Merck Umsatz profitiert von Zukauf
22.02.11 17:00
Frankfurter Tagesdienst
Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten vom Kauf der Aktie von Merck ab.
Die Akquisition des Biotechnologie-Konzerns Millipore habe bei dem Pharma- und Chemiekonzern zu einer kräftigen Belebung des Umsatzes beigetragen. Dieser habe von Oktober bis Dezember um über ein Viertel auf 2,55 Mrd. Euro zugelegt. Angesichts der nicht wiederkehrenden Belastungen sei der Nettogewinn allerdings um 22% auf 45,5 Mio. Euro gesunken.
Das operative Ergebnis habe 129 Mio. betragen und sei damit dreimal so hoch gewesen wie der Wert aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr. Hier sei Merck allerdings sichtbar hinter den Schätzungen zurückgeblieben. Der Konsens habe mit einem Ergebnis von 193 Mio. Euro gerechnet.
Merck habe sich den Erwerb von Millipore 5 Mrd. Euro kosten lassen. Das neue Konzernmitglied habe einen Beitrag von 8% zum Umsatzwachstum geleistet. Im Gesamtjahr 2010 habe der Pharma- und Chemiekonzern einen Umsatzanstieg um 20% auf rund 9,3 Mrd. Euro verbucht. Operativ verdiene das Unternehmen 1,11 Mrd. Euro und somit 72% mehr als noch im Vorjahr. Das Nettoergebnis habe auf 632 Mio. Euro angezogen.
Die positive Entwicklung solle sich in diesem Jahr fortsetzen. Der Vorstandschef Karl-Ludwig Kley habe einen Umsatzanstieg von 13 bis 18% angekündigt. Im operativen Geschäft gehe das Unternehmen von einem Ergebniszuwachs von 35 bis 45% aus. Damit habe man sich ambitionierte Ziele gesetzt. Aus Sicht der Experten sei der Spielraum für positive Überraschungen auf dieser Grundlage eingeschränkt.
Auf die Anteilseigner komme eine höhere Dividendenausschüttung zu. Das Unternehmen möchte für das Geschäftsjahr 2010 eine Gewinnbeteiligung von 1,25 Euro je Aktie ausschütten. Im Vorjahr habe es nur 1 Euro je Aktie gegeben. Investoren sollten sich nicht blenden lassen und nicht vergessen, dass der im Herbst des letzten Jahres erlittene Kursrückgang nicht grundlos gewesen sei. Rückschläge in den Zulassungsverfahren der Medikamente Erbitux und Cladribin hätten den Titel deutlich unter Druck gesetzt.
Die Nachrichtenlage ist zwar inzwischen wieder positiv, für eine Kaufempfehlung bei der Merck-Aktie reicht es aber noch nicht, so die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst". (Ausgabe 29 vom 21.02.2011) (22.02.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die Akquisition des Biotechnologie-Konzerns Millipore habe bei dem Pharma- und Chemiekonzern zu einer kräftigen Belebung des Umsatzes beigetragen. Dieser habe von Oktober bis Dezember um über ein Viertel auf 2,55 Mrd. Euro zugelegt. Angesichts der nicht wiederkehrenden Belastungen sei der Nettogewinn allerdings um 22% auf 45,5 Mio. Euro gesunken.
Das operative Ergebnis habe 129 Mio. betragen und sei damit dreimal so hoch gewesen wie der Wert aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr. Hier sei Merck allerdings sichtbar hinter den Schätzungen zurückgeblieben. Der Konsens habe mit einem Ergebnis von 193 Mio. Euro gerechnet.
Die positive Entwicklung solle sich in diesem Jahr fortsetzen. Der Vorstandschef Karl-Ludwig Kley habe einen Umsatzanstieg von 13 bis 18% angekündigt. Im operativen Geschäft gehe das Unternehmen von einem Ergebniszuwachs von 35 bis 45% aus. Damit habe man sich ambitionierte Ziele gesetzt. Aus Sicht der Experten sei der Spielraum für positive Überraschungen auf dieser Grundlage eingeschränkt.
Auf die Anteilseigner komme eine höhere Dividendenausschüttung zu. Das Unternehmen möchte für das Geschäftsjahr 2010 eine Gewinnbeteiligung von 1,25 Euro je Aktie ausschütten. Im Vorjahr habe es nur 1 Euro je Aktie gegeben. Investoren sollten sich nicht blenden lassen und nicht vergessen, dass der im Herbst des letzten Jahres erlittene Kursrückgang nicht grundlos gewesen sei. Rückschläge in den Zulassungsverfahren der Medikamente Erbitux und Cladribin hätten den Titel deutlich unter Druck gesetzt.
Die Nachrichtenlage ist zwar inzwischen wieder positiv, für eine Kaufempfehlung bei der Merck-Aktie reicht es aber noch nicht, so die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst". (Ausgabe 29 vom 21.02.2011) (22.02.2011/ac/a/d)
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