SAP weiter halten
12.07.02 16:55
Consors Capital
Die Analysten von Consors Capital empfehlen die Aktie der SAP AG (WKN 761460) weiterhin zu halten.
Am 11.07.2002 habe die SAP AG nach Veröffentlichung vorläufiger Quartalszahlen ihre Prognosen für das Gesamtjahr 2002 nach unten revidiert. Der vorläufige Umsatz für das 2. Quartal falle im Vergleich zum Vorjahresquartal mit ca. 1.778 Mio. Euro um 4% niedriger aus. Noch deutlicher, um 23%, sei der margenträchtige Lizenzumsatz auf ca. 496 Mio. Euro gesunken. Das operative Ergebnis vor aktienbezogenen Vergütungsprogrammen und akquisitionsbedingten Aufwendungen habe sich ebenfalls um 23% auf 326 Mio. Euro reduziert. Die operative Marge betrage 18,3%.
SAP habe im letzten Quartal deutliche, nicht liquiditätswirksame Wertberichtigungen in Höhe von 414 Mio. Euro auf ihre Beteiligungen vorgenommen. Insbesondere auf die ca. 20%ige Commerce One- Beteiligung seien 318 Mio. Euro entfallen. Mit einem aktuellen Buchwert von 22 Mio. Euro sei das zukünftige Abschreibungsrisiko für den Beteiligungswert der Commerce One jetzt allerdings limitiert. Aufgrund dieser Wertberichtigung müsse SAP einen unerwarteten Konzernverlust für das zweite Quartal von ca. 235 Mio. Euro ausweisen. Im Ergebnis je Aktie entspreche dies einem Verlust von - 0,74 Euro, gegenüber dem Vorjahresquartal mit 0,37 Euro.
Aufgrund des weiterhin vorsichtigen Investitionsverhaltens, senke die Gesellschaft ihre Jahresprognose im Umsatzwachstum von zuvor 15% auf nun 5% bis 10%. Dabei würden bei einem 5%igen Wachstum die aktuell schwierigen Marktbedingen unterstellt, während bei einer leichten Marktverbesserung 10% Umsatzsteigerung möglich seien. Die operative Marge solle, wie bisher, um 1% gegenüber der Vorjahrsgröße von 20% gesteigert werden. SAP lege sein Augenmerk auf die Flexibilisierung der Kostenstruktur, eine restriktive Personalpolitik, die Umstellungen fixer Vergütungen auf variable Gehälter und die weitere Verringerung der Einbeziehung von Zulieferleistungen sollen forciert werden.
Aus Sicht der Analysten von Consors Capital hat SAP mit dieser Prognoserevidierung die bisherige Unsicherheit im Wesentlichen ausgeräumt. Während die Umsatzentwicklung klar enttäuscht habe, habe die Gesellschaft doch ein noch zufriedenstellendes operatives Ergebnis vorweisen können. Im Gesamtjahr 2002 noch ein Umsatzplus von 10% zu verwirklichen, sei zum aktuellen Zeitpunkt nahezu auszuschließen.
Nachdem zum Halbjahr der Umsatz nur um ca. 1,7% habe gesteigert werden können, sähen die Analysten auch die genannten 5% noch als eine ambitionierte Zielgröße an. Nach ihren Schätzungen sei ein Anstieg der Gesamtumsätze von 2,5% auf 7.526 Mio. Euro möglich. Gleichfalls erwarte man, dass es der Gesellschaft, trotz strikter Kostenkontrolle, maximal gelingen werde, die operative Marge des Vorjahres zu erreichen.
Auf Basis der neuen Schätzungen der Analysten ergebe sich ein fairer Unternehmenswert je Aktie von Euro 84,44. Lege man ihre Gewinnschätzung für das Jahr 2003 von 3,03 Euro und ein langfristiges Gewinnwachstum von 20% zugrunde, so bestehe ein maximales Abwärtspotenzial bis 60,00 Euro für die SAP-Aktie.
Die Einschätzung der Analysten von Consors Capital für die SAP-Aktie bleibt daher "halten".
Am 11.07.2002 habe die SAP AG nach Veröffentlichung vorläufiger Quartalszahlen ihre Prognosen für das Gesamtjahr 2002 nach unten revidiert. Der vorläufige Umsatz für das 2. Quartal falle im Vergleich zum Vorjahresquartal mit ca. 1.778 Mio. Euro um 4% niedriger aus. Noch deutlicher, um 23%, sei der margenträchtige Lizenzumsatz auf ca. 496 Mio. Euro gesunken. Das operative Ergebnis vor aktienbezogenen Vergütungsprogrammen und akquisitionsbedingten Aufwendungen habe sich ebenfalls um 23% auf 326 Mio. Euro reduziert. Die operative Marge betrage 18,3%.
SAP habe im letzten Quartal deutliche, nicht liquiditätswirksame Wertberichtigungen in Höhe von 414 Mio. Euro auf ihre Beteiligungen vorgenommen. Insbesondere auf die ca. 20%ige Commerce One- Beteiligung seien 318 Mio. Euro entfallen. Mit einem aktuellen Buchwert von 22 Mio. Euro sei das zukünftige Abschreibungsrisiko für den Beteiligungswert der Commerce One jetzt allerdings limitiert. Aufgrund dieser Wertberichtigung müsse SAP einen unerwarteten Konzernverlust für das zweite Quartal von ca. 235 Mio. Euro ausweisen. Im Ergebnis je Aktie entspreche dies einem Verlust von - 0,74 Euro, gegenüber dem Vorjahresquartal mit 0,37 Euro.
Aus Sicht der Analysten von Consors Capital hat SAP mit dieser Prognoserevidierung die bisherige Unsicherheit im Wesentlichen ausgeräumt. Während die Umsatzentwicklung klar enttäuscht habe, habe die Gesellschaft doch ein noch zufriedenstellendes operatives Ergebnis vorweisen können. Im Gesamtjahr 2002 noch ein Umsatzplus von 10% zu verwirklichen, sei zum aktuellen Zeitpunkt nahezu auszuschließen.
Nachdem zum Halbjahr der Umsatz nur um ca. 1,7% habe gesteigert werden können, sähen die Analysten auch die genannten 5% noch als eine ambitionierte Zielgröße an. Nach ihren Schätzungen sei ein Anstieg der Gesamtumsätze von 2,5% auf 7.526 Mio. Euro möglich. Gleichfalls erwarte man, dass es der Gesellschaft, trotz strikter Kostenkontrolle, maximal gelingen werde, die operative Marge des Vorjahres zu erreichen.
Auf Basis der neuen Schätzungen der Analysten ergebe sich ein fairer Unternehmenswert je Aktie von Euro 84,44. Lege man ihre Gewinnschätzung für das Jahr 2003 von 3,03 Euro und ein langfristiges Gewinnwachstum von 20% zugrunde, so bestehe ein maximales Abwärtspotenzial bis 60,00 Euro für die SAP-Aktie.
Die Einschätzung der Analysten von Consors Capital für die SAP-Aktie bleibt daher "halten".
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