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Fr, 17. April 2026, 15:13 Uhr

Rentenmärkte gestärkt


13.07.01 13:40
GZ-Bank

Die europäischen Zinsfutures wurden in der vergangenen Woche von den Turbulenzen in einigen Schwellenländern und von den Aktienmärkten bestimmt, so die Analysten der GZ-Bank.

An den Finanzmärkten hätten sich die Erwartungen verdichtet, Argentinien könnte seinem Schuldendienst nicht mehr nachkommen. Aus Angst vor einer drohenden Zahlungsunfähigkeit hätten die Anleger derzeit in den sicheren Hafen europäischer Rentenwerte umgeschichtet. Im weiteren Wochenverlauf hätten die Kurse der Festverzinslichen leicht nachgegeben, da einige US-Firmen mit unerwartet positiven Quartalsergebnissen hätten aufhorchen lassen und dies die Aktienkurse beflügelt habe. Die Unternehmen in den Vereinigten Staaten versuchten derzeit in zunehmendem Umfang ihre Gewinnmargen durch Kürzungen ihrer Belegschaften zu verteidigen. Dies belege die in der ersten Juli-Woche deutlich die gestiegene Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung.

In dieser Woche dürften die US-Konjunkturdaten einen stärkeren Einfluss auf die europäischen Rentenwerte haben. Die Industrieproduktion dürfte ihren Abwärtstrend in einer allerdings abgeschwächten Dynamik beibehalten. Darauf verweise der US-Einkaufsmanagerindex. Dieser habe sich auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Infolge der anhaltenden Produktionsdrosselung sei ein Rückgang der Kapazitätsauslastung auf 76,5% zu erwarten. Insbesondere in den Technologiebranchen dürfte der Abbau der Überkapazitäten noch anhalten.

Die Kurse der Europäischen Rentenwerte dürften sich aufgrund der eher enttäuschend ausfallenden US-Konjunkturdaten und den anhaltenden Turbulenzen in den Emerging-Markets behaupten. Der konservative Anleger sollte aufgrund des sich derzeit weiterhin eintrübenden Konjunkturumfeldes mittlere bis längere Laufzeiten übergewichten.