Stratec Biomedical Systems halten
28.12.99 00:00
UBF Consult
Andreas Weiß von UBF Consult Research empfiehlt derzeit die Aktien der STRATEC Biomedical Systems (WKN 728900) zu halten.
Gegenstand des Geschäftsbetriebs seien industrielle Entwicklung und Produktion von medizinischen Systemen (Hard- und Software) einschließlich Zubehör- und Peripheriegeräte. Die Kernaktivitäten von STRATEC liegen nach Weiß in der Automatisierung analytischer Prozesse insbesondere für Diagnostik, Bio- und Pharmaforschung sowie Hygiene und Umwelttechnik. In den letzten Jahren sei der Fokus auf Geräte zur Analyse von Hormonen und Tumormarkern sowie der Blutgruppenserologie gelegt worden. Die STRATEC Biomedical Systems entwickele primär vollautomatische Laboranalysesysteme. Bei den meisten, bisher angebotenen Anlagen seien von der Probennahme bis zum endgültigen Analyseergebnis auf dem Rechner mehrere manuelle Arbeitsschritte notwendig gewesen. Diese würden bei den neuen STRATEC-Produkten vollautomatisch abgearbeitet.
Durch Fördermittel werde zudem an der Entwicklung eines Systems zur Prozessierung von Biochips gearbeitet. Diese sollten zukünftig vor allem in den Bereichen der Früherkennung von Erbkrankheiten oder zur Entschlüsselung von genetischen Fingerabdrücken eingesetzt werden, meint Weiß. Durch die Einbeziehung in dieses Forschungsprojekt könne STRATEC nach erfolgreichem Abschluss diese aussichtsreiche, zukunftsweisende Technologie früher als die Wettbewerber nutzen. Bereits jetzt stünden zwei potentielle Abnehmer für dieses Produkt fest.
Die Experten von UBF Consult Research gehen davon aus, dass die bei der Emission publizierten Planzahlen erst für das Jahr 2002 übertroffen werden können. Die seinerzeit in Aussicht gestellten Ergebnisziele für die Jahre 1999 und 2000 werden nach Meinung von Weiß nicht erreicht. Grund hierfür seien die gestiegenen Validierungszeiten bei einigen Großaufträgen. Jedoch setze sich der Trend zum Outsourcing der Geräteentwicklung bei Konzernen innerhalb der Biomedical-Branche weiter fort. Die Auftragslage werde sich somit für STRATEC zunehmend positiv entwickeln.
Ab dem Jahr 2002 erwarten die Analysten von UBF Consult überdurchschnittliche Wachstumsraten. STRATEC biete seit kurzem eine auf die spezifischen Belange des jeweiligen Partnerunternehmens ausgerichtete Variation der Systemplattform PlateRunner an. Damit könne die Entwicklungszeit zum Teil auf unter 18 Monate gesenkt werden. Die ersten Produkte seien vom Markt bereits sehr positiv angenommen worden. Die Prognosen ab 2002 werden vordergründig auf den „market-launch“ eines Consumer-Healthcare-Produkts und einen bereits abgeschlossenen 25 Mio. Euro-Großauftrag mit einem führenden US-amerikanischen Diagnostikunternehmen für den Geschäftsbereich Blutgruppenserologie gestützt. Der Abschluss der Entwicklung und Produktionsbeginn des Gesamtsystems seien für Ende 2001 geplant. Dieser Auftrag sei in der STRATEC-Unternehmensgeschichte als Meilenstein zu betrachten. Der PlateRunner sei modular ausgerichtet worden und könne daher für viele Applikationen angeboten werden. Es seien weitere Aufträge und vor allem die für STRATEC besonders wichtigen Folgegeschäfte zu erwarten.
Demnächst laufe ein Exklusivvertrag mit Instrumentation Laboratory Massachusetts, USA aus, in dem sich STRATEC verpflichtet habe, an keinen Konkurrenten Produkte im Gerinnungssegment zu vertreiben. Ein neuer Vertrag in diesem Bereich, bzw. ein neu entwickeltes oder modifiziertes Gerät würde sicherlich Kursphantasie wecken, so Weiß.
