Unilever halten
03.11.08 16:29
Raiffeisen Centrobank
Wien (aktiencheck.de AG) - Christine Nowak, Analystin der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Unilever (ISIN NL0000009355 / WKN A0JMZB) von "verhalten" auf "halten" herauf.
Das Unternehmen habe neuerlich starkes organisches Umsatzwachstum im dritten Quartal gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 8,3% verzeichnet. Dank gebühre weiterhin der aggressiven Preispolitik (+7,7 Prozentpunkte). Das Mengenwachstum sei nur um 0,6 Prozentpunkte gestiegen, sei aber im Gegensatz zum Vorjahresquartal immerhin positiv gewesen. Die Verbesserung der operativen Marge um 30 BP auf 16,1% sei in erster Linie auf die Kürzung des Werbeetats zurückzuführen. Es gebe noch keine Wachstumsverlangsamung in den Regionen Asien und Afrika (+15%). Westeuropa habe hinter den Erwartungen gelegen. Die USA dagegen hätten sich erholt. Der ehemalige Finanzchef von Nestlé, Henry Polman, übernehme die Führung. Das nähre die Hoffnung auf eine Aufholjagd zu Nestlé.
Im dritten Quartal sei es noch immer zu hoher Rohstoff-Kostenbelastung in der Höhe von EUR 850 Mio. gekommen. Der Höhepunkt dürfte damit zwar erreicht worden sein; dennoch sei es noch zu früh eine Prognose hinsichtlich der weiteren Entwicklung abzugeben. Würden die Preise auf dem derzeitigen Niveau bleiben, könnte es 2009 zu einer spürbaren Entlastung kommen. Das Aktienrückkaufprogramm werde nicht ausgeweitet, obwohl durch die Veräußerung einzelner Sparten mehr Liquidität zur Verfügung stehe. Unilever sei gegenüber der Konkurrenz durch billige Einzelhandelsmarken stärker belastet.
Nach wie vor hinke die Geschäftsentwicklung von Unilever hinter der Konkurrenz her. Mit Preiserhöhungen werde versucht das geringe Volumenwachstum auszugleichen und Margen zu steigern. Es stelle sich allerdings die Frage, wie lange der Konsument bereit sei, die hohen Preise zu akzeptieren. Zu dem dürfte sich der Trend hin zu billigen Einzelhandelsmarken aufgrund des schwierigen Marktumfelds weiter verstärken.
Ausgehend von einer weiteren Entspannung bei den Rohstoffkosten im Jahr 2009 heben die Analysten der Raiffeisen Centrobank die Unilever-Aktie auf Jahressicht von "verkaufen" auf "halten" an. (Analyse vom 03.11.2008) (03.11.2008/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Das Unternehmen habe neuerlich starkes organisches Umsatzwachstum im dritten Quartal gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 8,3% verzeichnet. Dank gebühre weiterhin der aggressiven Preispolitik (+7,7 Prozentpunkte). Das Mengenwachstum sei nur um 0,6 Prozentpunkte gestiegen, sei aber im Gegensatz zum Vorjahresquartal immerhin positiv gewesen. Die Verbesserung der operativen Marge um 30 BP auf 16,1% sei in erster Linie auf die Kürzung des Werbeetats zurückzuführen. Es gebe noch keine Wachstumsverlangsamung in den Regionen Asien und Afrika (+15%). Westeuropa habe hinter den Erwartungen gelegen. Die USA dagegen hätten sich erholt. Der ehemalige Finanzchef von Nestlé, Henry Polman, übernehme die Führung. Das nähre die Hoffnung auf eine Aufholjagd zu Nestlé.
Nach wie vor hinke die Geschäftsentwicklung von Unilever hinter der Konkurrenz her. Mit Preiserhöhungen werde versucht das geringe Volumenwachstum auszugleichen und Margen zu steigern. Es stelle sich allerdings die Frage, wie lange der Konsument bereit sei, die hohen Preise zu akzeptieren. Zu dem dürfte sich der Trend hin zu billigen Einzelhandelsmarken aufgrund des schwierigen Marktumfelds weiter verstärken.
Ausgehend von einer weiteren Entspannung bei den Rohstoffkosten im Jahr 2009 heben die Analysten der Raiffeisen Centrobank die Unilever-Aktie auf Jahressicht von "verkaufen" auf "halten" an. (Analyse vom 03.11.2008) (03.11.2008/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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