Ricardo.de Ziel 50 Euro
12.08.99 00:00
Brokerworld-Online
Am 21.07.99 war die Erstnotiz für die 2,28 Mio Aktien des Internet-Auktionshauses Ricardo.de (WKN 702070).
Der Ausgabepreis der zu 87 % aus Kapitalerhöhung stammenden Aktien lag bei 28,- Euro. Trotz Graumarktkursen in der Spitze bis über 60,- Euro, gab der Wert nach den ersten Handelstagen bis knapp unter Emissionsniveau nach. Die Analysten von Brokerworld-Online führen dies neben der allgemein negativen Stimmung am Neuen Markt darauf zurück, dass es einige zur Vorsicht ratende Einschätzungen zu diesem Wert gegeben hat. Die Experten haben sich bemüht, die einzelnen Argumente zusammenzutragen und insgesamt zu bewerten:
Ricardo.de sei ein sehr junges Unternehmen, das nach erst einem Jahr Geschäftstätigkeit den Sprung an die Börse gewagt habe. Innerhalb dieses Jahres habe es Ricardo.de geschafft, mit Abstand die Marktführerschaft in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland zu erlangen. Nächstes Ziel sei es, auch in Europa Marktführer zu werden.
Die Konkurrenz sei groß. Da sei das Auktionshaus eBay in aller Munde, das erst kürzlich einen der größten Konkurrenten in Deutschland Alando.de aufgekauft habe. Es werde davon gesprochen, dass die Markteintrittsbarrieren gering seien und daher praktisch jeder von heute auf morgen ein Internet-Auktionshaus ins Leben rufen könnte. Zusätzlich die Tatsache, dass es sich um ein junges Unternehmen handele und schon deshalb geringere Planungssicherheit als bei alteingesessenen Unternehmen bestehe.
Auf der anderen Seite handele es sich bei Ricardo.de um ein reinrassiges Internet-Unternehmen. In diesem schnelllebigen Zukunftsmarkt gelte ein Jahr wie vier normale Geschäftsjahre. Zudem sei speziell Europa, und damit auch Deutschland als größter Internet-Markt Europas, im Bereich e-commerce hinter dem Vorreiter USA weit abgeschlagen. Damit ergebe sich vor allem mit Fokus auf fallende Internet-Zugangskosten ein immenses Wachstum in diesem Bereich.
Zur Konkurrenz: Wegen der niedrigen Markteintrittsbarrieren existierten allein in Deutschland ca. 40 Online-Auktionshäuser. Ricardo.de habe es geschafft, sich aus dieser Masse heraus als Marktführer zu etablieren, und das mit Abstand. Nach Auffassung der Analysten sei dies ein Indikator dafür, dass Ricardo.de auch neben zukünftig entstehenden Konkurrenten bestehen könne. Zumal sich viele der Konkurrenten, wie z.B. auch Alando.de lediglich auf einen Teil des Angebots von Ricardo.de konzentrierten (Alando.de nur private-to-private, Ricardo.de auch business-to-private und demnächst auch business-to-business). Zusätzlich biete Ricardo.de als besonderes feature weltweit einzigartig live-moderierte Auktionen an. (Diese hätten neben der Auktion selbst auch noch Unterhaltungswert.)
Das 1. Geschäftsjahr von Ricardo.de sei am 30.06.99 zuende gegangen. Die Zahlen seien zur Zeit noch nicht veröffentlicht. Es werde ein Umsatz von 2,9 Mio. Euro bei einem Verlust je Aktie von 0,16 Euro erwartet. In den kommenden zwei Jahren wolle das Unternehmen den Umsatz um jährlich 277% auf 41,36 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2000/2001 steigern. Im diesem Jahr solle auch erstmals ein Gewinn je Aktie in Höhe von 0,46 Euro erwirtschaftet werden. Für das Kalenderjahr 2000 umgerechnet ergebe sich daraus ein Gewinn je Aktie in Höhe von 0,16 Euro und damit ein KGV von 175 bei 28,- Euro. Das KGV bei Betrachtung des Geschäftsjahres 2000/2001 liege bei 60,9. Die Umsatzmultiple unter Umrechnung des Umsatzes auf das Kalenderjahr 2000 liege bei 8,5.
