Unilever kaufen
04.09.08 17:28
Hauck & Aufhäuser
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Sven Madsen, nimmt die Aktie von Unilever (ISIN NL0000009355 / WKN A0JMZB) in die H&A-Research-Aktien-Select-Liste auf.
Unilever sei sowohl im "Nahrungsmittelgeschäft" als auch im "Haushalts- und Körperpflegegeschäft" aktiv. Der Gesamtumsatz der Unilever-Gruppe im Jahr 2007 von 40,2 Mrd. Euro habe sich 2007 und auch im 1. Halbjahr 2008 in etwa zu gleichen Teilen auf die beiden genannten Sparten verteilt. Bedeutende Divisionen des Nahrungsmittelgeschäfts seien die Bereiche "Speiseeis" (Magnum), "Getränke" (Lipton) und "Margarine" (Rama). Im Geschäft mit Hautpflegeprodukten würden Rexona, Dove und Axe zu den bekanntesten Markennamen zählen.
Die regionale Umsatzverteilung habe im 1. Halbjahr 2008 wie folgt ausgesehen: Europa 38%, Amerika 32%, Asien/ Afrika 30%. Nach der enttäuschenden Geschäftsentwicklung der letzten Jahre fokussiere sich Unilever in zunehmendem Maße auf die Belebung des Umsatzwachstums (bisher Margenfokus) ausgewählter Marken. Zahlreiche Marken mit unterdurchschnittlicher Profitabilität und/ oder geringem Umsatzwachstum seien bereits verkauft worden bzw. sollten noch verkauft werden.
Nach personellen Wechseln im Jahr 2007 werde der in der Branche und am Finanzmarkt hoch angesehene Paul Polman (zuvor CFO und dann Head of USA bei Nestlé) ab Mai 2009 neuer CEO des Unternehmens. Polman sei Head of Europe bei Procter & Gamble gewesen, bevor er zum Finanzchef bei Nestlé aufgestiegen sei. Da ihm dort kürzlich der Aufstieg zum CEO verwehrt worden sei und Nestlé ihn "nur" zum Head of USA ernannt habe, habe sich Polman für einen Wechsel zum Konkurrenten Unilever entschieden. Die zahlreichen Managementwechsel würden nach Meinung der Analysten darauf hindeuten, dass Unilever die seit Jahren vorhandene Wachstumsschwäche angehe und deutlich dynamischer werden wolle.
Der neue CEO sei für seine transparente Berichterstattung bekannt. Mit seinem Zugang rechne man, dass das Zahlenwerk von Unilever zukünftig deutlich aufschlussreicher werde. Auch wenn Unilever in den letzten Monaten und Jahren einige Portfoliobereinigungen vorgenommen habe, so erachte man die Unternehmensfokussierung im Branchenvergleich immer noch als unterdurchschnittlich. Die zahlreichen Veränderungen im Management würden die Analysten zuversichtlich stimmen, dass die Fokussierung deutlich zunehmen werde. Darunter verstehe man unter anderem, den Verkauf niedrigmargiger bzw. wachstums-schwacher Produktbereiche und den Ausbau erfolgreicher Marken. Auch der Verkauf einer kompletten Sparte (Konsum- oder Nahrungsmittelgeschäft) sei nach dieser Managemententscheidung nicht mehr auszuschließen.
Paul Polmann habe bei Nestlé eine sehr offene Kommunikation mit dem Finanzmarkt eingeführt. Dieses erhoffe man sich auch von ihm bei Unilever. Gegenüber dem Stand von Anfang September 1998 habe die Unilever-Aktie einen Kursverlust von 4% (aktueller Kurs: 20 Euro) aufzuweisen. Im gleichen Zeitraum habe Danone einen Kurszuwachs von 54% (aktueller Kurs: 47 Euro) und Nestle einen Kurszuwachs von 77% verzeichnet. Auch in diesem Jahr habe sich Unilever schlechter als die beiden Konkurrenten und die Nahrungsmittelbranche entwickelt. Mit dem exzellenten Markenportfolio des Unternehmens dürfte Unilever nach Meinung der Analysten mit dem richtigen Management in der Lage sein, eine deutlich bessere Unternehmensentwicklung zu verzeichnen als in den letzten Jahren.
Das nach Meinung der Analysten erhebliche Restrukturierungs- und Verbesserungspotenzial sei im gegenwärtigen Kursniveau nicht enthalten. Aufgrund der jahrelangen enttäuschenden Unternehmensentwicklung habe Unilever das Vertrauen und den Glauben an eine Kehrtwende bei zahlreichen Investoren und Analysten verloren. Dies spiegle sich auch in der geringen Anzahl von Kaufempfehlungen (34% aller Unilever-Empfehlungen) wider; im Vergleich dazu würden 65% der Analysten empfehlen, die Nestlé-Aktie zu kaufen. Mit dem Wechsel an der Konzernspitze rechne man mit erheblichen positiven Veränderungen im Unternehmen. Die Analysten würden der Aktie aufgrund des aus ihrer Sicht erheblichen Restrukturierungs-/ Verbesserungspotenzials einen geringen KGV-Aufschlag von 5% gegenüber Danone (auf Basis der für 2009 erwarteten Gewinne) zugestehen.
