Plambeck kaufen
21.11.08 11:49
VEM Aktienbank AG
München (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der VEM Aktienbank, Raimund Saier, empfiehlt weiterhin, die Aktien von Plambeck (ISIN DE000A0JBPG2 / WKN A0JBPG) zu kaufen.
Während eines Gesprächs auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt mit dem CEO Martin Billhardt und dem COO Bernd Paulsen am 11.11.2008 habe der CEO für das Gesamtjahr 2008 einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen EUR 20 Mio. und EUR 25 Mio. und einen Vorsteuergewinn (EBT) von EUR 19 Mio bis EUR 24 Mio angekündigt.
Auf den ersten Blick scheine das Ergebnis sehr zufriedenstellend. Bei näherer Betrachtung werde allerdings ersichtlich, dass der Hauptgrund für die starken Ertragszahlen im Verkauf der Beteiligung am dänischen Rotorblatthersteller SSP Technology zu finden sei. Operativ dürfte 2008 nach Ansicht der Analysten kein Gewinn erzielt werden können. Das Management begründe dies mit der Tatsache, dass projektierte Windenergieanlagen erst 2009 an die Käufer übergeben würden, da die Anfangsvergütung auf Grund einer tariflichen Neukalkulation im deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhöht werde (ab 1. Januar 2009 steige die Anfangsvergütung "Onshore" von 8 Cent auf 9,2 Cent pro Kilowattstunde).
Positiv sei, dass die aktuelle Finanzkrise an der Plambeck Neue Energien AG vorbeizugehen scheine. Die Projekte würden zum großen Teil von regionalen Banken finanziert. Diese seien von der Krise weit weniger getroffen und durchaus bereit, Kredite zu geben. Babcock & Brown Wind Partners, einer der größten Kunden, leiste ebenfalls weiterhin seine Zahlungen.
Für 2009 zeige sich das Management zuversichtlich. Windanlagen mit 114 MW würden sich "Onshore" im Bau befinden. Weitere 35 MW seien genehmigt. Für das Geschäftsjahr 2009 erwarte die Plambeck Neue Energien AG einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen EUR 29 Mio. und EUR 33 Mio. Das EBT solle sich laut Billhardt zwischen EUR 28 Mio. und EUR 32 Mio. einpendeln.
2008 sei das Unternehmen nicht in der Lage gewesen operativ die Erwartungen der Analysten der VEM Aktienbank zu erfüllen. Die Analysten seien allerdings zuversichtlich, dass ihre Gewinnschätzungen für 2009 erreicht werden könnten. Dies vor allem deshalb, weil geplante Projektübergaben von 2008 in das Jahr 2009 fallen würden. 2009 sollte das EBIT nach Meinung der Analysten EUR 29,1 Mio. betragen und ein Gewinn pro Aktie von EUR 0,53 erzielt werden können. Für das Geschäftsjahr 2008 rechne man mit einem EBIT von EUR 23,6 Mio. und einem Gewinn pro Aktie von EUR 0,43.
Wie das Management sind auch die Analysten der VEM Aktienbank der Überzeugung, dass langfristig in den Geschäftsbereichen "Offshore" und "Ausland" großes Potenzial existiert. Allerdings dürften nach Ansicht der Analysten hier erste Gewinne erst in den Geschäftsjahren 2010/2011 fließen. Notwendige Schritte bei den bestehenden Joint Ventures seien bereits eingeleitet und die im Oktober 2008 gegründete Tochter in den USA dürfte nach Meinung der Analysten langfristig ebenfalls einen positiven Einfluss auf den Geschäftsgang der Plambeck Neue Energien AG haben.
Im März 2009 werde eine Wandelanleihe fällig, welche Anfang 2004 emittiert worden sei. Der Wandlungspreis habe EUR 3,75 betragen. Aufgrund des aktuell sehr niedrigen Aktienpreises gehe man davon aus, dass der Wandler in bar abgelöst werde. Genügend Cash sei vorhanden, Verwässerung werde keine ausgelöst, aber das Geld wäre nach Meinung der Analysten sicher ertragreicher einzusetzen gewesen.
Das Kurs-Gewinnverhältnis 2008 von 3,0 zur Bewertung des Unternehmens hinzuzuziehen, erachte man als wenig aussagefähig; der Gewinn sei doch ausschließlich durch die Veräußerung der SSP Technology erwirtschaftet worden. Nichtsdestotrotz sei die Aktie günstig. Auf 2009 Basis sei die Aktie gerade einmal mit einem KGV von 2,4 bewertet. Auch falls sich die Erwartungen als zu aggressiv herausstellen sollten, wäre die Aktie nach Meinung der Analysten zu vergleichbaren Unternehmen immer noch billig. Lege man ein DCF zu Grunde, so ergebe sich ein fairer Wert von EUR 5,15 pro Aktie.
