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Fr, 17. April 2026, 20:01 Uhr

Rentenmärkte konsolidierten weiter


22.07.05 15:58
BW Bank

Nach der Korrektur der Vorwochen konsolidierten die Rentenmärkte in dieser Woche, so die Analysten der BW Bank.

Die relativ wenigen fundamentalen Daten (Baugenehmigungen, wöchentliche Arbeitsmarktdaten und Frühindikatoren in den USA) würden auf eine bessere konjunkturelle Entwicklung in den kommenden Monaten hindeuten, hätten den Rentenmarkt aber nur wenig bewegt. Sehr viel größere Aufmerksamkeit habe Mitte der Woche die Rede Greenspans zur US-Wirtschaftslage auf sich gezogen. Danach sei mit weiteren Leitzinsanhebungen zu rechnen. Zudem habe die chinesische Notenbank am Donnerstag mit einer Aufwertung ihrer Währung zum US-Dollar um 2 Prozent überrascht, und die vermeintlichen Versuche weiterer Anschläge auf das Londoner Verkehrnetz hätten den Markt kurzfristig verunsichert. Die heftigen Intraday-Bewegungen hätten sich im Wochenverlauf neutralisiert, so dass der Bund-Future im Wochenvergleich kaum verändert notiert habe. Die durchschnittliche Umlaufrendite sei im Wochenvergleich um 2 Stellen auf nunmehr 3,05 Prozent gefallen.

Nach dieser Woche der Konsolidierung bleibe das mittelfristige charttechnische Bild für europäische Renten indifferent (Konsolidierungsdreieck oder Doppeltop als Umkehrformation). Der hohe entstehende Kapitalüberhang im europäischen Rentenmarkt in diesem Monat scheine partiell in den europäischen Aktienmarkt zu fließen. Die Anleihenrenditen würden aus fundamentaler Sicht absurd niedrig auf Rezessionsniveau liegen. Zwar hänge das Damoklesschwert einer hohen Verschuldung der privaten Haushalte über der konjunkturellen Entwicklung in den USA, doch wachse China weiter dynamisch, erhole sich Japan sukzessive und könne Europa im kommenden Jahr wieder kräftiger wachsen.


 
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