Aufgrund der soliden Eigenkapitaldecke des Unternehmens sei eine Akquisition nicht auszuschließen. Spekuliert werden dürfe bei STRATEC über eine externe Erweiterung vor allem im Softwarebereich, da sich auf diesem Markt die Eingliederung und Suche nach qualifizierten Fachkräften zunehmend schwieriger gestalte und dieser Geschäftszweig zur Kernkompetenz des Unternehmens zähle.
Die Entwicklungskosten für einen Analyseautomaten würden sich auf ca. 500.000 Euro bis 4.000.000 Euro belaufeb. Jedoch würden die Kosten in den meisten Fällen von Anfang an anteilsmäßig vom Auftraggeber übernommen. Die Eigenmarge liege für STRATEC bei durchschnittlich zwanzig Prozent. Die Experten erwarten, dass dieses Niveau aufgrund der Synergieeffekte durch die Systemplattformverwendung auch in den Jahren 2000 und 2001 gehalten sowie ab 2001 sogar gesteigert werden kann.
Mit ihrem Discounted-Cash-Flow-Verfahren (Entity-Methode) berechnen die Experten für die STRATEC Biomedical Systems AG einen Fair Value von 49 Euro. Um der Gefahr einer Überbewertung des Unternehmens vorzubeugen, setzen die Analysten von UBF Consult ergo einen bewusst zu hohen Steuersatz an. Das Ergebnis der Bewertung sei folglich konservativ und beinhalte noch etwas Kursphantasie nach oben.
Aufgrund des momentan sehr großen Anlegerinteresses für den „scientific instruments“ – bzw. Biomedical-Bereich im Allgemeinen billige der Markt STRATEC ein etwas höheres Kursniveau zu. Die Analysten legen die Schätzungen für das Gesamtjahr 2001 zugrunde und erhalten für die Peer Group 1 (Abbott Laboratories, Beckman Coulter, Ortho Clinical Systems Inc., Vitatron, Nycomed Amersham) einen ungewichtet gemittelten Fair Value von 44,63 Euro sowie für die Peer Group 2 (Incyte, Molecular Devices, MWG Biotech, Roys Anthos, Tecan, DYNEX Technologies, Waters Corporation) von 72,18 Euro. Die Experten von UBF Consult sehen somit die STRATEC Biomedical Systems AG aufgrund des Marktvergleichs bei 58,40 Euro als fair bewertet an.
Die Ergebnisse aus dem DCF-Verfahren (49,90 Euro) und dem Marktvergleich (58,40 Euro) führten zu dem aktuellen Fair Value von 54,15 Euro. Da das augenblickliche Kursniveau mit 49 Euro nur wenig unter dem Fair Value liege, stufen die Analysten die Aktie auf HALTEN ein.
Der STRATEC-Kurs habe sich seit Februar sehr viel schlechter als die vergleichbaren Indizes (NEMAX, MDAX, SMAX) entwickelt und habe starken Nachholbedarf gegenüber dem Gesamtmarkt. STRATEC sei gegenwärtig fair bewertet. Der Markt billige momentan den Unternehmen aus dem Biotech-Bereich sogar eine höhere Bewertung zu, weshalb der Kurs der Aktie durchaus noch Potential auszuweisen habe. Die Experten erwarten allerdings momentan keine überdurchschnittliche Performance. Nach den diversen Kursrückschlägen müsse das Vertrauen der Anleger erst wieder zurückgewonnen werden. Dazu müsse vor allem die Investor-Relations-Arbeit im Unternehmen stark verbessert werden. Die Investoren müssten nach Meinung von Weiß die Gelegenheit bekommen, auf dem OEM-Markt, der aufgrund seiner vertraglichen Restriktionen sehr schwer durchschaubar sei, über die Entwicklung des Unternehmens gut informiert zu werden. Sollte dies dem Unternehmen gelingen, werde der Aktienkurs wieder in höhere Regionen ansteigen.
