PLAYBOY ENTERPRISES INC HLDG
WKN: 879359 / ISIN: US7281173002Playboy Enterprises Fusion mit Friend Finder?
21.07.10 09:13
Geldanlage-Report
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten vom "Geldanlage-Report" gleicht ein Kauf der Aktie von Playboy Enterprises auf aktuellem Niveau einem Lotteriespiel.
Im derzeit eher schwachen US-Aktienmarkt würden Top-Performer sofort aus der Masse der Werte herausstechen. Erst recht, wenn es sich bei der betreffenden Aktie um einen so prominenten Namen wie Playboy handle. Scheinbar aus dem Nichts sei die Aktie am Montag um knapp 40 Prozent von vier auf 5,50 USD explodiert.
Dahinter stecke wie so oft am viel zitierten "Merger Monday" in den USA eine Übernahme bzw. der Plan für eine Übernahme. Playboy-Gründer Hugh Hefner habe bereits seit längerem angekündigt, dass er das Unternehmen in seinen Privatbesitz zurückführen möchte. Nun müsse Hefner aber wohl tiefer in die Tasche greifen als ihm das recht sein dürfte, denn mit Friend Finder Network habe sich ein Konkurrent zu Wort gemeldet, der den Playboy ebenfalls unter seine Fittiche nehmen möchte.
Hinter Friend Finder stehe kein geringerer als der Erzkonkurrent Penthouse, die Nummer zwei im Bereich der Erotikmarken. 210 Mio. USD biete Marc Bell, der Vorstandschef des Konkurrenten - und damit mehr als Hefner, der 185 Mio. USD bezahlen möchte. Friend Finder setze auf eine Einigung mit Hefner und wolle diesem sowohl die redaktionelle Kontrolle als auch den Wohnsitz im Playboy Imperium überlassen. Ob es dazu kommen werde, sei jedoch mehr als fraglich. Hefner habe bereits zuvor angekündigt, dass er weder sein Aktienpaket verkaufen noch den Playboy mit einem anderen Unternehmen verschmelzen möchte.
Das Problem für Hefner: Der Playboy habe zuletzt mit sinkenden Auflagen und Werbeeinnahmen zu kämpfen gehabt und rote Zahlen geschrieben. Aus betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten könnte eine Übernahme/Fusion also durchaus Sinn machen. Die Aktionäre würden sich unterdessen wohl auf eine Hängepartie einstellen, denn die Börsenbewertung der Aktie liege mit aktuell 156 Mio. USD immer noch relativ deutlich unter den beiden Geboten.
Bei allem Respekt vor Hefner: Das Geschäftsmodell von Friend Finder gefalle den Experten ausgezeichnet. Das Unternehmen sei im Bereich Social Networking aktiv und verfüge über eines der größten Netzwerke im Bereich Erotik. Die Top-Seiten seien dabei FriendFinder.com und AdultFriendFinder.com. Geld verdiene das Unternehmen mit so genannten Affiliate-Programmen. Friend Finder verfüge über rund 200.000 Affiliates und betreibe über 30.000 Webseiten.
Bell bringe seine Idee folgendermaßen auf den Punkt: "Durch den enormen Traffic und die hohe Zahl an Konsumenten auf unseren Seiten erhalten wir einen enormen Marketing-Push, wenn wir Playboy in unser Portfolio integrieren können." Und weiter: "Der Wert des Unternehmens liegt nicht im Magazin sondern im Markennamen."
So gut die Idee und das Konzept von Bell auch sein möge: Der Weg führe nicht an Hefner vorbei, denn der besitze 70 Prozent der mit einem Stimmrecht versehenen Class A-Aktien. Die entscheidende Frage sei: Könnten Bell und seine Kollegen den 84-jährigen Hefner davon überzeugen, sein Lebenswerk zu verkaufen? Das dürfte zumindest ein hartes Stück Arbeit werden. Gelinge es, würden weitere Kursgewinne winken. Gelinge es nicht, könnte eine für den Aktienkurs schädliche Pattsituation entstehen.
