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So, 19. April 2026, 16:05 Uhr

RTS

WKN: A0YLBP / ISIN: RU000A0JPEB3

RTS technische Analyse


09.05.11 09:41
Santander Bank

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Mit dem deutlichen Rückgang des Ölpreises letzte Woche musste auch der russische Leitindex RTS (ISIN RU000A0JPEB3 / WKN nicht bekannt) aufgrund der hohen Gewichtung von Rohstofftiteln deutliche Einbußen hinnehmen, berichten die Analysten der Santander Bank im aktuellen "MarketFlash".

Vom Hoch Mitte April habe er damit fast 12% verloren und liege seit Jahresanfang "nur" noch mit 6,5% im Plus. Grund zur Sorge sei das aber noch nicht, denn der langfristige Aufwärtstrend, dessen untere Begrenzungslinie aktuell bei 1.808 Punkten notiere (wöchentlich steigend), sei weiterhin intakt. Die markttechnischen Indikatoren würden sich jedoch infolge der Abwärtsbewegung etwas abschwächen. Der hohe Überhang an Aufwärtspotenzial und -dynamik, der vonseiten der längerfristigen Trendindikatoren signalisiert werde, werde leicht abgebaut. Deutlich negativere Impulse kämen derzeit vonseiten der mittelfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren. So seien der RSI und die Stochastiks abwärts gerichtet und würden eine intakte Abwärts-Bewegungsdynamik signalisieren.

Ein Test der unteren Aufwärtstrendlinie in den kommenden Wochen werde daher kaum vermeidbar sein. Man rechne aufgrund des langfristigen positiven Trendumfelds nicht mit einer Auflösung, zumal in der Nähe der Aufwärtstrends die gewichtete 52-Wochen-Linie (aktuell bei 1.783 Punkten) eine zusätzliche Stütze sein dürfte. Im Anschluss an den Test sollte der RTS wieder zulegen und auch über 2.000 Punkte steigen können. Selbst ein Anstieg in Richtung 2.300 Punkte schließe man in diesem Jahr nicht aus. Sollte es wider Erwarten zu einer signifikanten Auflösung des Aufwärtstrends kommen, müsse der Markt nicht zwangsläufig abgeschrieben werden, denn der russische Aktienmarkt sei bekannt für seine schnellen Richtungswechsel. Solch einen habe er zuletzt im vergangenen Jahr vollzogen.

Durch den deutlichen Kursrückgang in den letzten Handelstagen liege bereits ein Überverkauft-Szenario vor, was kurzfristig etwas für Entspannung sorgen könnte. Vor allem die Stochastiks hätten ein gewisses Niveau erreicht, auf das in der Vergangenheit meist eine Aufwärts-Gegenbewegung gefolgt sei. Ob diese dann bereits der Wendepunkt für den RTS darstelle, sei fraglich, denn der MACD und das Momentum seien in den negativen Bereich eingetreten und würden weiter fallen. Nach einem kurzen Aufbäumen, das bis knapp 2.000 Punkte reichen könnte, dürfte wieder eine Abwärtsbewegung eingeleitet werden. Solange dabei der langfristige Aufwärtstrend bzw. die gewichtete 52-Wochen-Linie verteidigt werde, seien im weiteren Jahresverlauf höhere Notierungen zu erwarten. Dieser Markt sei jedoch nichts für schwache Nerven. (Ausgabe vom 06.05.2011) (09.05.2011/ac/a/m)



 
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