Weiß rechnet mit einem EPS nach DFVA/SG von 0,54 Euro für das laufende Geschäftsjahr und von 1,13 Euro für das folgende Geschäftsjahr. Für 2001 geht er von einem Ergebnis je Aktie von 2,52 Euro und für 2002 von 2,40 Euro aus.
Gegenstand des Geschäftsbetriebs seien industrielle Entwicklung und Produktion von medizinischen Systemen (Hard- und Software) einschließlich Zubehör- und Peripheriegeräte. Die Kernaktivitäten von STRATEC liegen nach Weiß in der Automatisierung analytischer Prozesse insbesondere für Diagnostik, Bio- und Pharmaforschung sowie Hygiene und Umwelttechnik. In den letzten Jahren sei der Fokus auf Geräte zur Analyse von Hormonen und Tumormarkern sowie der Blutgruppenserologie gelegt worden. Die STRATEC Biomedical Systems entwickele primär vollautomatische Laboranalysesysteme. Bei den meisten, bisher angebotenen Anlagen seien von der Probennahme bis zum endgültigen Analyseergebnis auf dem Rechner mehrere manuelle Arbeitsschritte notwendig gewesen. Diese würden bei den neuen STRATEC-Produkten vollautomatisch abgearbeitet.
Durch Fördermittel werde zudem an der Entwicklung eines Systems zur Prozessierung von Biochips gearbeitet. Diese sollten zukünftig vor allem in den Bereichen der Früherkennung von Erbkrankheiten oder zur Entschlüsselung von genetischen Fingerabdrücken eingesetzt werden, meint Weiß. Durch die Einbeziehung in dieses Forschungsprojekt könne STRATEC nach erfolgreichem Abschluss diese aussichtsreiche, zukunftsweisende Technologie früher als die Wettbewerber nutzen. Bereits jetzt stünden zwei potentielle Abnehmer für dieses Produkt fest.
Die Experten von UBF Consult Research gehen davon aus, dass die bei der Emission publizierten Planzahlen erst für das Jahr 2002 übertroffen werden können. Die seinerzeit in Aussicht gestellten Ergebnisziele für die Jahre 1999 und 2000 werden nach Meinung von Weiß nicht erreicht. Grund hierfür seien die gestiegenen Validierungszeiten bei einigen Großaufträgen. Jedoch setze sich der Trend zum Outsourcing der Geräteentwicklung bei Konzernen innerhalb der Biomedical-Branche weiter fort. Die Auftragslage werde sich somit für STRATEC zunehmend positiv entwickeln.
Ab dem Jahr 2002 erwarten die Analysten von UBF Consult überdurchschnittliche Wachstumsraten. STRATEC biete seit kurzem eine auf die spezifischen Belange des jeweiligen Partnerunternehmens ausgerichtete Variation der Systemplattform PlateRunner an. Damit könne die Entwicklungszeit zum Teil auf unter 18 Monate gesenkt werden. Die ersten Produkte seien vom Markt bereits sehr positiv angenommen worden. Die Prognosen ab 2002 werden vordergründig auf den „market-launch“ eines Consumer-Healthcare-Produkts und einen bereits abgeschlossenen 25 Mio. Euro-Großauftrag mit einem führenden US-amerikanischen Diagnostikunternehmen für den Geschäftsbereich Blutgruppenserologie gestützt. Der Abschluss der Entwicklung und Produktionsbeginn des Gesamtsystems seien für Ende 2001 geplant. Dieser Auftrag sei in der STRATEC-Unternehmensgeschichte als Meilenstein zu betrachten. Der PlateRunner sei modular ausgerichtet worden und könne daher für viele Applikationen angeboten werden. Es seien weitere Aufträge und vor allem die für STRATEC besonders wichtigen Folgegeschäfte zu erwarten.