Die Analysten von Hauck & Aufhäuser nehmen die Unilever-Aktie auf die H&A-Research-Aktien-Select-Liste mit einem Kursziel von 23,00 Euro auf und empfehlen den Kauf. (Analyse vom 04.09.2008) (04.09.2008/ac/a/a)
Unilever sei sowohl im "Nahrungsmittelgeschäft" als auch im "Haushalts- und Körperpflegegeschäft" aktiv. Der Gesamtumsatz der Unilever-Gruppe im Jahr 2007 von 40,2 Mrd. Euro habe sich 2007 und auch im 1. Halbjahr 2008 in etwa zu gleichen Teilen auf die beiden genannten Sparten verteilt. Bedeutende Divisionen des Nahrungsmittelgeschäfts seien die Bereiche "Speiseeis" (Magnum), "Getränke" (Lipton) und "Margarine" (Rama). Im Geschäft mit Hautpflegeprodukten würden Rexona, Dove und Axe zu den bekanntesten Markennamen zählen.
Die regionale Umsatzverteilung habe im 1. Halbjahr 2008 wie folgt ausgesehen: Europa 38%, Amerika 32%, Asien/ Afrika 30%. Nach der enttäuschenden Geschäftsentwicklung der letzten Jahre fokussiere sich Unilever in zunehmendem Maße auf die Belebung des Umsatzwachstums (bisher Margenfokus) ausgewählter Marken. Zahlreiche Marken mit unterdurchschnittlicher Profitabilität und/ oder geringem Umsatzwachstum seien bereits verkauft worden bzw. sollten noch verkauft werden.
Der neue CEO sei für seine transparente Berichterstattung bekannt. Mit seinem Zugang rechne man, dass das Zahlenwerk von Unilever zukünftig deutlich aufschlussreicher werde. Auch wenn Unilever in den letzten Monaten und Jahren einige Portfoliobereinigungen vorgenommen habe, so erachte man die Unternehmensfokussierung im Branchenvergleich immer noch als unterdurchschnittlich. Die zahlreichen Veränderungen im Management würden die Analysten zuversichtlich stimmen, dass die Fokussierung deutlich zunehmen werde. Darunter verstehe man unter anderem, den Verkauf niedrigmargiger bzw. wachstums-schwacher Produktbereiche und den Ausbau erfolgreicher Marken. Auch der Verkauf einer kompletten Sparte (Konsum- oder Nahrungsmittelgeschäft) sei nach dieser Managemententscheidung nicht mehr auszuschließen.
Paul Polmann habe bei Nestlé eine sehr offene Kommunikation mit dem Finanzmarkt eingeführt. Dieses erhoffe man sich auch von ihm bei Unilever. Gegenüber dem Stand von Anfang September 1998 habe die Unilever-Aktie einen Kursverlust von 4% (aktueller Kurs: 20 Euro) aufzuweisen. Im gleichen Zeitraum habe Danone einen Kurszuwachs von 54% (aktueller Kurs: 47 Euro) und Nestle einen Kurszuwachs von 77% verzeichnet. Auch in diesem Jahr habe sich Unilever schlechter als die beiden Konkurrenten und die Nahrungsmittelbranche entwickelt. Mit dem exzellenten Markenportfolio des Unternehmens dürfte Unilever nach Meinung der Analysten mit dem richtigen Management in der Lage sein, eine deutlich bessere Unternehmensentwicklung zu verzeichnen als in den letzten Jahren.
Das nach Meinung der Analysten erhebliche Restrukturierungs- und Verbesserungspotenzial sei im gegenwärtigen Kursniveau nicht enthalten. Aufgrund der jahrelangen enttäuschenden Unternehmensentwicklung habe Unilever das Vertrauen und den Glauben an eine Kehrtwende bei zahlreichen Investoren und Analysten verloren. Dies spiegle sich auch in der geringen Anzahl von Kaufempfehlungen (34% aller Unilever-Empfehlungen) wider; im Vergleich dazu würden 65% der Analysten empfehlen, die Nestlé-Aktie zu kaufen. Mit dem Wechsel an der Konzernspitze rechne man mit erheblichen positiven Veränderungen im Unternehmen. Die Analysten würden der Aktie aufgrund des aus ihrer Sicht erheblichen Restrukturierungs-/ Verbesserungspotenzials einen geringen KGV-Aufschlag von 5% gegenüber Danone (auf Basis der für 2009 erwarteten Gewinne) zugestehen.
Die Analysten von Hauck & Aufhäuser nehmen die Unilever-Aktie auf die H&A-Research-Aktien-Select-Liste mit einem Kursziel von 23,00 Euro auf und empfehlen den Kauf. (Analyse vom 04.09.2008) (04.09.2008/ac/a/a)
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