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Fr, 17. April 2026, 15:06 Uhr

US-Future bewegt sich in engem Band


05.04.04 14:03
WGZ-Bank

Während der Bund-Future im Vorfeld des US-Arbeitsmarktberichts leicht nachgab, bewegte sich der entsprechende US-Future in einem sehr engen Band, so die Analysten der WGZ-Bank.

Der sehr gut ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht habe dann für einen kräftigen Kursrutsch an den Bondmärkten gesorgt. Die Renditen würden damit wieder auf das Niveau von Anfang März steigen. In den USA sei der Renditeanstieg noch ausgeprägter ausgefallen, so dass die 10-jährige Treasury wieder höher als die entsprechende Bundesanleihe rentiere.

Der Anstieg der Beschäftigung in den USA habe im März mit 308.000 deutlich über allen Erwartungen gelegen und sei der kräftigste seit April 2000 gewesen. Zudem seien auch die Vormonate nach oben korrigiert worden. Der Beschäftigungszuwachs habe sich dabei auf nahezu alle Wirtschaftsbereiche erstreckt. Im Verarbeitenden Gewerbe habe im März zwar noch die Beschäftigtenzahl stagniert, aber auch das sei mit Blick auf den Beschäftigungsabbau in den letzten 3,5 Jahren eine Verbesserung. Damit habe sich die vielen Analysten Kopfzerbrechen bereitende Diskrepanz zwischen einer schwachen Beschäftigungsentwicklung und der seit letztem Sommer sinkenden Arbeitslosenquote entspannt. Auch wenn der Beschäftigungsanstieg durch einige Sondereffekte leicht nach oben verzerrt worden sei, sei dies dennoch ein Zeichen für eine klare Wende am Arbeitsmarkt. In den nächsten Monaten müssten Beschäftigungsgewinne in der Größenordnung von bis zu 200.000 diese Wende bestätigen, damit eine erste Zinserhöhung auf die Tagesordnung der FED komme. Leicht getrübt worden sei der Arbeitsmarktbericht durch den Anstieg der Arbeitslosenquote auf 5,7% und den Rückgang der Arbeitszeit.

Die Einkaufsmanagerindizes für das Dienstleistungsgewerbe in der Eurozone seien im März anders als der Index für das Verarbeitende Gewerbe leicht zurückgegangen. Mit einem Stand von nach wie vor deutlich über der 50-Punkte-Marke werde dennoch eine fortgesetzte Expansion angezeigt, die allerdings eine geringere Dynamik entfalten sollte. In den USA werde bei dem entsprechenden Einkaufsmanagerindex für die Unternehmen außerhalb des Verarbeitenden Gewerbes dagegen ein leichter Anstieg erwartet.

Nachdem der Bondmarkt heute nur wenig verändert eröffnet habe, habe er sich aufgrund des etwas schwächeren Einkaufsmanagerindexes und einer Gegenbewegung zu den Freitagsverlusten leicht festigen können. Im Tagesverlauf sollten sich die Bewegungen in Grenzen halten, wobei ein positiver US-Einkaufsmanagerindex für eine Belastung sorge.