Fazit: Die Experten sind trotz der angeführten Risiken positiv für Ricardo.de gestimmt und glauben, dass sich der Wert durchsetzen wird. Dennoch handele es sich um ein spekulatives Investment. Interessierte Anleger müssten mit großen Schwankungen und auch mit Kurssprüngen rechnen. Käufe sollten streng limitiert werden. Das 6-Monats-Kursziel laute 50,- Euro.
Der Ausgabepreis der zu 87 % aus Kapitalerhöhung stammenden Aktien lag bei 28,- Euro. Trotz Graumarktkursen in der Spitze bis über 60,- Euro, gab der Wert nach den ersten Handelstagen bis knapp unter Emissionsniveau nach. Die Analysten von Brokerworld-Online führen dies neben der allgemein negativen Stimmung am Neuen Markt darauf zurück, dass es einige zur Vorsicht ratende Einschätzungen zu diesem Wert gegeben hat. Die Experten haben sich bemüht, die einzelnen Argumente zusammenzutragen und insgesamt zu bewerten:
Ricardo.de sei ein sehr junges Unternehmen, das nach erst einem Jahr Geschäftstätigkeit den Sprung an die Börse gewagt habe. Innerhalb dieses Jahres habe es Ricardo.de geschafft, mit Abstand die Marktführerschaft in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland zu erlangen. Nächstes Ziel sei es, auch in Europa Marktführer zu werden.
Auf der anderen Seite handele es sich bei Ricardo.de um ein reinrassiges Internet-Unternehmen. In diesem schnelllebigen Zukunftsmarkt gelte ein Jahr wie vier normale Geschäftsjahre. Zudem sei speziell Europa, und damit auch Deutschland als größter Internet-Markt Europas, im Bereich e-commerce hinter dem Vorreiter USA weit abgeschlagen. Damit ergebe sich vor allem mit Fokus auf fallende Internet-Zugangskosten ein immenses Wachstum in diesem Bereich.
Zur Konkurrenz: Wegen der niedrigen Markteintrittsbarrieren existierten allein in Deutschland ca. 40 Online-Auktionshäuser. Ricardo.de habe es geschafft, sich aus dieser Masse heraus als Marktführer zu etablieren, und das mit Abstand. Nach Auffassung der Analysten sei dies ein Indikator dafür, dass Ricardo.de auch neben zukünftig entstehenden Konkurrenten bestehen könne. Zumal sich viele der Konkurrenten, wie z.B. auch Alando.de lediglich auf einen Teil des Angebots von Ricardo.de konzentrierten (Alando.de nur private-to-private, Ricardo.de auch business-to-private und demnächst auch business-to-business). Zusätzlich biete Ricardo.de als besonderes feature weltweit einzigartig live-moderierte Auktionen an. (Diese hätten neben der Auktion selbst auch noch Unterhaltungswert.)
Das 1. Geschäftsjahr von Ricardo.de sei am 30.06.99 zuende gegangen. Die Zahlen seien zur Zeit noch nicht veröffentlicht. Es werde ein Umsatz von 2,9 Mio. Euro bei einem Verlust je Aktie von 0,16 Euro erwartet. In den kommenden zwei Jahren wolle das Unternehmen den Umsatz um jährlich 277% auf 41,36 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2000/2001 steigern. Im diesem Jahr solle auch erstmals ein Gewinn je Aktie in Höhe von 0,46 Euro erwirtschaftet werden. Für das Kalenderjahr 2000 umgerechnet ergebe sich daraus ein Gewinn je Aktie in Höhe von 0,16 Euro und damit ein KGV von 175 bei 28,- Euro. Das KGV bei Betrachtung des Geschäftsjahres 2000/2001 liege bei 60,9. Die Umsatzmultiple unter Umrechnung des Umsatzes auf das Kalenderjahr 2000 liege bei 8,5.
Fazit: Die Experten sind trotz der angeführten Risiken positiv für Ricardo.de gestimmt und glauben, dass sich der Wert durchsetzen wird. Dennoch handele es sich um ein spekulatives Investment. Interessierte Anleger müssten mit großen Schwankungen und auch mit Kurssprüngen rechnen. Käufe sollten streng limitiert werden. Das 6-Monats-Kursziel laute 50,- Euro.
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