RHÖN-KLINIKUM Demografie im Blick
23.08.10 10:15
Oldenburgische Landesbank
Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank rät die Aktie von RHÖN-KLINIKUM aufzustocken.
Deutschlands Bevölkerung altere, der medizinische Fortschritt gehe weiter und die öffentliche Hand sei zunehmend klamm. Ergo sollte sich mit Krankenhäusern mittel- und langfristig gutes Geld verdienen lassen.
So auch in 2010, in den ersten beiden Quartalen habe das RHÖN-KLINIKUM einen Netto-Gewinn von 68,04 Mio. Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahr entspreche dies einem Zuwachs von 9,7%. Gleichzeitig habe auch der Umsatz um 10,7% auf 1,26 Mrd. Euro erhöht werden können. Der Konzern weise also organisches Wachstum auf und beweise gleichzeitig, dass Krankenhäuser durchaus rentabel betrieben werden könnten.
Die Eigenkapitalquote liege bei ordentlichen 48,4%. Die Nettofinanzverbindlichkeiten würden 558 Mio. Euro betragen. Dabei sei die Akquisitionstour im laufenden Geschäftsjahr merklich ins Stocken geraten. Bislang habe man nur eine Klinik für 100 Mio. Euro erworben, womit noch 900 Mio. Euro für Übernahmen bereitlägen, die Anfang des Jahres durch eine Kapitalerhöhung eingesammelt worden seien. Das angepeilte Gewinnziel für 2010 von 145 Mio. Euro werde man dennoch erreichen.
Auch für die kommenden Jahre sehe man sich gut aufgestellt und erwarte trotz der anstehenden Gesundheitsreform steigende Gewinne. Aktuell stehe man in Verhandlungen mit der Uni-Klinik Kiel und dem städtischen Träger. Die angespannte Haushaltslage der Stadt könnte einen Verkauf weiter vorantreiben.
Ursprünglich sollten aus der Kapitalerhöhung drei Kliniken in Bayern erworben werden. Der zuständige Landkreis Rottal-Inn habe den Zuschlag schon erteilt, jedoch sei die Privatisierung der Krankenhäuser durch einen Bürgerentscheid gestoppt worden. Da diese Häuser allerdings defizitär arbeiten würden, sei der geplatzte Deal an der Börse positiv aufgenommen worden.
Bislang seien lediglich die Medigreif-Kliniken und ein einzelnes Hospital erworben worden. Es sei aber davon auszugehen, dass sich noch weitere Akquisitionen ergeben würden. Zukäufe um jeden Preis lehne das Management von RHÖN-KLINIKUM sinnigerweise ab. Aktuell betreibe RHÖN-KLINIKUM 51 Krankenhäuser. Vor dem Hintergrund der massiven Sparanstrengungen seitens der Politik, sei davon auszugehen, dass sich im nächsten Jahr mehrere Kommunen von ihren Krankenhäusern trennen wollten und müssten. Die Akquisitionschancen würden sich dadurch sukzessive verbessern. Die Analysten würden an ihrer positiven Einschätzung festhalten.
Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank raten die Aktie von RHÖN-KLINIKUM aufzustocken. (Analyse vom 23.08.2010) (23.08.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Deutschlands Bevölkerung altere, der medizinische Fortschritt gehe weiter und die öffentliche Hand sei zunehmend klamm. Ergo sollte sich mit Krankenhäusern mittel- und langfristig gutes Geld verdienen lassen.
So auch in 2010, in den ersten beiden Quartalen habe das RHÖN-KLINIKUM einen Netto-Gewinn von 68,04 Mio. Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahr entspreche dies einem Zuwachs von 9,7%. Gleichzeitig habe auch der Umsatz um 10,7% auf 1,26 Mrd. Euro erhöht werden können. Der Konzern weise also organisches Wachstum auf und beweise gleichzeitig, dass Krankenhäuser durchaus rentabel betrieben werden könnten.
Die Eigenkapitalquote liege bei ordentlichen 48,4%. Die Nettofinanzverbindlichkeiten würden 558 Mio. Euro betragen. Dabei sei die Akquisitionstour im laufenden Geschäftsjahr merklich ins Stocken geraten. Bislang habe man nur eine Klinik für 100 Mio. Euro erworben, womit noch 900 Mio. Euro für Übernahmen bereitlägen, die Anfang des Jahres durch eine Kapitalerhöhung eingesammelt worden seien. Das angepeilte Gewinnziel für 2010 von 145 Mio. Euro werde man dennoch erreichen.
Ursprünglich sollten aus der Kapitalerhöhung drei Kliniken in Bayern erworben werden. Der zuständige Landkreis Rottal-Inn habe den Zuschlag schon erteilt, jedoch sei die Privatisierung der Krankenhäuser durch einen Bürgerentscheid gestoppt worden. Da diese Häuser allerdings defizitär arbeiten würden, sei der geplatzte Deal an der Börse positiv aufgenommen worden.
Bislang seien lediglich die Medigreif-Kliniken und ein einzelnes Hospital erworben worden. Es sei aber davon auszugehen, dass sich noch weitere Akquisitionen ergeben würden. Zukäufe um jeden Preis lehne das Management von RHÖN-KLINIKUM sinnigerweise ab. Aktuell betreibe RHÖN-KLINIKUM 51 Krankenhäuser. Vor dem Hintergrund der massiven Sparanstrengungen seitens der Politik, sei davon auszugehen, dass sich im nächsten Jahr mehrere Kommunen von ihren Krankenhäusern trennen wollten und müssten. Die Akquisitionschancen würden sich dadurch sukzessive verbessern. Die Analysten würden an ihrer positiven Einschätzung festhalten.
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