Qiagen Downgrade
04.07.02 09:06
Consors Capital
Die Analysten von Consors Capital nehmen für die Aktie von Qiagen (WKN 901626) ein Downgrade von "kaufen" auf "halten" vor.
Die niederländische Qiagen habe am Mittwoch zum zweiten Mal nach dem schrecklichen Terroranschlag in den USA im September 2001 ihre Umsatz- und Gewinnprognosen gesenkt. Als Grund hierfür habe Qiagen die hinter den eigenen Erwartungen zurückbleibende Investitionstätigkeit der großen US-amerikanischen pharmazeutischen Unternehmen genannt, die rund 25% zum konsolidierten Umsatz beitragen würden.
Besonders betroffen von dieser restriktiven Investitionstätigkeit seien nach Unternehmensaussagen die beiden Bereiche Instrumente und Oligonukleotide. Der Umsatz des Kernbereichs (Verbrauchsmaterialien zur Aufbereitung und Reinigung von Nukleinsäuren) habe in den USA nach vorläufigen Angaben im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 22% gesteigert werden können.
Obwohl Qiagen nach eigenen Aussagen davon ausgehe, dass mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mit einer Belebung der Nachfrage noch in diesem Jahr, jedoch spätestens mit Beginn des nächsten Kalenderjahres, zu rechnen sei, habe Qiagen neben den erst im Januar 2002 veröffentlichten Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Jahr auch die erwarteten Wachstumsraten für das folgende Geschäftsjahr reduziert. Die Analysten von Consors Capital haben ihre Schätzungen für die kommenden Jahre entsprechend den Erwartungen des Unternehmens ebenfalls deutlich gesenkt.
Basierend auf den neuen Schätzungen hätten die Analysten mittels ihres DCF-Modells einen neuen fairen Wert je Aktie in Höhe von 11,05 Euro ermittelt. Der Ermittlung des fairen Aktienkurses liege hierbei für den Zeitraum 2002 bis 2006 den Analysten-Schätzungen zugrunde. Für den Zeitraum 2007 bis 2016 habe man eine Wachstumsrate für den Free Cash Flow von 15% angenommen, ab dem Jahr 2017 sei ein Nullwachstum unterstellt worden. Das Hauptszenario basiere auf einem Diskontierungsfaktor von 10,5%. Der Berechnung des Diskontierungsfaktor lägen folgende Annahmen zugrunde: Risikoloser Zinssatz (deutsche Staatsanleihe mit 10-jähriger Laufzeit) 4,97%, Risikoprämie 5%, Beta gegenüber NEMAX 50 1,3 und Wechselkurs Euro/USD 0,9865.
Um die Abhängigkeit des fairen Wertes von den getroffenen Annahmen aufzuzeigen, habe man eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Hierfür sei der Diskontierungszinssatz um jeweils einen halben Prozentpunkt sowie die ewige Wachstumsrate ab dem Jahr 2017 um einen ganzen Prozentpunkt nach oben und unten variiert worden. Der faire Wert je Aktie schwanke zwischen 9,80 Euro und 12,69 Euro.
Im Verhältnis zum Schlusskurs vom Mittwoch in Höhe von 6,98 Euro errechne sich trotz der deutlichen Reduzierung des fairen Wertes je Aktie von vorher 28,44 Euro auf jetzt 11,05 Euro ein weiterhin bestehendes Kurspotential von knapp 60%. Nach Meinung der Analysten dürfte sich aber in den nächsten Wochen der durch die wiederholte Reduzierung der Umsatz- und Gewinnprognosen entstandene Vertrauensverlust belastend auf die Aktienkursentwicklung auswirken. Auch die bereits gestartete Road-Show des Unternehmens dürfte sich kurzfristig nicht positiv auf den Kursverlauf der Qiagen-Aktie auswirken.
Das neue Kursziel betrage 8 Euro. Die Abweichung vom fairen Wert, der rein auf den fundamentalen Daten ermittelt worden sei, sehe man aufgrund des negativen Sentiments als gerechtfertigt an. Im Rahmen eines langfristig orientierten Investmentprozesses sehen man Aktienkurse unterhalb von 5,50 Euro als attraktive Kaufgelegenheit an.
Aufgrund des eher unter der Überschrift Marktpsychologie einzusortierenden Belastungsfaktors stufen die Analysten von Consors Capital die Qiagen-Aktie von vorher "kaufen" auf jetzt "halten" herab.
Die niederländische Qiagen habe am Mittwoch zum zweiten Mal nach dem schrecklichen Terroranschlag in den USA im September 2001 ihre Umsatz- und Gewinnprognosen gesenkt. Als Grund hierfür habe Qiagen die hinter den eigenen Erwartungen zurückbleibende Investitionstätigkeit der großen US-amerikanischen pharmazeutischen Unternehmen genannt, die rund 25% zum konsolidierten Umsatz beitragen würden.
Besonders betroffen von dieser restriktiven Investitionstätigkeit seien nach Unternehmensaussagen die beiden Bereiche Instrumente und Oligonukleotide. Der Umsatz des Kernbereichs (Verbrauchsmaterialien zur Aufbereitung und Reinigung von Nukleinsäuren) habe in den USA nach vorläufigen Angaben im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 22% gesteigert werden können.
Obwohl Qiagen nach eigenen Aussagen davon ausgehe, dass mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mit einer Belebung der Nachfrage noch in diesem Jahr, jedoch spätestens mit Beginn des nächsten Kalenderjahres, zu rechnen sei, habe Qiagen neben den erst im Januar 2002 veröffentlichten Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Jahr auch die erwarteten Wachstumsraten für das folgende Geschäftsjahr reduziert. Die Analysten von Consors Capital haben ihre Schätzungen für die kommenden Jahre entsprechend den Erwartungen des Unternehmens ebenfalls deutlich gesenkt.
Um die Abhängigkeit des fairen Wertes von den getroffenen Annahmen aufzuzeigen, habe man eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Hierfür sei der Diskontierungszinssatz um jeweils einen halben Prozentpunkt sowie die ewige Wachstumsrate ab dem Jahr 2017 um einen ganzen Prozentpunkt nach oben und unten variiert worden. Der faire Wert je Aktie schwanke zwischen 9,80 Euro und 12,69 Euro.
Im Verhältnis zum Schlusskurs vom Mittwoch in Höhe von 6,98 Euro errechne sich trotz der deutlichen Reduzierung des fairen Wertes je Aktie von vorher 28,44 Euro auf jetzt 11,05 Euro ein weiterhin bestehendes Kurspotential von knapp 60%. Nach Meinung der Analysten dürfte sich aber in den nächsten Wochen der durch die wiederholte Reduzierung der Umsatz- und Gewinnprognosen entstandene Vertrauensverlust belastend auf die Aktienkursentwicklung auswirken. Auch die bereits gestartete Road-Show des Unternehmens dürfte sich kurzfristig nicht positiv auf den Kursverlauf der Qiagen-Aktie auswirken.
Das neue Kursziel betrage 8 Euro. Die Abweichung vom fairen Wert, der rein auf den fundamentalen Daten ermittelt worden sei, sehe man aufgrund des negativen Sentiments als gerechtfertigt an. Im Rahmen eines langfristig orientierten Investmentprozesses sehen man Aktienkurse unterhalb von 5,50 Euro als attraktive Kaufgelegenheit an.
Aufgrund des eher unter der Überschrift Marktpsychologie einzusortierenden Belastungsfaktors stufen die Analysten von Consors Capital die Qiagen-Aktie von vorher "kaufen" auf jetzt "halten" herab.
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