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Fr, 17. April 2026, 18:48 Uhr

HAMATECH AG O.N.

WKN: 730900 / ISIN: DE0007309007

Steag HamaTech halten


10.10.00 00:00
Trading Division

Während man zum 31. März 2000 noch positive Äußerungen an seine Anleger weitergeben konnte, verstummten die optimistischen Töne bis zum 30. Juni, der Zwischenbericht von Steag HamaTech (WKN 730900) beinhaltete leider keinen Balsam für die Seelen der gekränkten Anleger, die zuvor viel Geld abgeben mussten, als der Kurs der in Sternenfels ansässigen und seit dem 12. Mai 1999 an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Neuer Markt notierten Gesellschaft beinah Tag für Tag im zweistelligen Prozentbereich nachgab, berichtet Leon Müller von Trading Division.

Die Erfolgsstory sei vorerst zu Ende gewesen, aus der Traum vieler Anleger vom schnellen Geld durch ein Investment in die mit dem Börsenkürzel DVD kotierten AG, einem fulminaten Wertzuwachs bis auf 65 Euro in der Spitze folgte eine mehr oder weniger katastrophale Kursentwicklung bis auf aktuell 22,50 Euro, eine Bodenbildung scheine sich allerdings angesichts des Ausbruchs aus dem mittelfristigen Abwärtstrendkanal abzuzeichnen, stelle sich nur die Frage, ob die fundamentalen Werte des Unternehmens mitmachen werden.

Das zyklische Marktsegment, in dem die STEAG HamaTech AG agiert, sei dem Anlagenbauer für optische Speichermedien wie CD und DVD zum Verhängnis geworden, zudem habe der starke Dollar die Umsätze und die daraus resultierenden Erträge belastet. Das Kerngeschäftsfeld lasse sich mit einigen Lettern umschreiben: CD-/DVD-R. STEAG HamaTech baue Anlagen zur Produktion dieser Speichermedien, die jeder PC User und Musikhörer kennen dürfte. In Niederlassungen in den Vereinigten Staaten von Amerika, Asien und Europa baue man diese hochkomplexen Geräte, entwickele und vertreibe sie, der Hauptsitz befinde sich wie schon weiter oben angedeutet im deutschen Sternenfels.

Neben diesen beiden Geschäftsfeldern produziere man auch Photomasken für die Halbleiterindustrie. Auf Seiten der Produkte habe man durchaus enorme Erfolge zu verbuchen, so habe beispielsweise Anfang des Jahres auf der REPLItech Fachmesse die Fertigungsanlage CD-R 2503 als Weltneuheit für die Produktion von CD-R präsentiert werden können. Das besondere dieser Anlage sei, dass sie mit drei Spritzgussmaschinen arbeite und den Kunden damit eine Herstellungsdauer von bisher nicht bekannter Größe biete. Mit dieser Anlage setze der Weltmarktführer (eigenen Angaben zufolge) in der Branche neue Massstäbe, bei einem Kunde sei eine Rekordzykluszeit von 1,9 Sekunden erstmalig erreicht worden. Mit solchen Meldungen habe man in Vergangenheit des öfteren auf sich aufmerksam gemacht, doch die Marktschwäche im Kerngeschäft CD-R habe dem Unternehmen schwer zu schaffen gemacht.

Die Umsatz- und Ertragsprognosen für das laufende Jahr hätten erheblich nach unten revidiert werden müssen. Demnach werde man in 2000 einen Umsatz von 214,7 Millionen Euro erreichen, zuvor habe man noch mit 281,2 Millionen Euro gerechnet, eine substanzielle Revision von knapp 25 Prozent. Nicht zu vernachlässigen sei die Korrektur beim EBITDA, aus 53,7 Millionen Euro seien mal eben 32,2 Millionen weniger geworden, so dass mittlerweile mit 21,5 Millionen Euro gerechnet werde. Das Netto-Einkommen betrage lediglich noch 7,5 Millionen Euro, 27,3 Millionen Euro seien ursprünglich vorgesehen gewesen. Alles in allem würden die neuen Werte weit unter den originären liegen, eine Trendwende sei nicht in Sicht, so die Analysten von Trading Division weiter.

Man habe es sich jedoch zum Ziel gesetzt aus der aktuellen Marktschwäche technologisch gestärkt hervorzugehen, die F & E (Forschung und Entwicklung) Aufwendungen seien aufrecht erhalten worden, neue Produkte würden entwickelt, bereits vorhandene zum Besseren modifiziert. So arbeite man beispielsweise an einer Anlage zur Produktion von CD-RW, die DVD und CD-R Linie werde stets optimiert.

Angesichts der Tatsache, dass der Markt für CD-R sich immer noch in einer Konsolidierungsphase befinde, der Chart der STEAG HamaTech AG weiter schwächele und das Unternehmen keine Meilensteine verlauten lasse, die letzte Ad hoc liege Ewigkeiten zurück, müssen die Analysten von Trading Division zu dem Urteil gelangen, dass die STEAG HamaTech AG nur eine Halteposition ist. Solange keine Bodenbildung vollzogen worden wäre, würden die Analysten Anlegern von einem Neu-Investment abraten, bereits investierte Anleger sollten vorsichtig agieren und die Kursentwicklung genaustens im Auge behalten. Charttechnisch werde es interessant, wenn die 25 Euro nachhaltig überwunden werden könnten.





 
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