Vectron kaufen
21.12.99 00:00
at-stoxx
Nach Auffassung der Analysten von at-stoxx handelt es sich bei den Aktien von Vectron Systems AG (WKN 760860) derzeit um ein aussichtsreiches Investment.
Im eigentlichen Sinne sei Vectron Systems allerdings gar kein Kassenhersteller, denn die Hardware ließen die Münsteraner zunehmend in Fremdfertigung herstellen. Die Wertschöpfung finde vor allem bei der Software statt; und da liege dann auch der "sex appeal" des Business-Modells. Vectron sei - wenn man so wolle - eine reinrassige Softwareschmiede, die ihre POS-Software (POS=Point-of-Sale) integriere in der (selbst entwickelten, aber fremd gefertigten) Hardware als schlüsselfertiges Kassensystem dem Kunden anbiete.
Doppelte Plattformstrategie heiße dabei das Zauberwort, das Vectron einen - vom VDI bescheinigten (!) - drei- bis fünfjährigen Entwicklungsvorsprung vor der Konkurrenz beschere. Gemeint sei damit, dass die von Vectron entwickelte Softwareplattform so universell und modular aufgebaut sei, dass sie sowohl in verschiedenen Branchen, als auch auf verschiedenen Hardwareplattformen einsetzbar sei. Diese Strategie verschaffe Vectron gegenüber Anbietern, die lediglich hochspezialisierte, branchenspezifische Systeme anbieten würden, den enormen Vorteil, dass man sehr schnell und flexibel neue Produkte entwickeln, auf neue Trends reagieren und in neue Branchen und Märkte vorstoßen könne.
An der bisherigen Entwicklung der Gesellschaft lasse sich dieser Wettbewerbsvorteil eindrucksvoll nachvollziehen. Vectron sei das schnellstwachsende Unternehmen seiner Branche. In den letzen drei Jahren sei der Umsatz um durchschnittlich knapp 100% p.a. gesteigert worden. Auch in diesem Jahr werde er voraussichtlich um 90% auf dann 19 Mio. DM ansteigen; und in den nächsten Jahren werde sich das Wachstum vermutlich noch beschleunigen, vor allem wegen der blendenden Marktaussichten.
Der weltweite Markt für Kassen dürfte zwar kaum wachsen, der weltweite Markt für Kassen wächse mit unter 5% pro Jahr. Allerdings werde die Marktentwicklung der nächsten Jahre von gravierenden Umbrüchen geprägt sein.
Denn gefragt würden immer mehr die "intelligenten" Kassensysteme, die nicht nur das bloße Geldspeichern und Saldieren von Einnahmen und Ausgaben beherrschen, sondern auch eine zentrale und komfortable Stammdatenverwaltung (z.B. Einpflegung von Sortiments- und Preisänderungen) zur Rationalisierung von Erfassungsvorgängen, dedizierte, online abrufbare Statistiken (z.B. zu Umsätzen nach Warengruppen, Filialen, Quartalen etc.) für ein effizienteres Controlling sowie ERP-Software-Funktionalitäten (z.B. Warenwirtschaft, Customer Relationship Management) zur besseren Steuerung der Unternehmensressourcen ermöglichten. Genau dies würden die POS-Produkte von Vectron bieten; und seien damit en vogue. Denn die derzeit installierte Basis an Kassensystemen habe die Umwälzungen in der gewerblichen Wirtschaft durch die betriebliche Standard-Software noch nicht nachvollzogen. Da viele Kassen überwiegend noch als Geldspeicher- und Rechenmaschine fungierten, bestehe ein enormer Aufholbedarf zu den enteilten ERP-Systemen. Daher wachse der Teilmarkt für "intelligente" Kassensysteme deutlich dynamischer, etwa mit 20% pro Jahr. Vectron schätze das weltweite Marktvolumen auf über 10 Mrd. DM jährlich.
Allein in Deutschland existierten mehr als 1,7 Mio. Kassen, die alle 5 bis 7 Jahre - so der übliche Erneuerungszyklus - ersetzt werden müssten. Daraus ergebe sich ein Absatzpotential von etwa 250 Tsd. Kassen pro Jahr respektive - bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 2.500 DM pro System - ein Umsatzpotential von rd. 625 Mio. DM pro Jahr. Bedenke man, dass Vectron in 1999 gerade mal 7.000 Kassensysteme verkaufen werde, so werde schnell klar, welche Marktpenetration hier noch möglich sei. Zumal das Wettbewerbsumfeld relativ komfortabel sei. Zwar tummelten sich auch Größen wie IBM und Siemens in diesem Segment, jedoch habe kein Anbieter einen Marktanteil von (deutlich) über 10%, und keiner habe eine plattformübergreifende Technologie wie Vectron.
