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Sa, 18. April 2026, 2:51 Uhr

RHEIN BIOTECH NV EO-,48

WKN: 919544 / ISIN: NL0000230324

Rhein Biotech spekulativ kaufen


22.04.02 14:42
toptrading.de

Die Analysten von "toptrading.de" empfehlen spekulativ orientierten Anlegern jetzt erste Positionen bei Rhein Biotech (WKN 919544) aufzubauen.

Bei den Biotechnologie-Titeln habe Rhein Biotech stets zu den Ausnahmen gehört: Zum einen arbeite der Impfstoffhersteller bereits profitabel, zum anderen habe der Wert lange Zeit deutlich über seinem Ausgabepreis notiert - dieser habe vor gut drei Jahren bei 30 Euro gelegen. Doch die Zeiten hätten sich geändert. Rhein Biotech sei zwar immer noch eines der wenigen profitablen und aussichtsreichen Biotechnologie-Unternehmen am deutschen Wachstumsmarkt. Das in Maastricht ansässige Unternehmen verfüge über eine starke Technologieplattform und sei spätestens durch die im Frühjahr 2000 getätigte Übernahme von 80% des größten koreanischen Impfstoffherstellers GreenCross Vaccine zu einem der weltweit größten Hersteller von Hepatits-B-Impfstoffen aufgestiegen.

Neben den bereits am Markt platzierten drei Produkten (gegen Hepatits B, Windpocken und japanische Enzephalitis) sei auch die Produktpipeline gut gefüllt. Mit "Chiron Vaccines" werde beispielsweise ein vielversprechendes Präparat, das gleichzeitig gegen die Krankheiten Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B und Hirnhautentzündung schützen solle, entwickelt. Damit decke Rhein Biotech die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung bis hin zu marktreifen Produkten ab. Der Kursverlauf der letzten Monate spreche allerdings eine andere Sprache.

Im Herbst 2002 habe der Wert noch bei knapp 150 Euro notiert, zur Jahreswende habe der Kurs noch bei 78 Euro gelegen. Anfang Februar hätten Gerüchte über eine angebliche Gewinnwarnung zu einem neuerlichen Kursrutsch geführt. Die Warnung sei allerdings ausgeblieben, doch auch das Ende März präsentierte Zahlenwerk habe die Investoren nicht überzeugen können. Rhein Biotech habe im Geschäftsjahr 2001 ein Umsatzwachstum von 36,4% auf 82,3 Mio. Euro erzielt. Der Bruttogewinn habe sich um 21,7% auf 48,0 Mio. Euro erhöht. Das EBIT sei infolge hoher Investitionen, einmaliger Abschreibungen auf Vorräte aus dem vierten Quartal und steigendem Margendruck bei Nicht-Hepatitis- B-Produkten von 10,7 Mio. auf 7,5 Mio. Euro zurückgefallen und sei damit um 25% von den Durchschnittsschätzungen abgewichen.

2002 solle der Umsatz zwar 15 bis 20% zulegen, der Nettogewinn werde, bedingt durch hohe Kosten für klinische Studien, jedoch stagnieren. Ab dem kommenden Jahr solle die Wachstumsdynamik bei Umsatz und Gewinn getrieben durch neue Impfstoffe wieder deutlich zunehmen. Noch in diesem Jahr solle eine Zwei-Dosen-Variante des Hepatitis-B-Impfstoffs den Markteintritt schaffen - dieser solle erstmals schon nach zwei Spritzen ausreichend Schutz gegen das Virus bieten. Erste Phase-III-Ergebnisse hätten bereits überzeugen können.

"Die Ergebnisse der Studie sehen recht gut aus, 96% aller Geimpften sind geschützt", gebe sich der CEO Daan Ellens zuversichtlich. Im kommenden Jahr würden möglicherweise zwei weitere Produkte folgen sollen. Diese hätten aber ein Marktpotenzial von bis zu 500 Mio. Euro pro Jahr. 2005 wolle Rhein Biotech einen Gesamtumsatz von 200 Mio. Euro erwirtschaften bei einem Nettogewinn von rund 35 Mio. Euro. Das Unternehmen habe zuletzt enttäuscht und damit das Vertrauen der Anleger erschüttert. Jetzt müsse es erst einmal nachweisen, dass die selbst gesteckten Ziele auch erreicht würden. Nicht unterschätzt werden dürfe dabei das Risiko, dass die wichtigsten Projekte noch viel Zeit für die Entwicklung benötigen würden.

Verzögerungen oder sogar ein Ausfall würden zu einer weiteren Kursbelastung führen. Die Talfahrt habe schließlich Anfang der vergangenen Woche ihren bislang traurigen Höhepunkt gefunden: Der Kurs sei bis auf ein Jahrestief bei 34,31 Euro abgerutscht. "Eine Kombination aus unglücklicher Kommunikation und allgemeiner Marktschwäche", so ein Analyst. Der Impfstoffhersteller selbst führe den Einbruch darauf zurück, dass die Haltefrist eines Großaktionärs in der letzten Woche abgelaufen sei. Auch wenn der Großaktionär GreenCross Unternehmensangaben zufolge nicht selbst im Markt aktiv sei, herrsche nach den jüngsten Hiobsbotschaften am Neuen Markt bei den Börsianern große Unsicherheit darüber, was mit den Aktien passiere.

Charttechnisch sei der Titel angeschlagen. Schließe die Aktie in den nächsten Tagen unter 35 Euro, seien aus technischer Sicht weitere Kursverluste nicht auszuschließen. Vor dem Hintergrund saisonaler Einflüsse im Impfstoffgeschäft erwarten die Analysten zudem ein schwaches erstes Quartal 2002. Dies müsste allerdings in dem aktuellen Kurs eingepreist sein. Mittel- und langfristig sollte die starke internationale Marktstellung sowie die gut gefüllte Produktpipeline den Wert wieder auf die richtige Bahn bringen.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der niedrigen Bewertung, bauen spekulativ orientierte Anleger jetzt erste Positionen bei Rhein Biotech auf, so die Analysten von "toptrading.de". Den Stopp-Kurs solle man bei 29 Euro setzen.





 
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