Micronas Kaufempfehlung
05.07.02 10:06
Consors Capital
Die Analysten von Consors Capital raten nach wie vor zum Kauf der Micronas-Aktie (WKN 910354).
Eine positive Ausnahme in einer insgesamt schwach erwarteten Berichtssaison im Halbleitersektor könnten die am 17.07.2002 erwarteten Zahlen von Micronas für das 2. Quartal 2002 darstellen. Als Weltmarktführer von Integrierten Schaltungen für die TV-Technologie entziehe sich das Unternehmen dem negativen Trend des durch Überkapazitäten gekennzeichneten Halbleiterbereichs.
Während des Telekommunikationsbooms in 2000 habe sich das Management antizyklisch verhalten, im Telekommunikationsbereich desinvestiert und auf einen Ausbau der Marktposition im "langweiligen" Bereich Unterhaltungselektronik gesetzt. Hier liege der Marktanteil von Micronas bei Audio- und Video-Prozessoren für den Bereich der Fernsehgeräte der Premiumklasse bei über 80%. In den nächsten Jahren dürfte dieser Teilbereich durch die Einführung von Digital TV und die zunehmende Bedeutung von TV-LCD-Bildschirmen zunehmend stärker beachtet werden.
Die relative Stabilität der Ergebnisentwicklung von Micronas resultiere darüber hinaus aus einer durchdachten Produktionspolitik. Man strebe eine hohe Auslastung des einzigen Werks in Freiburg an und versuche durch geschicktes Outsourcing von 20-30% der Produktionsvolumina, Spitzen in der Produktion abzufangen. Hierdurch laste man das Hauptwerk auch in Krisenjahren, in denen man wenig auslagere, gleichmäßig hoch aus und decke Auftragspitzen in Boomjahren ohne kapitalintensive Erweiterungsinvestitionen. Als Folge hiervon schwanke der Auslastungsgrad des Werks in Freiburg weniger als die Kapazitäten anderer Halbleiterhersteller. Die Analysten gingen davon aus, dass das Werk in Freiburg zur Zeit voll ausgelastet sei und würden die positiven EPS des Unternehmens in den letzten beiden Quartalen hierauf zurückführen.
Für das 2. Quartal würden die Analysten mit einem Anstieg des Umsatzes auf 176 Mio. Schweizer Franken rechnen, nach 161 Mio. Schweizer Franken im 1. Quartal. Aufgrund der hohen Auslastung dürfte die Rohertragsmarge konstant bei 40% geblieben sein. Ein wichtiger Einflussfaktor ergebe sich aus der am 15.03.02 durchgeführten Kapitalerhöhung, durch die Micronas 156,5 Mio. Schweizer Franken zugeflossen seien. Der Hintergrund dieser Transaktion sei eine langfristige Verbindlichkeit in Höhe von 389 Mio. Schweizer Franken, die variabel verzinst werde und eine zusätzliche bilanzstrukturabhängige Komponente enthalte. Die verbesserte Eigenkapitalquote sollte eine deutliche Verbesserung des Finanzergebnisses mit sich bringen und trotz Verwässerung durch die Emission von 5,35 Mio. Aktien einen positiven Einfluss auf den Gewinn je Aktie haben.
Die Analysten würden mit einem Gewinn je Aktie für das 2. Quartal 2002 von 0,44 Schweizer Franken rechnen, gegenüber 0,30 Schweizer Franken im 1. Quartal 2002. Für das Gesamtjahr 2002 erwarte man einen Gewinn je Aktie von 1,90 Schweizer Franken. Für 2003 schätzen die Analysten von Consors Capital 2,47 Schweizer Franken. Nach dem DCF-Modell ergebe sich ein Kursziel von 41 Euro. Zu diesem Kurs ergebe sich ein KGV von 25 auf Basis der Analysten-Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2003.
Die Analysten von Consors Capital bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Micronas-Aktie.
Eine positive Ausnahme in einer insgesamt schwach erwarteten Berichtssaison im Halbleitersektor könnten die am 17.07.2002 erwarteten Zahlen von Micronas für das 2. Quartal 2002 darstellen. Als Weltmarktführer von Integrierten Schaltungen für die TV-Technologie entziehe sich das Unternehmen dem negativen Trend des durch Überkapazitäten gekennzeichneten Halbleiterbereichs.
Während des Telekommunikationsbooms in 2000 habe sich das Management antizyklisch verhalten, im Telekommunikationsbereich desinvestiert und auf einen Ausbau der Marktposition im "langweiligen" Bereich Unterhaltungselektronik gesetzt. Hier liege der Marktanteil von Micronas bei Audio- und Video-Prozessoren für den Bereich der Fernsehgeräte der Premiumklasse bei über 80%. In den nächsten Jahren dürfte dieser Teilbereich durch die Einführung von Digital TV und die zunehmende Bedeutung von TV-LCD-Bildschirmen zunehmend stärker beachtet werden.
Für das 2. Quartal würden die Analysten mit einem Anstieg des Umsatzes auf 176 Mio. Schweizer Franken rechnen, nach 161 Mio. Schweizer Franken im 1. Quartal. Aufgrund der hohen Auslastung dürfte die Rohertragsmarge konstant bei 40% geblieben sein. Ein wichtiger Einflussfaktor ergebe sich aus der am 15.03.02 durchgeführten Kapitalerhöhung, durch die Micronas 156,5 Mio. Schweizer Franken zugeflossen seien. Der Hintergrund dieser Transaktion sei eine langfristige Verbindlichkeit in Höhe von 389 Mio. Schweizer Franken, die variabel verzinst werde und eine zusätzliche bilanzstrukturabhängige Komponente enthalte. Die verbesserte Eigenkapitalquote sollte eine deutliche Verbesserung des Finanzergebnisses mit sich bringen und trotz Verwässerung durch die Emission von 5,35 Mio. Aktien einen positiven Einfluss auf den Gewinn je Aktie haben.
Die Analysten würden mit einem Gewinn je Aktie für das 2. Quartal 2002 von 0,44 Schweizer Franken rechnen, gegenüber 0,30 Schweizer Franken im 1. Quartal 2002. Für das Gesamtjahr 2002 erwarte man einen Gewinn je Aktie von 1,90 Schweizer Franken. Für 2003 schätzen die Analysten von Consors Capital 2,47 Schweizer Franken. Nach dem DCF-Modell ergebe sich ein Kursziel von 41 Euro. Zu diesem Kurs ergebe sich ein KGV von 25 auf Basis der Analysten-Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2003.
Die Analysten von Consors Capital bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Micronas-Aktie.
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