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So, 19. September 2021, 1:50 Uhr

BTC/USD (Bitcoin / US-Dollar)

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Bitcoin-Begeisterung schlägt in Entsetzen um


20.05.21 15:20
FONDS professionell

Wien (www.aktiencheck.de) - Die jüngste Spekulationsspitze rund um die populäre Kryptowährung Bitcoin ist zu einem jähen Ende gekommen, so die Experten von "FONDS professionell".

Tesla-Chef Elon Musk und chinesische Industrieverbände hätten Bedenken geäußert und die Preise in den Keller getrieben.

Wer dieser Tage in Kryptowährungen investiere, brauche Nerven aus Stahl. Bitcoin, die wichtigste Währung der neuen Digitalwelt, sei am Mittwoch (19. Mai) zeitweilig bis zu 30 Prozent auf 30.066 US-Dollar abgesackt - das niedrigste Niveau seit Ende Januar, berichte "Der Spiegel". Zum Vergleich: Noch Mitte April habe die Digitalwährung ein Rekordhoch von knapp 65.000 Dollar erreicht. Auch die zweitgrößte "Kunstdevise" Ether sei erheblich unter Druck geraten. Der Grund: Gleich zwei einflussreiche Stimmen hätten Kritik an den Kryptowährungen geäußert. Zum einen wäre das die Volksrepublik China. Über den WeChat-Kanal der chinesischen Zentralbank hätten gleich drei fernöstliche Industrieverbände verkündet, dass Digitalwährungen nicht als Zahlungsmittel genutzt werden dürften, berichte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

China gelte eigentlich als Vorreiter für Kryptowährungen, weil das Land mit Hochdruck an einer eigenen Digitalwährung arbeite. Bitcoin und Co. würden laut den Industrieverbänden jedoch gegen die Sicherheit des Volkseigentums verstoßen und die Ordnung der Wirtschaft und des Finanzwesens stören. Das Timing der Äußerungen hätte für die Kryptowelt kaum schlechter sein können. Denn vor wenigen Tagen habe bereits Tesla-Chef Elon Musk das digitale Geld kritisiert. Er habe vor allem die wegen des hohen Energieverbrauchs beim Schürfen verheerende Umweltbilanz der Währungen bemängelt und verkündetet, dass Tesla Bitcoin nicht länger als Zahlungsmittel akzeptieren werde. Die Ankündigung sei für enigermaßen überraschend gekommen, denn erst Ende Februar habe Musk verkündet, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren und selbst umfangreich investiert zu haben.

Anleger flüchten in Gold

Die Skepsis wachse, auch unter Anlegern. Die starke Volatilität am Kryptomarkt habe einige Investoren in die "Antikrisenwährung" Gold getrieben, berichte "Der Spiegel". Das Edelmetall habe sich am Mittwoch um 0,8 Prozent auf 1.884 Dollar je verteuert Feinunze. Was die Nervosität zusätzlich befeuert habe sei die Tatsache gewesen, dass der weltweit bekannteste Handelsplatz für Kryptowährungen in den USA, Coinbase, zwischenzeitlich für viele Nutzer nicht erreichbar gewesen sei. Inzwischen seien die Störungen allerdings behoben.

Trotz des Minicrashs seien Beobachter zuversichtlich, dass ein weiterer Bitcoin-Absturz ausbleibe. "Rund die Hälfte aller Marktteilnehmer sind langfristige Investoren, die den Vermögenswert vor mehr als einem Jahr gekauft haben. Der meiste Verkaufsdruck kommt von Neueinsteigern und gehebeltem Handel", sage Eliézer Ndinga, Analyst beim Krypto-Asset-Manager 21shares. Bitcoin sei zudem in vielerlei Hinsicht ein besseres Asset als Gold. "Es ist digital nativ und überall mit einer Internetverbindung zugänglich, es ist transparenter, überprüfbar, programmatisch knapp und einfacher zu lagern." (20.05.2021/ac/a/m)





 
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