Yingli eher getrübtes Bild in den kommenden Wochen
03.06.11 16:57
Oldenburgische Landesbank
Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst bei der Oldenburgischen Landesbank, ändert sein Votum für die Aktie der Yingli Green Energy Holding Co Ltd.(ISIN US98584B1035 / WKN A0MR90) von "aufstocken" auf "halten".
Yingli erwirtschafte weit über 90% seiner Umsätze mit dem Verkauf von Photovoltaik-Modulen (PV). Hauptabsatzmarkt für diese Produkte sei Europa mit dem Fokus auf Deutschland (56,63% der Europaumsätze). Aus den Zahlen der Vergangenheit ließe sich aber erkennen, dass die Europalastigkeit abnehme und die Bedeutung anderer Märkte zunehme, wie China und die USA. Amerika sei mittlerweile der zweitgrößte Absatzmarkt geworden. Das erste Quartal 2011 habe ein gemischtes Bild abgegeben.
Gegenüber dem Vorjahresquartal weise das Unternehmen sehr eindrucksvolle Wachstumszahlen aus. Der Umsatz sei um 47% auf 527 Mio. USD gestiegen, während der Nettogewinn um 101% auf 56,2 Mio. USD zugelegt habe. Im Vergleich zum Vorquartal habe sich jedoch ein merklicher Rückgang ergeben, wobei bei Yingli aufgrund der Witterungsverhältnisse das erste Quartal grundsätzlich das Schwächste im Jahr sei. Es zeichne sich aber eine deutliche Einengung der Margen ab. Für das Gesamtjahr werde ein Umsatzwachstum von 31% auf 2,5 Mrd. USD erwartet.
Damit wachse Yingli deutlich schneller als der Gesamtmarkt. Der Nettogewinn verharre aber auf dem Vorjahresniveau. Dies erkläre sich durch die enormen Überkapazitäten in der Photovoltaikbranche. Eine Konsolidierung sei unausweichlich, da bei den anhaltend sinkenden Margen schon bald erste Wettbewerber den Markt verlassen müssten. Die Bruttomarge werde von 26,4% in 2010 auf 19,4% 2011 sinken. Damit blieben die Chinesen deutlich profitabler als z. B. die deutschen Wettbewerber. Dabei gehe die Rentabilität nicht zu Lasten der Produktqualität. Yingli habe in der Vergangenheit kontinuierlich in moderne Produktionsanlagen, vornehmlich aus Deutschland, investiert.
Ein weiterer Vorteil für Yingli sei der relativ günstige Zugriff auf die so genannten Seltenen Erden. Diese Industriemetalle seien für die PV-Produktion unabdingbar und China kontrolliere mehr als 95% des weltweiten Angebots.
Der Solarboom der vergangenen Jahre werde sich zumindest in Westeuropa weiter abschwächen. Aufgrund der sehr üppigen Einspeisevergütungen für Solarstrom in der Vergangenheit seien immense Überkapazitäten geschaffen worden. Marktbeobachter würden mit einem Verhältnis von Angebot zu Nachfrage von 3:1 rechnen. Darüber hinaus hake die Projektfinanzierung neuer Solarparks, da die Einspeisevergütungen deutlich gesenkt worden seien. In China plane die Regierung in den nächsten fünf Jahren den Ausbau der erneuerbaren Energien, dabei würden inländische Firmen bevorzugt behandelt.
Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank halten an ihrer Empfehlung fest, sehen aber bei der Stimmung in den kommenden Wochen eher ein getrübtes Bild und glauben in dem aktuellen Umfeld nicht an eine outperformance gegenüber dem breiten Markt. Das Stop-loss-Limit der Analysten bei 6,90 EUR sei gerissen worden. Einen Wiedereinstieg empfehle man erst wieder bei Überwinden dieser Marke.
Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank votieren für die Aktie der Yingli Green Energy nun mit "halten" nach "aufstocken". (Analyse vom 01.06.2011) (03.06.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Yingli erwirtschafte weit über 90% seiner Umsätze mit dem Verkauf von Photovoltaik-Modulen (PV). Hauptabsatzmarkt für diese Produkte sei Europa mit dem Fokus auf Deutschland (56,63% der Europaumsätze). Aus den Zahlen der Vergangenheit ließe sich aber erkennen, dass die Europalastigkeit abnehme und die Bedeutung anderer Märkte zunehme, wie China und die USA. Amerika sei mittlerweile der zweitgrößte Absatzmarkt geworden. Das erste Quartal 2011 habe ein gemischtes Bild abgegeben.
Gegenüber dem Vorjahresquartal weise das Unternehmen sehr eindrucksvolle Wachstumszahlen aus. Der Umsatz sei um 47% auf 527 Mio. USD gestiegen, während der Nettogewinn um 101% auf 56,2 Mio. USD zugelegt habe. Im Vergleich zum Vorquartal habe sich jedoch ein merklicher Rückgang ergeben, wobei bei Yingli aufgrund der Witterungsverhältnisse das erste Quartal grundsätzlich das Schwächste im Jahr sei. Es zeichne sich aber eine deutliche Einengung der Margen ab. Für das Gesamtjahr werde ein Umsatzwachstum von 31% auf 2,5 Mrd. USD erwartet.
Damit wachse Yingli deutlich schneller als der Gesamtmarkt. Der Nettogewinn verharre aber auf dem Vorjahresniveau. Dies erkläre sich durch die enormen Überkapazitäten in der Photovoltaikbranche. Eine Konsolidierung sei unausweichlich, da bei den anhaltend sinkenden Margen schon bald erste Wettbewerber den Markt verlassen müssten. Die Bruttomarge werde von 26,4% in 2010 auf 19,4% 2011 sinken. Damit blieben die Chinesen deutlich profitabler als z. B. die deutschen Wettbewerber. Dabei gehe die Rentabilität nicht zu Lasten der Produktqualität. Yingli habe in der Vergangenheit kontinuierlich in moderne Produktionsanlagen, vornehmlich aus Deutschland, investiert.
Der Solarboom der vergangenen Jahre werde sich zumindest in Westeuropa weiter abschwächen. Aufgrund der sehr üppigen Einspeisevergütungen für Solarstrom in der Vergangenheit seien immense Überkapazitäten geschaffen worden. Marktbeobachter würden mit einem Verhältnis von Angebot zu Nachfrage von 3:1 rechnen. Darüber hinaus hake die Projektfinanzierung neuer Solarparks, da die Einspeisevergütungen deutlich gesenkt worden seien. In China plane die Regierung in den nächsten fünf Jahren den Ausbau der erneuerbaren Energien, dabei würden inländische Firmen bevorzugt behandelt.
Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank halten an ihrer Empfehlung fest, sehen aber bei der Stimmung in den kommenden Wochen eher ein getrübtes Bild und glauben in dem aktuellen Umfeld nicht an eine outperformance gegenüber dem breiten Markt. Das Stop-loss-Limit der Analysten bei 6,90 EUR sei gerissen worden. Einen Wiedereinstieg empfehle man erst wieder bei Überwinden dieser Marke.
Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank votieren für die Aktie der Yingli Green Energy nun mit "halten" nach "aufstocken". (Analyse vom 01.06.2011) (03.06.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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