VW Marketperformer
23.04.99 00:00
SGZ-Bank
Trotz eines konzernweiten Absatzanstieges von 9,6 Prozent auf 1,18 Mio. Fahrzeuge im ersten Quartal 1999 stufen die Analysten der SGZ-Bank die Volkswagen-Aktie (WKN Stämme 766 400)als Marketperformer ein. Unter langfristigen Gesichtspunkten halten die Experten die Aktie zwar für attraktiv, ein kurzfristiges Investment sei jedoch nur spekulativen Anlegern zu empfehlen, die auf eine bevorstehende Übernahme eines anderen Automobil- oder Nutzfahrzeugherstellers setzen.
Zunächst bewerten die Analysten das angekündigte Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 100 Mio. Euro unter Shareholder Value-Gesichtspunkten positiv. Auch das Ziel einer internen Verzinsung auf den Kapitaleinsatz von 10 Prozent +/- 1 Prozent lasse auf Potential im Aktienkurs schließen, auch wenn gegenwärtig nur Audi einen derartigen Return erzielen könne. Nicht zuletzt eröffne die vollzogene Plattformstrategie langfristig günstige Perspektiven. All dies in Verbindung mit der von Volkswagen eingeleiteten Modelloffensive, den guten Quartalszahlen für Januar bis März 1999 und natürlich der Fusionsphantasie spräche für ein Investment bei Volkswagen.
Zu häufig würden nach Einschätzung der Analysten jedoch eine Reihe von Risikofaktoren außer acht gelassen. So sei zunächst unklar, wie sich der für VW so wichtige lateinamerikanische Markt entwickeln werde. In Brasilien habe es im Februar einen herben Absatzeinbruch gegeben, der hochgerechnet auf das Gesamtjahr zu einem erschreckenden Ergebnis führen würde. Zudem sei die unsichere Situation sowohl in Osteuropa als auch Japan noch lange nicht geklärt. Schwer zu beurteilen sei nach Meinung der Analysten der Kapitalrahmen, den sich Volkswagen auf der nächsten Hauptversammlung am 2. Juni diesen Jahres von den Aktionären einräumen lassen will. Zunächst sollte man sich hierzu die Kapitalmaßnahmen im Oktober 1997 in Erinnerung rufen, auf die der Markt ablehnend reagiert habe. Obwohl sich der Vorstand bei der Bilanzvorlage Ende März klar gegen große Zukäufe ausgesprochen habe - vielmehr sei nach seiner Ansicht häufiger der Neuaufbau aus eigener Kraft wirtschaftlich sinnvoller (Ausnahme bilde lediglich das Nobelsegment) - solle nun der Kapitalmarkt erneut überdimensional in Anspruch genommen werden. Über die konkrete Mittelverwendung habe sich Volkswagen jedoch nicht geäußert.
Vor diesem Hintergrund könne eine erneute Belastung auf die Aktienkursentwicklung bei Volkswagen zukommen. Im Bereich PKW sei zudem bei den Modellen New Beetle, Bora und dem Passat in Europa ein schleppender Absatz zu beobachten. Trotz massiver Preissenkungen in Deutschland sei beispielsweise der Absatz des New Beetle drastisch zurückgegangen. Das Flaggschiff von Audi, der A8, werde darüber hinaus die zunehmende Konkurrenz von der Mercedes S-Klasse zu spüren bekommen.
Zunächst bewerten die Analysten das angekündigte Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 100 Mio. Euro unter Shareholder Value-Gesichtspunkten positiv. Auch das Ziel einer internen Verzinsung auf den Kapitaleinsatz von 10 Prozent +/- 1 Prozent lasse auf Potential im Aktienkurs schließen, auch wenn gegenwärtig nur Audi einen derartigen Return erzielen könne. Nicht zuletzt eröffne die vollzogene Plattformstrategie langfristig günstige Perspektiven. All dies in Verbindung mit der von Volkswagen eingeleiteten Modelloffensive, den guten Quartalszahlen für Januar bis März 1999 und natürlich der Fusionsphantasie spräche für ein Investment bei Volkswagen.
Zu häufig würden nach Einschätzung der Analysten jedoch eine Reihe von Risikofaktoren außer acht gelassen. So sei zunächst unklar, wie sich der für VW so wichtige lateinamerikanische Markt entwickeln werde. In Brasilien habe es im Februar einen herben Absatzeinbruch gegeben, der hochgerechnet auf das Gesamtjahr zu einem erschreckenden Ergebnis führen würde. Zudem sei die unsichere Situation sowohl in Osteuropa als auch Japan noch lange nicht geklärt. Schwer zu beurteilen sei nach Meinung der Analysten der Kapitalrahmen, den sich Volkswagen auf der nächsten Hauptversammlung am 2. Juni diesen Jahres von den Aktionären einräumen lassen will. Zunächst sollte man sich hierzu die Kapitalmaßnahmen im Oktober 1997 in Erinnerung rufen, auf die der Markt ablehnend reagiert habe. Obwohl sich der Vorstand bei der Bilanzvorlage Ende März klar gegen große Zukäufe ausgesprochen habe - vielmehr sei nach seiner Ansicht häufiger der Neuaufbau aus eigener Kraft wirtschaftlich sinnvoller (Ausnahme bilde lediglich das Nobelsegment) - solle nun der Kapitalmarkt erneut überdimensional in Anspruch genommen werden. Über die konkrete Mittelverwendung habe sich Volkswagen jedoch nicht geäußert.
Vor diesem Hintergrund könne eine erneute Belastung auf die Aktienkursentwicklung bei Volkswagen zukommen. Im Bereich PKW sei zudem bei den Modellen New Beetle, Bora und dem Passat in Europa ein schleppender Absatz zu beobachten. Trotz massiver Preissenkungen in Deutschland sei beispielsweise der Absatz des New Beetle drastisch zurückgegangen. Das Flaggschiff von Audi, der A8, werde darüber hinaus die zunehmende Konkurrenz von der Mercedes S-Klasse zu spüren bekommen.
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