MAN Synergieeffekte durch Scania-Kooperation
16.07.10 12:13
Oldenburgische Landesbank
Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, rät die MAN-Aktie aufzustocken.
Der Nutzfahrzeug- und Motorenhersteller habe zum Jahresauftakt die allmähliche Erholung im Nutzfahrzeugmarkt gespürt. Nach einem Verlust im 4. Quartal 2009 von 475 Mio. Euro, habe man in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres wieder schwarze Zahlen schreiben können. 48 Mio. Euro hätten am Ende unterm Strich gestanden. Gegenüber dem Vorjahresquartal sei dies zwar ein Rückgang von 73%, allerdings hätten die Umsätze durch die Konsolidierung der LKW-Sparte MAN Latin America um 22% auf 3,12 Mrd. Euro gesteigert werden können. Dieser neue Bereich habe dabei mit 16.240 abgesetzten Fahrzeugen im 1. Quartal eine neue historische Bestmarke erzielt. Die Liquiditätsaustattung sei indes mit 846 Mio. Euro komfortabel.
Sehr erfreulich seien die Zahlen der Neubestellungen, die um gut die Hälfte auf 3,5 Mrd. Euro geklettert seien. Der Auftragsbestand umfasse ein Volumen von 7,72 Mrd. Euro. Entsprechend dieser positiven Aussichten habe MAN angekündigt, die Kurzarbeit im 2. Halbjahr 2010 deutlich zu reduzieren. Das Motorenwerk in Nürnberg arbeite wieder unter Vollauslastung. Mit der Beteiligung an dem chinesischen Lkw-Bauer Sinotruk und der Übernahme der brasilianischen Lkw-Sparte von Volkswagen sei vorerst der letzte Schritt zur globalen Positionierungsstrategie abgeschlossen. MAN sei jetzt auf allen Weltmärkten präsent, besonders in den Schwellenländern. Durch diese internationale Ausrichtung könne MAN die derzeitige Nachfrageschwäche auf dem europäischen Kontinent kompensieren.
Das Management arbeite an allen Fronten. Die Produkte seien technisch erstklassig und die globale Präsenz sei vorbildlich. Im Zuge der Wirtschaftskrise habe das Unternehmen aber deutlich gelitten. Gerade der Nutzfahrzeugmarkt sei in eine tiefe Krise geraten. Aber es gebe deutliche Anzeichen für eine Aufhellung des Marktes. Neben einigen Großaufträgen aus dem Ausland, seien auch die LKW-Neuzulassungen in Deutschland wieder kräftig gestiegen (Juni 2010: +45%). Zudem hätten sich die LKW-Verkaufszahlen auf dem brasilianischen Markt im abgelaufen Quartal sehr gut entwickelt.
Vor allem aber die gestiegenen Auftragseingänge würden auf eine deutliche Markterholung im laufenden Jahr hindeuten. Dabei würden die Auslandsbestellungen rund 64% ausmachen. Das hohe Volumen werde im Jahresverlauf zu einer steigenden Umsatzrendite führen. Die Sparten MAN Latin America und MAN Diesel & Turbo würden die Triebfedern des Erfolgs bleiben. Auf Sicht von zwölf Monaten sei es aber zwingend erforderlich, dass auch MAN Nutzfahrzeuge wieder schwarze Zahlen schreibe (Umsatzrendite 1. Quartal 2010: -3,9%). Der Vorstand habe schon weitere Maßnahmen angekündigt, um dieses Ziel zu erreichen.
Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank raten die MAN-Aktie aufzustocken. (Analyse vom 16.07.2010) (16.07.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Der Nutzfahrzeug- und Motorenhersteller habe zum Jahresauftakt die allmähliche Erholung im Nutzfahrzeugmarkt gespürt. Nach einem Verlust im 4. Quartal 2009 von 475 Mio. Euro, habe man in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres wieder schwarze Zahlen schreiben können. 48 Mio. Euro hätten am Ende unterm Strich gestanden. Gegenüber dem Vorjahresquartal sei dies zwar ein Rückgang von 73%, allerdings hätten die Umsätze durch die Konsolidierung der LKW-Sparte MAN Latin America um 22% auf 3,12 Mrd. Euro gesteigert werden können. Dieser neue Bereich habe dabei mit 16.240 abgesetzten Fahrzeugen im 1. Quartal eine neue historische Bestmarke erzielt. Die Liquiditätsaustattung sei indes mit 846 Mio. Euro komfortabel.
Sehr erfreulich seien die Zahlen der Neubestellungen, die um gut die Hälfte auf 3,5 Mrd. Euro geklettert seien. Der Auftragsbestand umfasse ein Volumen von 7,72 Mrd. Euro. Entsprechend dieser positiven Aussichten habe MAN angekündigt, die Kurzarbeit im 2. Halbjahr 2010 deutlich zu reduzieren. Das Motorenwerk in Nürnberg arbeite wieder unter Vollauslastung. Mit der Beteiligung an dem chinesischen Lkw-Bauer Sinotruk und der Übernahme der brasilianischen Lkw-Sparte von Volkswagen sei vorerst der letzte Schritt zur globalen Positionierungsstrategie abgeschlossen. MAN sei jetzt auf allen Weltmärkten präsent, besonders in den Schwellenländern. Durch diese internationale Ausrichtung könne MAN die derzeitige Nachfrageschwäche auf dem europäischen Kontinent kompensieren.
Vor allem aber die gestiegenen Auftragseingänge würden auf eine deutliche Markterholung im laufenden Jahr hindeuten. Dabei würden die Auslandsbestellungen rund 64% ausmachen. Das hohe Volumen werde im Jahresverlauf zu einer steigenden Umsatzrendite führen. Die Sparten MAN Latin America und MAN Diesel & Turbo würden die Triebfedern des Erfolgs bleiben. Auf Sicht von zwölf Monaten sei es aber zwingend erforderlich, dass auch MAN Nutzfahrzeuge wieder schwarze Zahlen schreibe (Umsatzrendite 1. Quartal 2010: -3,9%). Der Vorstand habe schon weitere Maßnahmen angekündigt, um dieses Ziel zu erreichen.
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