Suchen
Login
Anzeige:
Di, 7. Februar 2023, 11:37 Uhr

Pennystocks hochgezockt


19.05.03 15:34
STOCKadHOC.de

Enttäuschung und Enthusiasmus lagen in der abgelaufenen Handelswoche eng beieinander, so die Experten von "STOCKadHOC.de".

Hund Dax folge Herrchen Dow Jones. So etwa könnte sich das Bild darstellen, wenn man die Entwicklung des DAX in dieser Woche ins reale Leben übertrage. Mit den steigenden Kursen beim "Herrchen" Dow Jones sei es den deutschen Anlegern völlig egal gewesen, das die deutsche Wirtschaft erneut in die Rezession abgleite (die USA übrigens nicht?), dass DAX-Riese Allianz nach wie vor massive Probleme habe und der weiter feste Euro die Bilanzen der Konzerne weiter massiv belaste. Und so preise die deutsche Börse langsam einen Aufschwung ein, der nirgendwo zu sehen sei. Nicht in den Wirtschaftdaten, nicht in der Zinsentwicklung.

Doch es gebe nicht nur negatives zu berichten vom deutschen Aktienmarkt. Die beiden T-Aktien, die Deutsche Telekom und T-Online, hätten besser als erwartete Zahlen berichten können. DAX-Wert Deutsche Telekom habe operativ auf EBITDA-Basis mit 4,5 Mrd. Euro 0,25 Mrd. Euro mehr Gewinn eingefahren als von Analysten erwartet. Der Schuldenabbau gehe voran: Netto lägen die Verbindlichkeiten nun noch bei 56,3 Mrd. Euro nach 61,1 Mrd. Euro.

Auch bei T-Online liefen die Geschäfte besser als erwartet: Der Internet-Anbieter Anbieter habe im ersten Quartal 2003 erstmals auf Basis des Ergebnis vor Steuern schwarze Zahlen geschrieben. Bei einer Umsatzsteigerung von 22 Prozent auf 445 Mio. Euro sei das operative Ergebnis um 87 Mio. Euro auf ein Plus von 59 Mio. Euro gestiegen. Damit habe die Telekom-Tochter das Ergebnis deutlich stärker verbessert, als Analysten im Konsens erwartet hätten. Die Aktien seien im Wochenvergleich um rund 6 bzw. 8 Prozent gestiegen.

Auch bei MobilCom deutliche Fortschritte: Der Büdelsdorfer Telekom-Konzern habe deutlich früher als von vielen erwartet wieder schwarze Zahlen geschrieben. Für das erste Quartal könne Unternehmenschef Thorsten Grenz einen Konzerngewinn von 0,5 Mio. Euro melden, nachdem das Minus im Vorjahr noch bei 116 Mio. Euro gelegen habe. Die Aktie steige im Wochenvergleich leicht an, nachdem auch die Verkaufsverhandlungen über das UMTS-Netz angeschlossen worden seien: Das gehe für 20 Mio. Euro an E-Plus. 2 Mio. Euro des Verkaufspreises würden in die MobilCom-Kassen wandern.

Zur Enttäuschung der Woche: Die Allianz habe das Minus im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr noch einmal rund verdoppelt. Netto hätten die Münchener in den ersten drei Monaten 520 Mio. Euro in den Sand gesetzt, was vor allem auf Belastungen in Zusammenhang mit der Dresdner Bank und weiteren Abschreibungen im Aktienportfolio zurückzuführen sei. Der Verlust liege damit rund 30 Prozent über den Analystenschätzungen.

Kräftige Gewinne habe den vergangenen fünf Handelstagen die Aktie von GPC Biotech verzeichnet. Bis kurz unter die Marke von 5,20 Euro führe die Rallye der Aktie, die damit zuletzt einen deutlichen Aufwärtstrend etabliert habe.

So richtig Musik drin sei bei den Pennystocks, die wieder einmal aufgrund von Gerüchten hin und her gezockt worden seien. Allen voran Rösch: Hier hätten Gerüchte um eine angebliche Mantelübernahme durch einen Investor für eine Explosion der Aktie gesorgt. Zwar habe sich der Aktienwert am Freitag um 50 Prozent auf 90 Cent halbiert, allerdings habe die Aktie Ende April noch bei 19 Cent gelegen. Der Insolvenzverwalter habe sich dabei nicht besonders informationsfreudig gezeigt.





 
Werte im Artikel
15.340 minus
-0,04%