Verbund Vorteile durch Energiewende
24.06.11 10:33
Oldenburgische Landesbank
Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, stuft die Aktie der Verbund AG in seiner Ersteinschätzung mit "aufstocken" ein.
Die Verbund AG mit Sitz in Wien sei Österreichs größter Stromproduzent und -transporteur. In 2010 habe das Unternehmen mit seinen rund 3.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,3 Mrd. Euro erzielt und sei in den Bereichen Erzeugung, Übertragung, Handel und Vertrieb tätig. 90% des Stroms würden mit Wasserkraft produziert, so dass die Gesellschaft von den Atomausstiegsplänen nach der verheerenden Katastrophe in Fukushima profitiere. Die aus dem Unglück resultierende Energiewende führe zu einem deutlichen Anstieg der Strompreise; man rechne mit 60 Euro pro Megawattstunde nach 51,50 Euro in 2010.
Die Verbund AG sei in mehr als 20 Ländern aktiv mit den größten Absatzmärkten in Deutschland, Frankreich und Italien. Durch einen Anstieg der Strompreise könnten höhere Margen durchgesetzt werden, da für die Stromerzeugung mit Wasserkraft keine höheren Inputkosten (z.B. steigende Gas- und Ölpreise) notwendig seien. Ein weiterer Vorteil sei, dass nicht benötigte CO2-Zertifikate profitabel an andere Konzerne verkauft werden könnten. Vor allem ab 2013 würden die Preise für CO2-Zertifikate steigen, wenn die Gesamtobergrenze für CO2-Emissionen jährlich gesenkt werde und die Zertifikate nicht mehr gratis zugeteilt würden, sondern von den Konzernen eingekauft werden müssten.
Nachdem die Erträge der Gesellschaft in 2010 zurückgegangen seien, könne nun wieder positiv in die Zukunft geschaut werden. Für 2011 werde ein Umsatzanstieg von 0,1 Mrd. Euro auf 3,4 Mrd. Euro erwartet. Nach einer Kapitalerhöhung in 2010 habe die Gesellschaft die Basis für weitere Investitionen geschaffen. Der Verschuldensgrad sei dank der Kapitalerhöhung um 1 Mrd. Euro gesunken. In den nächsten sechs Jahren wolle der Konzern rund 2,4 Mrd. Euro in Wachstumsprojekte wie die großen Pumpspeicher- Kraftwerke Limberg II in Salzburg und Reißeck II in Kärnten und den Ausbau des Hochspannungsnetzes in Österreich investieren.
Nachdem der Fokus nun auf erneuerbaren Energien liegt, möchte die Verbund AG ihren Wettbewerbsvorteil nutzen und einer der größten Stromerzeuger aus erneuerbaren Energien in Europa werden, so die Analysten der Oldenburgischen Landesbank. Nach einem schwachen Jahr 2010, resultierend aus einer schwachen Wasserführung, gesunkenen Einzelhandelspreise und Einmaleffekten, sei die Dividende auf 0,55 Euro gesenkt worden. Jedoch rechne man für 2011 bereits wieder mit einem Anstieg um 0,25 Euro auf 0,80 Euro. Der Konzern werde von steigenden Strompreisen und ihrer klaren Ausrichtung auf erneuerbare Energien profitieren und stelle trotz der ambitionierten Bewertung vor dem aktuellen Hintergrund ein attraktives Investment als "Grüner Wert" dar.
Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank nehmen die Aktie der Verbund AG mit "aufstocken" neu auf. (Analyse vom 22.06.2011) (24.06.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die Verbund AG mit Sitz in Wien sei Österreichs größter Stromproduzent und -transporteur. In 2010 habe das Unternehmen mit seinen rund 3.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,3 Mrd. Euro erzielt und sei in den Bereichen Erzeugung, Übertragung, Handel und Vertrieb tätig. 90% des Stroms würden mit Wasserkraft produziert, so dass die Gesellschaft von den Atomausstiegsplänen nach der verheerenden Katastrophe in Fukushima profitiere. Die aus dem Unglück resultierende Energiewende führe zu einem deutlichen Anstieg der Strompreise; man rechne mit 60 Euro pro Megawattstunde nach 51,50 Euro in 2010.
Die Verbund AG sei in mehr als 20 Ländern aktiv mit den größten Absatzmärkten in Deutschland, Frankreich und Italien. Durch einen Anstieg der Strompreise könnten höhere Margen durchgesetzt werden, da für die Stromerzeugung mit Wasserkraft keine höheren Inputkosten (z.B. steigende Gas- und Ölpreise) notwendig seien. Ein weiterer Vorteil sei, dass nicht benötigte CO2-Zertifikate profitabel an andere Konzerne verkauft werden könnten. Vor allem ab 2013 würden die Preise für CO2-Zertifikate steigen, wenn die Gesamtobergrenze für CO2-Emissionen jährlich gesenkt werde und die Zertifikate nicht mehr gratis zugeteilt würden, sondern von den Konzernen eingekauft werden müssten.
Nachdem der Fokus nun auf erneuerbaren Energien liegt, möchte die Verbund AG ihren Wettbewerbsvorteil nutzen und einer der größten Stromerzeuger aus erneuerbaren Energien in Europa werden, so die Analysten der Oldenburgischen Landesbank. Nach einem schwachen Jahr 2010, resultierend aus einer schwachen Wasserführung, gesunkenen Einzelhandelspreise und Einmaleffekten, sei die Dividende auf 0,55 Euro gesenkt worden. Jedoch rechne man für 2011 bereits wieder mit einem Anstieg um 0,25 Euro auf 0,80 Euro. Der Konzern werde von steigenden Strompreisen und ihrer klaren Ausrichtung auf erneuerbare Energien profitieren und stelle trotz der ambitionierten Bewertung vor dem aktuellen Hintergrund ein attraktives Investment als "Grüner Wert" dar.
Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank nehmen die Aktie der Verbund AG mit "aufstocken" neu auf. (Analyse vom 22.06.2011) (24.06.2011/ac/a/a)
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Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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