Suchen
Login
Anzeige:
Fr, 17. April 2026, 20:05 Uhr

Münchner Rückversicherungs AG

WKN: 843002 / ISIN: DE0008430026

Münchener Rück kaufen


15.08.08 12:06
Antizyklischer Börsenbrief

München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Antizyklischer Börsenbrief" empfehlen die Aktie der Münchener Rück (ISIN DE0008430026 / WKN 843002) zu kaufen.

Bei der Münchener Rückversicherung hätten die Anleger kürzlich eine böse Überraschung erlebt: Vor dem Hintergrund der anhaltenden Kapitalmarktturbulenzen habe der Konzern gewarnt, dass man beim 2008er Gewinn das ursprüngliche Ziel von 3,0 bis 3,4 Milliarden Euro verfehlen werde. Stattdessen werde nun ein Jahresgewinn von gut 2,0 Milliarden Euro angepeilt. Diese Annahme basiere auf der vorläufigen Ergebnis-Schätzung für das zweite Quartal von rund 600 Millionen Euro (Vorjahr: 1,16 Milliarden) und einem erwarteten Halbjahresgewinn von 1,40 Milliarden Euro (Vorjahr 2,10 Milliarden).

Der Aktienkurs habe daraufhin in der Spitze innerhalb weniger Minuten mehr als zehn Prozent verloren. Dabei sei eigentlich schon im Vorfeld der Gewinnwarnung klar gewesen, dass sich die Münchner ein wenig verschätzt hätten: Mit seiner Anlagepolitik habe der Konzern auf eine Erholung im zweiten Quartal gesetzt, die dann jedoch ausgeblieben sei.

So gesehen sei die Gewinnwarnung des DAX-Konzerns dann doch nicht völlig überraschend gekommen. Dass der Rückversicherer das Jahresziel verfehlen werde, sei eigentlich schon nach den Zahlen zum ersten Quartal erkennbar gewesen. Doch angesichts der günstigen fundamentalen Bewertung scheine der jüngste Kurseinbruch übertrieben: Das Kurs/Gewinn-Verhältnis für 2009 liege im Bereich von 6,8. Der Konzern werde knapp unter Buchwert gehandelt.

Den jüngsten Gewinnrückgang habe der Konzern mit außergewöhnlich hohen Abschreibungen auf das Wertpapierportfolio, vornehmlich auf die Aktienbestände, erklärt. Die Münchener Rück sei nach eigenen Angaben mit etwa sieben Prozent der gesamten Kapitalanlagen von rund 166 Milliarden Euro in Aktien engagiert. Von der eigentlichen US-Immobilienkrise sei das Haus dagegen kaum betroffen. Die Münchener Rück sehe jedoch weiteren Abschreibungsbedarf, sollten sich die Märkte weiterhin so negativ entwickeln wie zuletzt.

Der mittelfristige Ausblick bleibe optimistisch: Für 2010 erwarte das Unternehmen einen Gewinn je Aktie von 18 Euro. Auch der Aktienrückkauf solle fortgesetzt werden. Bis zur Hauptversammlung 2009 sollten wie angekündigt Aktien im Wert von einer Milliarde Euro erworben werden.

Trotz der gegenwärtig unbefriedigenden Situation an den Kapitalmärkten habe der Aktienkurs die Münchener Rück nach Ansicht der Experten gute Aussichten, mittelfristig wieder zulegen zu können. Das Geschäftsmodell sei sehr solide und sei in den vergangenen Jahren auf Rendite getrimmt worden.

Das Wertpapier-Portfolio zeichne sich durch seinen fast vollständigen Verzicht auf riskante Subprime-Engagements aus. Auch das Effizienzprogramm "Changing Gear" verlaufe erfolgreich. Zu den positiven Aspekten zähle auch der Fokus auf die Emerging Markets, vor allem im Erstversicherungsbereich. Zuletzt seien neue Positionierungen in China und Indien vorgenommen worden. Anfang des Jahres habe man eine Tochter in Brasilien gegründet. Die Münchener Rück habe dort über zehn Jahre Erfahrung mit Erstversicherungen, dem größten Versicherungsmarkt in Lateinamerika. Die Reaktion auf die Gewinnwarnung erscheine den Experten deshalb übertrieben.

Den jüngsten Ausverkauf habe der Aktienkurs relativ schnell wieder ausbügeln können. Der starke Volumenanstieg im Zuge der Gewinnwarnung deute auf einen Ausverkauf hin. Positive Divergenzen bei RSI und MACD würden auf eine Bodenbildung hinweisen.

Da die Experten von "Antizyklischer Börsenbrief" für das zweite Halbjahr mit einer deutlich besseren Kursentwicklung an den Börsen rechnen als in den ersten beiden Quartalen, würden sie die Aktien der Münchener Rück jetzt kaufen. Es gelte hier: Börsenschwergewichte würden am Beginn einer allgemeinen Erholung oftmals sehr viel besser abschneiden als die Nebenwerte. Die Aktien würden sich auch für konservative Langfrist-Anleger eignen. Angesichts der immer noch schwelenden Kapitalmarktkrise sei allerdings ein wenig Mut zum Risiko erforderlich. Im Bereich von 100 Euro sollte man einen Stopp-Loss platzieren. (Ausgabe 8 vom 13.08.2008) (15.08.2008/ac/a/d)




 
16.04.26 , JPMORGAN
JPMorgan belässt Munich Re auf 'Overweight' - Zi [...]
NEW YORK (dpa-AFX Analyser) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Munich Re auf "Overweight" mit ...
16.04.26 , aktiencheck.de
Munich Re Aktie: Starke Qualität, aber begrenztes [...]
Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Neue Munich Re-Aktienanalyse von Goldman Sachs bremst die Euphorie - Wie viel Luft ...
16.04.26 , Aktionär TV
DAX-Check LIVE: Aixtron, Bayer, Freenet, Heidelbe [...]
Die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten sorgt weiter für Auftrieb an den Finanzmärkten. Berichten ...