Demnächst laufe ein Exklusivvertrag mit Instrumentation Laboratory Massachusetts, USA aus, in dem sich STRATEC verpflichtet habe, an keinen Konkurrenten Produkte im Gerinnungssegment zu vertreiben. Ein neuer Vertrag in diesem Bereich, bzw. ein neu entwickeltes oder modifiziertes Gerät würde sicherlich Kursphantasie wecken, so Weiß.
Die Entwicklungskosten für einen Analyseautomaten würden sich auf ca. 500.000 Euro bis 4.000.000 Euro belaufeb. Jedoch würden die Kosten in den meisten Fällen von Anfang an anteilsmäßig vom Auftraggeber übernommen. Die Eigenmarge liege für STRATEC bei durchschnittlich zwanzig Prozent. Die Experten erwarten, dass dieses Niveau aufgrund der Synergieeffekte durch die Systemplattformverwendung auch in den Jahren 2000 und 2001 gehalten sowie ab 2001 sogar gesteigert werden kann.
Mit ihrem Discounted-Cash-Flow-Verfahren (Entity-Methode) berechnen die Experten für die STRATEC Biomedical Systems AG einen Fair Value von 49 Euro. Um der Gefahr einer Überbewertung des Unternehmens vorzubeugen, setzen die Analysten von UBF Consult ergo einen bewusst zu hohen Steuersatz an. Das Ergebnis der Bewertung sei folglich konservativ und beinhalte noch etwas Kursphantasie nach oben.
Aufgrund des momentan sehr großen Anlegerinteresses für den „scientific instruments“ – bzw. Biomedical-Bereich im Allgemeinen billige der Markt STRATEC ein etwas höheres Kursniveau zu. Die Analysten legen die Schätzungen für das Gesamtjahr 2001 zugrunde und erhalten für die Peer Group 1 (Abbott Laboratories, Beckman Coulter, Ortho Clinical Systems Inc., Vitatron, Nycomed Amersham) einen ungewichtet gemittelten Fair Value von 44,63 Euro sowie für die Peer Group 2 (Incyte, Molecular Devices, MWG Biotech, Roys Anthos, Tecan, DYNEX Technologies, Waters Corporation) von 72,18 Euro. Die Experten von UBF Consult sehen somit die STRATEC Biomedical Systems AG aufgrund des Marktvergleichs bei 58,40 Euro als fair bewertet an.
Die Ergebnisse aus dem DCF-Verfahren (49,90 Euro) und dem Marktvergleich (58,40 Euro) führten zu dem aktuellen Fair Value von 54,15 Euro. Da das augenblickliche Kursniveau mit 49 Euro nur wenig unter dem Fair Value liege, stufen die Analysten die Aktie auf HALTEN ein.
Der STRATEC-Kurs habe sich seit Februar sehr viel schlechter als die vergleichbaren Indizes (NEMAX, MDAX, SMAX) entwickelt und habe starken Nachholbedarf gegenüber dem Gesamtmarkt. STRATEC sei gegenwärtig fair bewertet. Der Markt billige momentan den Unternehmen aus dem Biotech-Bereich sogar eine höhere Bewertung zu, weshalb der Kurs der Aktie durchaus noch Potential auszuweisen habe. Die Experten erwarten allerdings momentan keine überdurchschnittliche Performance. Nach den diversen Kursrückschlägen müsse das Vertrauen der Anleger erst wieder zurückgewonnen werden. Dazu müsse vor allem die Investor-Relations-Arbeit im Unternehmen stark verbessert werden. Die Investoren müssten nach Meinung von Weiß die Gelegenheit bekommen, auf dem OEM-Markt, der aufgrund seiner vertraglichen Restriktionen sehr schwer durchschaubar sei, über die Entwicklung des Unternehmens gut informiert zu werden. Sollte dies dem Unternehmen gelingen, werde der Aktienkurs wieder in höhere Regionen ansteigen.
Weiß rechnet mit einem EPS nach DFVA/SG von 0,54 Euro für das laufende Geschäftsjahr und von 1,13 Euro für das folgende Geschäftsjahr. Für 2001 geht er von einem Ergebnis je Aktie von 2,52 Euro und für 2002 von 2,40 Euro aus.
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