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SAP SE

WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600

SAP hält an Ausblick fest


17.10.11 14:09
Oldenburgische Landesbank

Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, rät bei die Aktie von SAP zu Gewinnmitnahmen.

Der Softwarehersteller SAP habe im dritten Quartal sowohl sein operatives Ergebnis als auch die Erlöse kräftig gesteigert. Von August bis September hätten die Walldorfer Unternehmenssoftware für 841 Mio. Euro verkauft. Damit habe der Umsatz währungsbereinigt um 32% über dem Vorjahreswert und etwa 100 Mio. Euro oberhalb der Analystenerwartungen gelegen. Die Zahlen habe das Unternehmen überraschend bereits am 14.10.2011 mitgeteilt.

Zu dem Rekordwachstum hätten laut einem Unternehmenssprecher alle Regionen beigetragen. Auf die Softwareverkäufe würden Beobachter von SAP besonders achten, weil sie als Vorwärtsindikator für die Entwicklung von Erlösen mit Wartungs- und Serviceleistungen gelten würden, die die Hauptumsatzquelle des Konzerns seien. Das Geschäft mit softwarebezogenen Serviceleistungen habe ebenfalls klar über den Erwartungen von Analysten gelegen und habe im Vorschlussquartal einen Umsatz von 1,85 Mrd. Euro erwirtschaftet. Die Konzernerlöse hätten auf 3,4 Mrd. Euro zugelegt. Das Betriebsergebnis habe der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware währungsbereinigt um rund 25% auf 1,13 Mrd. Euro gesteigert. Analysten hätten das operative Ergebnis bei 1 Mrd. Euro erwartet. Die operative Marge sei um 2,9 Prozentpunkte auf 33% gesprungen. Die Ergebnisse seien weitgehend auf organisches Wachstum zurückzuführen.

Trotz der Spitzenwerte für das dritte Quartal halte SAP an ihrem Ausblick für das Gesamtjahr fest. Zwar sei die Pipeline des Konzerns weiter prall gefüllt. Doch das schwierige Marktumfeld - vor allem die Unsicherheiten rund um die Euro-Schuldenkrise und die damit verbundenen Risiken für die Konjunktur - habe wohl eine weitere Anhebung der Jahresprognose verhindert, die erst im Sommer nach oben korrigiert worden sei. Demnach wolle der Konzern 2011 die Erlöse mit Software und softwarebezogenen Services währungsbereinigt um 10 bis 14% über die 2010 ausgewiesenen 12,5 Mrd. Euro steigern. Das Betriebsergebnis werde zwischen 4,45 und 4,65 Mrd. Euro erwartet. Die operative Marge solle auf 33% steigen. Nach den Zahlen für das dritte Quartal gehe der Konzern davon aus, die Prognose jeweils am oberen Ende der Spanne zu erreichen.

Die SAP-Aktie habe sich seit der letzten Empfehlung der Analysten seitwärts entwickelt und den DAX deutlich outperformen können. Die vorläufige Berichterstattung für das dritte Quartal sei ausgesprochen positiv verlaufen. Dennoch habe das Management die Gesamtjahresprognose nicht angehoben. Die Analysten würden daher eher ein leichtes Enttäuschungspotenzial für die kommenden beiden Quartale sehen.

Auch charttechnisch notiert die Aktie von SAP nahe ihrem mehrjährigen Hoch, weshalb die Analysten der Oldenburgischen Landesbank derzeit zu Gewinnmitnahmen raten. (Analyse vom 17.10.2011) (17.10.2011/ac/a/d)

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