Komme ich zu spät? Viele Anleger sehen den Goldanstieg um 25 Prozent bislang in diesem Jahr - zusätzlich zu einem Anstieg um 27 Prozent im Jahr 2024 - und gehen davon aus, dass sich die Rallye ihrem Ende nähert." Interessanterweise hätten dieselben Anleger aktiv an den Aktienmärkten investiert, die in den letzten 16 Jahren fast jedes Jahr gestiegen seien.
Der S&P 500 habe seit der Finanzkrise von 2008 fast jedes Jahr Zuwächse verzeichnet - mit Ausnahme von 2015, 2018 und 2022 - und sei allein seit Anfang 2022 um 53 Prozent gestiegen. "Doch selbst nach den Marktturbulenzen im April und den zunehmend unsicheren Aussichten zögern die meisten Anleger weiter, ihr Aktienengagement zu reduzieren oder ihr Kapital umzuschichten", erkläre Casanova.
Angesichts der Stärke der jüngsten Erholung des Goldpreises sei ein kurzfristiger Rückschlag weder unerwartet noch besorgniserregend. "Tatsächlich könnte Gold dabei sein, eine neue, höhere Basis zu bilden - möglicherweise um 3.000 US-Dollar pro Unze", so Casanova. Wenn die Anlegernachfrage in den kommenden Monaten deutlich zunehme, könnte dies den Preiseinfluss verstärken, der bereits durch die starken Käufe der Zentralbanken entstehe.
Zwar bestünden weiter Risiken wie die anhaltende Inflation, geopolitische Spannungen und das Potenzial für eine Konjunkturabschwächung. Aber Gold und Goldaktien würden als Teil diversifizierter Portfolios weiter die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, insbesondere in Zeiten erhöhter Volatilität oder makroökonomischer Unsicherheit. "Ihre Rolle als potenzielle Absicherung oder als langfristige Wertaufbewahrungsmittel wird sowohl von institutionellen als auch von Privatanlegern neu bewertet", sage Casanova. (28.05.2025/ac/a/m)
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