Die Ausgangslage ist spannend, allerdings gleicht ein Kauf der Playboy Enterprises-Aktie auf aktuellem Niveau eher einem Lotteriespiel, so die Experten vom "Geldanlage-Report". (Analyse vom 21.07.2010) (21.07.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Im derzeit eher schwachen US-Aktienmarkt würden Top-Performer sofort aus der Masse der Werte herausstechen. Erst recht, wenn es sich bei der betreffenden Aktie um einen so prominenten Namen wie Playboy handle. Scheinbar aus dem Nichts sei die Aktie am Montag um knapp 40 Prozent von vier auf 5,50 USD explodiert.
Dahinter stecke wie so oft am viel zitierten "Merger Monday" in den USA eine Übernahme bzw. der Plan für eine Übernahme. Playboy-Gründer Hugh Hefner habe bereits seit längerem angekündigt, dass er das Unternehmen in seinen Privatbesitz zurückführen möchte. Nun müsse Hefner aber wohl tiefer in die Tasche greifen als ihm das recht sein dürfte, denn mit Friend Finder Network habe sich ein Konkurrent zu Wort gemeldet, der den Playboy ebenfalls unter seine Fittiche nehmen möchte.
Hinter Friend Finder stehe kein geringerer als der Erzkonkurrent Penthouse, die Nummer zwei im Bereich der Erotikmarken. 210 Mio. USD biete Marc Bell, der Vorstandschef des Konkurrenten - und damit mehr als Hefner, der 185 Mio. USD bezahlen möchte. Friend Finder setze auf eine Einigung mit Hefner und wolle diesem sowohl die redaktionelle Kontrolle als auch den Wohnsitz im Playboy Imperium überlassen. Ob es dazu kommen werde, sei jedoch mehr als fraglich. Hefner habe bereits zuvor angekündigt, dass er weder sein Aktienpaket verkaufen noch den Playboy mit einem anderen Unternehmen verschmelzen möchte.
Bei allem Respekt vor Hefner: Das Geschäftsmodell von Friend Finder gefalle den Experten ausgezeichnet. Das Unternehmen sei im Bereich Social Networking aktiv und verfüge über eines der größten Netzwerke im Bereich Erotik. Die Top-Seiten seien dabei FriendFinder.com und AdultFriendFinder.com. Geld verdiene das Unternehmen mit so genannten Affiliate-Programmen. Friend Finder verfüge über rund 200.000 Affiliates und betreibe über 30.000 Webseiten.
Bell bringe seine Idee folgendermaßen auf den Punkt: "Durch den enormen Traffic und die hohe Zahl an Konsumenten auf unseren Seiten erhalten wir einen enormen Marketing-Push, wenn wir Playboy in unser Portfolio integrieren können." Und weiter: "Der Wert des Unternehmens liegt nicht im Magazin sondern im Markennamen."
So gut die Idee und das Konzept von Bell auch sein möge: Der Weg führe nicht an Hefner vorbei, denn der besitze 70 Prozent der mit einem Stimmrecht versehenen Class A-Aktien. Die entscheidende Frage sei: Könnten Bell und seine Kollegen den 84-jährigen Hefner davon überzeugen, sein Lebenswerk zu verkaufen? Das dürfte zumindest ein hartes Stück Arbeit werden. Gelinge es, würden weitere Kursgewinne winken. Gelinge es nicht, könnte eine für den Aktienkurs schädliche Pattsituation entstehen.
Die Ausgangslage ist spannend, allerdings gleicht ein Kauf der Playboy Enterprises-Aktie auf aktuellem Niveau eher einem Lotteriespiel, so die Experten vom "Geldanlage-Report". (Analyse vom 21.07.2010) (21.07.2010/ac/a/a)
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Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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