Vogt Engagements zurückstellen
24.05.04 15:03
SdK AktionärsNews
Die Experten von "SdK AktionärsNews" empfehlen Engagements in die Aktie von Vogt electronic zunächst zurückzustellen.
Auf einer außerordentlichen HV vor 1,5 Jahren sei das ganze Desaster für das im Bereich der Baugruppenfertigung für die Elektroindustrie tätige Traditionsunternehmen Vogt electronic AG sichtbar geworden; es habe zu einem Kapitalschnitt, Sanierungsmaßnahmen und einem Eintrag in das von der SdK herausgegebene "Schwarzbuch Börse 2003" geführt. Die mittlerweile fast vollständig ausgetauschte Führungsmannschaft der Gesellschaft habe auf der jetzt abgehaltenen HV Gelegenheit gehabt, den Aktionären die aktuelle Situation der Gesellschaft zu erläutern.
Wie der seit sechs Wochen amtierende Vorstandsvorsitzende Eduard Schlauch habe berichten können, hätte Vogt das letzte Geschäftsjahr ohne die Unterstützung der Banken nicht überleben können. Nur durch deren Bereitschaft, auf Kreditforderungen in einer Gesamthöhe von etwa 100 Mio. Euro zum Teil zu verzichten oder diese in Optionsgenussrechte umzuwandeln, habe der Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten werden können. Zudem sei die Tilgungs- und Zinsstundung für die zum Geschäftsjahresende per 30. September 2003 immer noch immensen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 115 Mio. Euro bis zum 30. September 2004 verlängert worden. Aber auch organisatorisch habe sich einiges getan: Die Standorte Miesau und Berlin/Hoppegarten seien geschlossen worden, die FUBA GmbH habe durch ein Management-Buy-Out veräußert werden können, die Zahl der inländischen Beschäftigten sei auf unter 2.000 gesunken.
Obwohl im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres bei einem Gesamtumsatz von 184 Mio. Euro ein EBIT von 2,5 Mio. Euro habe erzielt werden können und der Auftragsbestand per 31. März 2004 mit 214 Mio. Euro eine ansehnliche Größe aufweise, würden die Gesellschaft nach wie vor einige dicke Probleme drücken. Zum Einen stehe eine Forderung gegen einen Kunden in ursprünglicher Höhe von 22 Mio. Euro im Raum. Diese habe bereits zur Hälfte wertberichtigt werden müssen, ob der noch ausstehende Betrag von über 7 Mio. Euro aber jemals eingetrieben werden könne, sei mehr als fraglich. Dies sähen auch die Wirtschaftsprüfer so, die auf Grund dieser Forderung ihr Testat eingeschränkt hätten.
Viel gravierender für die Zukunft dürfte aber die Entwicklung des vor etwa 5 Jahren von der Siemens AG gekauften Werks in Witten sein. Bestandteil des Kaufvertrags sei gewesen, dass Siemens für einen Zeitraum von fünf Jahren weiterhin in Witten produzieren lasse. Diese Phase sei nunmehr vorbei. Da die Auftragslage seitdem äußerst angespannt sei, hätten bereits etwa 400 Mitarbeiter entlassen werden müssen. Sollte es dem Vorstand nicht gelingen, bald neue Kundenaufträge für diesen Standort zu akquirieren, könnten enorme Abwicklungskosten auf Vogt zukommen.
Obwohl die Restrukturierung in weiten Teilen greife, hänge das Schicksal von Vogt am seidenen Faden. Nur wenn Vorstand und Aufsichtsrat bis September ein schlüssiges Zukunftskonzept und eine Lösung des Problems in Witten präsentieren könnten, würden die Banken auch weiterhin bereit sein, den eingeschlagenen Weg zu unterstützen.
Anleger sollten deshalb auf alle Fälle die Entwicklung abwarten und Engagements vorläufig zurückstellen, so die Experten von "SdK AktionärsNews" bezüglich der Aktie von Vogt electronic.
Auf einer außerordentlichen HV vor 1,5 Jahren sei das ganze Desaster für das im Bereich der Baugruppenfertigung für die Elektroindustrie tätige Traditionsunternehmen Vogt electronic AG sichtbar geworden; es habe zu einem Kapitalschnitt, Sanierungsmaßnahmen und einem Eintrag in das von der SdK herausgegebene "Schwarzbuch Börse 2003" geführt. Die mittlerweile fast vollständig ausgetauschte Führungsmannschaft der Gesellschaft habe auf der jetzt abgehaltenen HV Gelegenheit gehabt, den Aktionären die aktuelle Situation der Gesellschaft zu erläutern.
Wie der seit sechs Wochen amtierende Vorstandsvorsitzende Eduard Schlauch habe berichten können, hätte Vogt das letzte Geschäftsjahr ohne die Unterstützung der Banken nicht überleben können. Nur durch deren Bereitschaft, auf Kreditforderungen in einer Gesamthöhe von etwa 100 Mio. Euro zum Teil zu verzichten oder diese in Optionsgenussrechte umzuwandeln, habe der Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten werden können. Zudem sei die Tilgungs- und Zinsstundung für die zum Geschäftsjahresende per 30. September 2003 immer noch immensen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 115 Mio. Euro bis zum 30. September 2004 verlängert worden. Aber auch organisatorisch habe sich einiges getan: Die Standorte Miesau und Berlin/Hoppegarten seien geschlossen worden, die FUBA GmbH habe durch ein Management-Buy-Out veräußert werden können, die Zahl der inländischen Beschäftigten sei auf unter 2.000 gesunken.
Viel gravierender für die Zukunft dürfte aber die Entwicklung des vor etwa 5 Jahren von der Siemens AG gekauften Werks in Witten sein. Bestandteil des Kaufvertrags sei gewesen, dass Siemens für einen Zeitraum von fünf Jahren weiterhin in Witten produzieren lasse. Diese Phase sei nunmehr vorbei. Da die Auftragslage seitdem äußerst angespannt sei, hätten bereits etwa 400 Mitarbeiter entlassen werden müssen. Sollte es dem Vorstand nicht gelingen, bald neue Kundenaufträge für diesen Standort zu akquirieren, könnten enorme Abwicklungskosten auf Vogt zukommen.
Obwohl die Restrukturierung in weiten Teilen greife, hänge das Schicksal von Vogt am seidenen Faden. Nur wenn Vorstand und Aufsichtsrat bis September ein schlüssiges Zukunftskonzept und eine Lösung des Problems in Witten präsentieren könnten, würden die Banken auch weiterhin bereit sein, den eingeschlagenen Weg zu unterstützen.
Anleger sollten deshalb auf alle Fälle die Entwicklung abwarten und Engagements vorläufig zurückstellen, so die Experten von "SdK AktionärsNews" bezüglich der Aktie von Vogt electronic.
Werte im Artikel
13.05.09
, aktiencheck.de
VOGT electronic: Finanzkrise und Rezession prägen [...]Obernzell (aktiencheck.de AG) - Die VOGT electronic AG (ISIN DE0007659336/ WKN 765933), ein Hersteller von induktiven ...
01.04.09
, aktiencheck.de
VOGT electronic: Beherrschungsvertrag mit Sumida [...]Obernzell (aktiencheck.de AG) - Die VOGT electronic AG (ISIN DE0007659336/ WKN 765933) meldete am Mittwoch, dass der ...
23.01.09
, Ad hoc
VOGT electronic und Sumida schließen Beherrschun [...]Obernzell (aktiencheck.de AG) - Die VOGT electronic AG (ISIN DE0007659302/ WKN 765930) hat heute mit der Sumida VOGT ...