Die Analysten der VEM Aktienbank empfehlen vor allem dem risikofreudigen Anleger, die Aktien von Plambeck zu kaufen. (Analyse vom 20.11.2008) (21.11.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens.
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen betreuen die analysierte Gesellschaft am Markt. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Während eines Gesprächs auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt mit dem CEO Martin Billhardt und dem COO Bernd Paulsen am 11.11.2008 habe der CEO für das Gesamtjahr 2008 einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen EUR 20 Mio. und EUR 25 Mio. und einen Vorsteuergewinn (EBT) von EUR 19 Mio bis EUR 24 Mio angekündigt.
Auf den ersten Blick scheine das Ergebnis sehr zufriedenstellend. Bei näherer Betrachtung werde allerdings ersichtlich, dass der Hauptgrund für die starken Ertragszahlen im Verkauf der Beteiligung am dänischen Rotorblatthersteller SSP Technology zu finden sei. Operativ dürfte 2008 nach Ansicht der Analysten kein Gewinn erzielt werden können. Das Management begründe dies mit der Tatsache, dass projektierte Windenergieanlagen erst 2009 an die Käufer übergeben würden, da die Anfangsvergütung auf Grund einer tariflichen Neukalkulation im deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhöht werde (ab 1. Januar 2009 steige die Anfangsvergütung "Onshore" von 8 Cent auf 9,2 Cent pro Kilowattstunde).
Positiv sei, dass die aktuelle Finanzkrise an der Plambeck Neue Energien AG vorbeizugehen scheine. Die Projekte würden zum großen Teil von regionalen Banken finanziert. Diese seien von der Krise weit weniger getroffen und durchaus bereit, Kredite zu geben. Babcock & Brown Wind Partners, einer der größten Kunden, leiste ebenfalls weiterhin seine Zahlungen.
Für 2009 zeige sich das Management zuversichtlich. Windanlagen mit 114 MW würden sich "Onshore" im Bau befinden. Weitere 35 MW seien genehmigt. Für das Geschäftsjahr 2009 erwarte die Plambeck Neue Energien AG einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen EUR 29 Mio. und EUR 33 Mio. Das EBT solle sich laut Billhardt zwischen EUR 28 Mio. und EUR 32 Mio. einpendeln.
Wie das Management sind auch die Analysten der VEM Aktienbank der Überzeugung, dass langfristig in den Geschäftsbereichen "Offshore" und "Ausland" großes Potenzial existiert. Allerdings dürften nach Ansicht der Analysten hier erste Gewinne erst in den Geschäftsjahren 2010/2011 fließen. Notwendige Schritte bei den bestehenden Joint Ventures seien bereits eingeleitet und die im Oktober 2008 gegründete Tochter in den USA dürfte nach Meinung der Analysten langfristig ebenfalls einen positiven Einfluss auf den Geschäftsgang der Plambeck Neue Energien AG haben.
Im März 2009 werde eine Wandelanleihe fällig, welche Anfang 2004 emittiert worden sei. Der Wandlungspreis habe EUR 3,75 betragen. Aufgrund des aktuell sehr niedrigen Aktienpreises gehe man davon aus, dass der Wandler in bar abgelöst werde. Genügend Cash sei vorhanden, Verwässerung werde keine ausgelöst, aber das Geld wäre nach Meinung der Analysten sicher ertragreicher einzusetzen gewesen.
Das Kurs-Gewinnverhältnis 2008 von 3,0 zur Bewertung des Unternehmens hinzuzuziehen, erachte man als wenig aussagefähig; der Gewinn sei doch ausschließlich durch die Veräußerung der SSP Technology erwirtschaftet worden. Nichtsdestotrotz sei die Aktie günstig. Auf 2009 Basis sei die Aktie gerade einmal mit einem KGV von 2,4 bewertet. Auch falls sich die Erwartungen als zu aggressiv herausstellen sollten, wäre die Aktie nach Meinung der Analysten zu vergleichbaren Unternehmen immer noch billig. Lege man ein DCF zu Grunde, so ergebe sich ein fairer Wert von EUR 5,15 pro Aktie.
Die Analysten der VEM Aktienbank empfehlen vor allem dem risikofreudigen Anleger, die Aktien von Plambeck zu kaufen. (Analyse vom 20.11.2008) (21.11.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens.
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen betreuen die analysierte Gesellschaft am Markt. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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