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TUI AG AKT

WKN: 695200 / ISIN: DE0006952005

Preussag kaufen


29.05.02 09:06
SchmidtBank

Die Analysten der SchmidtBank raten die Aktien von Preussag (WKN 695200) zu kaufen.

Der Umsatz der Preussag AG im ersten Quartal 2002 in Höhe von 4,0 Mrd. Euro habe sich auf die einzelnen Geschäftsfelder wie folgt verteilt: Touristik (52,6%), Logistik (22,4%), Energie (2,8%) und Sonstige Bereiche (u.a. Handel, 22,2%). Größter Aktionär mit einem Anteil von ca. 33% sei eine Tochter der Westdeutschen Landesbank. Institutionelle Anleger hielten rund die Hälfte der Anteilscheine, ca. 15% befänden sich im Besitz privater Aktionäre. Um der hohen Bedeutung der Touristiksparte auch im Namen des Unternehmens Rechnung zu tragen, schlage Preussag der kommenden Hauptversammlung eine Umfirmierung in TUI AG vor.

In den ersten drei Monaten das laufenden Geschäftsjahres habe sich der Umsatz um 14,2% auf 4,0 Mrd. Euro reduziert. Der Verlust pro Aktie habe sich um 44,8% auf 0,42 Euro ausgeweitet. Der Hauptgrund sei jeweils die zurückhaltende Nachfrage nach Reisen in der Wintersaison 2001/2002 gewesen. Sowohl die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als auch die Ereignisse des 11. Septembers hätten die Reiselust weiter Bevölkerungsteile gedämpft.

Der Markt für Billigflüge habe in den letzten Jahren in Europa hohe Zuwachsraten aufgewiesen. Gegenwärtig würden die beiden bedeutendsten Anbieter Ryanair und Easy jet ihr Engagement in Deutschland verstärken. Aufgrund der positiven Aussichten für dieses Marktsegment erwäge Preussag den Aufbau oder die Übernahme einer Billigfluglinie. Bisher sei Preussag lediglich im Charterflugverkehr u.a. mit Hapag-Lloyd Flug und Britannia Airways aktiv. Durch den Einstieg in das neue Marktsegment würde sich das Unternehmen erstmals auch an Geschäftsreisende wenden. Für einen Einstieg in das neue Marktsegment spreche auch, dass Preussag den Austausch des Großteils der bestehenden Flotte von gegenwärtig 88 Maschinen in den Jahren 2004 bis 2010 plane. Durch den Aufbau einer Billigfluglinie und die dadurch bedingt höhere Nachfrage nach Fluggerät wäre es dem Unternehmen möglich, bei den Flugzeugherstellern günstige Konditionen zu erhalten.

Das Buchungsverhalten der Kunden im Touristikbereich sei gegenwärtig dadurch gekennzeichnet, dass die Reisen erst kurz vor Antritt bestellt würden. Vorhersagen für den Verlauf des Geschäfts in dieser Sparte seien daher mit hoher Unsicherheit behaftet. Auch würden Ereignisse wie das Attentat auf Djerba am 11. April nicht dazu beitragen, die Nachfrage nach Touristikleistungen zu stabilisieren. Gegenwärtig lägen die Umsätze der Buchungen für die Sommersaison 7,9% unter dem Vorjahr.

Im wichtigsten europäischen Reisemarkt Deutschland betrage der Rückstand sogar 14,2%. Da dieser aber um rund 16% eingebrochen sei, sei Preussag eine Ausweitung des Marktanteils gelungen. Als Ziel für das Gesamtjahr plane Preussag beim Ergebnis der Geschäftsbereiche eine zumindest konstante Größe. Hierin inbegriffen seien aber auch Sondererlöse aus dem Verkauf von Unternehmen. Für das Folgejahr erwarte Preussag eine deutliche Ergebnisverbesserung bedingt durch das wohl wieder anziehende Touristikgeschäft.

Der Aktienkurs habe im bisherigen Jahresverlauf um ca. 3% zugelegt und sich etwas besser als der DAX entwickelt. Der Kursverlauf sei durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet gewesen, die sich in einem Höchstkurs von 35,67 Euro und Tiefkurs von 28,45 Euro ausgedrückt habe. Auf Basis der Gewinnschätzung für 2003 weise die Preussag-Aktie ein KGV von 12,6 auf. Sie erscheine damit günstig bewertet. Jedoch sei darauf hinzuweisen, dass terroristische Anschläge eine deutliche Einschränkung der Reiselust und damit eine Belastung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens bedeuten würden. Andererseits prognostiziere die World Tourism Organisation bis zum Jahr 2020 einen Anstieg der Reisenden von über 4% p.a.

Aufgrund des gedrückten Kursniveaus und der positiven Zukunftsaussichten empfehlen die Analysten der SchmidtBank dem risikobereiten Anleger die Preussag-Aktie zum Kauf.





 
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