Vor kurzem habe Vectron ein Joint-Venture mit dem ERP-Spezialisten Cosmo Consult gemeldet. Damit ziele man vor allem auf das Geschäft mit Großkunden, die komplett vernetzte Lösungen aus Kassensystem und ERP-Software verlangten. Da das Auftragsvolumen bei Großkunden regelmäßig zwischen 10 und 50 Mio. DM liege, würden bereits 2-3 Aufträge aus diesem Bereich ausreichen, um die bisherigen Umsatz- und Gewinnplanungen zu pulverisieren.
Einen ganz besonderen "Boost" erhalte Vectron zudem durch die Umstellung auf die europäische Einheitswährung. Von den 8 Mio. europaweit installierten Kassensystemen seien schätzungsweise 30%, also 2,4 Mio., nicht eurotauglich. Da liege die Vermutung nahe, dass viele Firmen im Zuge des "Euro-Upgrades" auf ein "intelligentes" Kassensystem umsteigen würden.
Gute Aussichten also für einen Anbieter wie Vectron, der aufgrund seiner aggressiven Expansionsstrategie mittlerweile ein nahezu lückenloses europäisches Vertriebsnetz besitze. Nun könnte man meinen, dass es sich hierbei um einen Einmal-Effekt handele. Das sei prinzipiell richtig. Allerdings sollte man auch berücksichtigen, dass Vectron seine Kundenbasis nachhaltig verbreitern könne. Nachhaltig deshalb, weil ein Kunde ja nicht nur die Erstausstattung bei Vectron kaufen könne, sondern - sofern er zufrieden sei - auch seine Ersatzinvestitionen alle 5 bis 7 Jahre sowie Erweiterungsinvestitionen dort tätigen werde; eine durchaus wiederkehrende Einnahmequelle also.
Angesichts derartiger Wachstumsaussichten scheine es nur folgerichtig, dass die Gesellschaft erst kürzlich ihre Umsatzplanungen für die Jahre 2000 und 2001 verdoppelt habe. Die Umsatzrendite lassen die Analysten mittelfristig auf 10% (nach Steuern) ansteigen. Den Diskontierungszins haben die Experten mit 10% angenommen, die Abzinsungsbasis auf den 1. Dezember 1999 gelegt. Ab 2007 sind die Analysten nur noch von stagnierenden Erträgen ausgegangen. Auf Basis dieser (eher konservativen) Annahmen erhalte man einen Ertragswert von rd. 70 Euro, also ein beträchtliches Aufwärtspotential zum derzeitigen Kurs von 44 Euro.
Im eigentlichen Sinne sei Vectron Systems allerdings gar kein Kassenhersteller, denn die Hardware ließen die Münsteraner zunehmend in Fremdfertigung herstellen. Die Wertschöpfung finde vor allem bei der Software statt; und da liege dann auch der "sex appeal" des Business-Modells. Vectron sei - wenn man so wolle - eine reinrassige Softwareschmiede, die ihre POS-Software (POS=Point-of-Sale) integriere in der (selbst entwickelten, aber fremd gefertigten) Hardware als schlüsselfertiges Kassensystem dem Kunden anbiete.
Doppelte Plattformstrategie heiße dabei das Zauberwort, das Vectron einen - vom VDI bescheinigten (!) - drei- bis fünfjährigen Entwicklungsvorsprung vor der Konkurrenz beschere. Gemeint sei damit, dass die von Vectron entwickelte Softwareplattform so universell und modular aufgebaut sei, dass sie sowohl in verschiedenen Branchen, als auch auf verschiedenen Hardwareplattformen einsetzbar sei. Diese Strategie verschaffe Vectron gegenüber Anbietern, die lediglich hochspezialisierte, branchenspezifische Systeme anbieten würden, den enormen Vorteil, dass man sehr schnell und flexibel neue Produkte entwickeln, auf neue Trends reagieren und in neue Branchen und Märkte vorstoßen könne.
An der bisherigen Entwicklung der Gesellschaft lasse sich dieser Wettbewerbsvorteil eindrucksvoll nachvollziehen. Vectron sei das schnellstwachsende Unternehmen seiner Branche. In den letzen drei Jahren sei der Umsatz um durchschnittlich knapp 100% p.a. gesteigert worden. Auch in diesem Jahr werde er voraussichtlich um 90% auf dann 19 Mio. DM ansteigen; und in den nächsten Jahren werde sich das Wachstum vermutlich noch beschleunigen, vor allem wegen der blendenden Marktaussichten.
