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Fr, 23. Februar 2024, 8:26 Uhr

Aktienmarkt: Limitiertes Aufwärtspotenzial


26.09.23 10:51
Berenberg

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Die großen Aktienindices befinden sich seit Monaten in einem Seitwärtsmarkt, so Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset im Wealth and Asset Management bei Berenberg in der aktuellen Ausgabe von "Berenberg Märkte-Monitor".

Das Aufwärtspotenzial scheine momentan limitiert zu sein, nicht zuletzt wegen der gestiegenen Realzinsen. Während die beiden großen Anlageklassen Aktien und Anleihen zuletzt auf der Stelle getreten seien, hätten sich Rohstoffe deutlich erholen können. So sei der Ölpreis vom Tiefpunkt im Juni ca. 30% gestiegen. Der Anstieg berge neue Inflationsgefahren und mache den Job der Zentralbanken nicht einfacher. So habe die FED letzte Woche betont, dass sie höhere Zinsen für einen längeren Zeitraum erwarte. Eine weitere Bewertungsausweitung erscheine damit vor allem für US-Aktien kaum möglich. Kurzfristig sei die Wahrscheinlichkeit für einen Rücksetzer erhöht. Aktien würden sich in den Oktober hinein häufig unterdurchschnittlich entwickeln - nicht zuletzt, weil Analysten dann mit Blick auf die Q3-Berichtssaison oft die zu optimistischen Gewinnschätzungen revidieren würden. Zudem falle die Unterstützung der Aktienrückprogramme während der nun wieder anstehenden Berichtssaison geringer aus.

Nachdem die letzten zwei Wochen ganz im Zeichen der globalen Zinspolitik gestanden hätten, kehre für die nächsten zwei Wochen mehr Ruhe an der Zentralbank-Front ein. Politisch interessant dürfte es in der nächsten Woche bei der chinesischen Nationalfeiertagswoche (Golden Week) werden. In Zeiten der Energieknappheit entscheide zudem die OPEC+ am 4. Oktober über den weiteren Förderungsumfang. Konjunkturell stünden am Dienstag die US-Neubauverkäufe (Aug.) und das US-Verbrauchervertrauen des Conference Board (Sep.) im Mittelpunkt der Märkte. Mittwoch würden die Auftragseingänge langlebiger Güter (Aug.) und Donnerstag die BIP-Zahlen (Q2) für die USA Einblicke in die Robustheit der US-Wirtschaft geben. Donnerstag würden zudem das Wirtschaftsvertrauen für die Eurozone (Sep.) und die Verbraucherpreise (Sep.) für Deutschland veröffentlicht. Die PMI-Daten für China (Sep.) würden Freitag folgen. Am darauffolgenden Freitag würden zudem die vom Markt sehnsüchtig erwarteten US-Arbeitsmarktdaten für September veröffentlicht. (Ausgabe vom 25.09.2023) (26.09.2023/ac/a/m)


 
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