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Sa, 24. Februar 2024, 2:48 Uhr

Siemens AG

WKN: 723610 / ISIN: DE0007236101

Siemens im Fokus


15.06.10 11:26
Geldanlage-Report

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Laut den Experten vom "Geldanlage-Report" ist die Siemens-Aktie künftig als positiv anzusehen, sofern man die Probleme in den Griff bekommt.

Die Siemens-Beteiligung Osram mache Top-Geschäfte in Südafrika. Warum die hohe relative Stärke der Aktie dennoch überrasche.

Wie groß die Bedeutung einer Fußball-Weltmeisterschaft für internationale Konzerne sein könne, zeige das Beispiel Siemens: Im Zusammenhang mit der WM in Südafrika habe der Technologieriese Aufträge im Wert von circa einer Mrd. Euro erhalten. Rund 80 Prozent seien in den Aufbau der Energieinfrastruktur gegangen.

Weitere Eckpfeiler seien die Gestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs, einem der Schwachpunkte von Südafrika, sowie die Verbesserung der medizinischen Versorgung. Den wohl medienträchtigsten Auftrag habe der Leuchtmittel-Hersteller Osram erhalten, der für acht von zehn WM-Stadien für die Lichttechnik verantwortlich zeige. Damit seien die Münchener wohl das DAX-Unternehmen, das am meisten von der Veranstaltung profitiere.

Zwar seien die meisten dieser Projekte großteils bereits in der Gewinn- und Verlustrechnung bilanziert worden und würden sich somit nicht mehr unmittelbar auf die künftigen Quartalszahlen auswirken. Aus strategischen Gesichtspunkten aber sehr wohl. So habe Siemens beispielsweise auch Aufträge für den Bau zweier neuer Kraftwerke in Kapstadt und Mossel Bay erhalten. Das könnten wichtige Referenzprojekte sein, sofern Siemens hier gute Arbeit abliefere.

Berücksichtigt werden müsse in diesem Zusammenhang, dass Südafrika in punkto Wirtschaftsentwicklung quasi als Speerspitze für weite Teile des afrikanischen Kontinents fungieren könnte. Wenn Siemens sich hier frühzeitig eine gute Marktstellung erarbeite, könne dies in einigen Jahren zu einem unschätzbaren Wettbewerbsvorteil in einem riesigen Emerging Market werden.

Kurzfristig hätten für die Entwicklung des Aktienkurses allerdings einige andere Punkte wesentlich höhere Priorität: Profitieren könnte Siemens beispielsweise von der aktuellen Euroschwäche: Viele Produkte würden in Europa hergestellt, aber beispielsweise in den USA verkauft. Das sollte die Margen erhöhen. Probleme gebe es beispielsweise im Atomkraft-Segment, wo die Partnerschaft mit dem russischen Konzern Rosatom auf Eis liege und der Streit mit Areva schwele.

Ein von Restrukturierungen geprägtes Jahrzehnt geht zu Ende; in den kommenden Jahren kann Siemens die Früchte ernten, sofern man Problemherde wie Areva in den Griff bekommt, so die Experten vom "Geldanlage-Report". (Analyse vom 15.06.2010) (15.06.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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