Denn gefragt würden immer mehr die "intelligenten" Kassensysteme, die nicht nur das bloße Geldspeichern und Saldieren von Einnahmen und Ausgaben beherrschen, sondern auch eine zentrale und komfortable Stammdatenverwaltung (z.B. Einpflegung von Sortiments- und Preisänderungen) zur Rationalisierung von Erfassungsvorgängen, dedizierte, online abrufbare Statistiken (z.B. zu Umsätzen nach Warengruppen, Filialen, Quartalen etc.) für ein effizienteres Controlling sowie ERP-Software-Funktionalitäten (z.B. Warenwirtschaft, Customer Relationship Management) zur besseren Steuerung der Unternehmensressourcen ermöglichten. Genau dies würden die POS-Produkte von Vectron bieten; und seien damit en vogue. Denn die derzeit installierte Basis an Kassensystemen habe die Umwälzungen in der gewerblichen Wirtschaft durch die betriebliche Standard-Software noch nicht nachvollzogen. Da viele Kassen überwiegend noch als Geldspeicher- und Rechenmaschine fungierten, bestehe ein enormer Aufholbedarf zu den enteilten ERP-Systemen. Daher wachse der Teilmarkt für "intelligente" Kassensysteme deutlich dynamischer, etwa mit 20% pro Jahr. Vectron schätze das weltweite Marktvolumen auf über 10 Mrd. DM jährlich.
Allein in Deutschland existierten mehr als 1,7 Mio. Kassen, die alle 5 bis 7 Jahre - so der übliche Erneuerungszyklus - ersetzt werden müssten. Daraus ergebe sich ein Absatzpotential von etwa 250 Tsd. Kassen pro Jahr respektive - bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 2.500 DM pro System - ein Umsatzpotential von rd. 625 Mio. DM pro Jahr. Bedenke man, dass Vectron in 1999 gerade mal 7.000 Kassensysteme verkaufen werde, so werde schnell klar, welche Marktpenetration hier noch möglich sei. Zumal das Wettbewerbsumfeld relativ komfortabel sei. Zwar tummelten sich auch Größen wie IBM und Siemens in diesem Segment, jedoch habe kein Anbieter einen Marktanteil von (deutlich) über 10%, und keiner habe eine plattformübergreifende Technologie wie Vectron.
Vor kurzem habe Vectron ein Joint-Venture mit dem ERP-Spezialisten Cosmo Consult gemeldet. Damit ziele man vor allem auf das Geschäft mit Großkunden, die komplett vernetzte Lösungen aus Kassensystem und ERP-Software verlangten. Da das Auftragsvolumen bei Großkunden regelmäßig zwischen 10 und 50 Mio. DM liege, würden bereits 2-3 Aufträge aus diesem Bereich ausreichen, um die bisherigen Umsatz- und Gewinnplanungen zu pulverisieren.
Einen ganz besonderen "Boost" erhalte Vectron zudem durch die Umstellung auf die europäische Einheitswährung. Von den 8 Mio. europaweit installierten Kassensystemen seien schätzungsweise 30%, also 2,4 Mio., nicht eurotauglich. Da liege die Vermutung nahe, dass viele Firmen im Zuge des "Euro-Upgrades" auf ein "intelligentes" Kassensystem umsteigen würden.
Gute Aussichten also für einen Anbieter wie Vectron, der aufgrund seiner aggressiven Expansionsstrategie mittlerweile ein nahezu lückenloses europäisches Vertriebsnetz besitze. Nun könnte man meinen, dass es sich hierbei um einen Einmal-Effekt handele. Das sei prinzipiell richtig. Allerdings sollte man auch berücksichtigen, dass Vectron seine Kundenbasis nachhaltig verbreitern könne. Nachhaltig deshalb, weil ein Kunde ja nicht nur die Erstausstattung bei Vectron kaufen könne, sondern - sofern er zufrieden sei - auch seine Ersatzinvestitionen alle 5 bis 7 Jahre sowie Erweiterungsinvestitionen dort tätigen werde; eine durchaus wiederkehrende Einnahmequelle also.
Angesichts derartiger Wachstumsaussichten scheine es nur folgerichtig, dass die Gesellschaft erst kürzlich ihre Umsatzplanungen für die Jahre 2000 und 2001 verdoppelt habe. Die Umsatzrendite lassen die Analysten mittelfristig auf 10% (nach Steuern) ansteigen. Den Diskontierungszins haben die Experten mit 10% angenommen, die Abzinsungsbasis auf den 1. Dezember 1999 gelegt. Ab 2007 sind die Analysten nur noch von stagnierenden Erträgen ausgegangen. Auf Basis dieser (eher konservativen) Annahmen erhalte man einen Ertragswert von rd. 70 Euro, also ein beträchtliches Aufwärtspotential zum derzeitigen Kurs von 44 Euro.
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