Lindner Holding 100% Kurspotenzial?
26.04.05 10:50
Performaxx-Anlegerbrief
Die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" halten bei der Aktie der Lindner Holding KGaA 100% Kurspotenzial für möglich.
Der Misere in der deutschen Baubranche zum Trotz könnte sich dennoch eine neuerliche Investitionschance mit attraktivem Chance-Risiko-Profil anbahnen. Die Chance liege bei der Lindner Holding KGaA weniger auf hohen Wachstumsraten als vielmehr in einem rechtlichen Disput zwischen der Holding und ihren im Streubesitz befindlichen Anteilseignern. Die sollten nämlich mittels Squeeze-out in abenteuerlicher Manier aus dem Unternehmen gedrängt werden. "So aber jedenfalls nicht", meine die Aktionärsschutzvereinigung SdK und gehe auf die Barrikaden.
Im ersten Quartal 2004 habe sich die Misere zunächst fortgesetzt. Die Leistung sei um 6% auf 113,7 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Allerdings habe im Gegenzug der Auftragseingang um ein Drittel über dem Vergleichswert gelegen, immerhin sei um 10% der Auftragsbestand gestiegen. Aufgrund des geringeren Konzerngewinns und der sinkenden Liquiditätsreserven habe sich Lindner zudem gezwungen gesehen, als Dividende nur noch 0,40 Euro je Aktie für das Jahr 2003 auszuschütten, was die erste Dividendenkürzung seit dem Börsengang vor über zehn Jahren bedeutet habe. Die Familienaktionäre hätten in weiser Voraussicht auf ihren Dividendenanspruch verzichtet: 95,2% der Anteile hätten sich zum damaligen Zeitpunkt im Besitz der Familie Lindner befunden.
An dieser Stelle beginne es jetzt, interessant zu werden, und dies hänge auch damit zusammen, dass man hier über 2003er Zahlen sprechen müsse, anstatt über die des letzten, aktuelleren des Geschäftsjahres 2004. Denn diese habe Lindner auf der Hauptversammlung Ende Februar nicht öffentlich vorgelegt, sondern habe nur Rahmendaten geliefert. Offensichtlich habe man sich keine zusätzliche Flanke für das eröffnen wollen, was kommen sollte und die Emotionen der anwesenden Aktionäre habe überschäumen lassen.
Die Lindner Holding habe gegen Ende der HV behauptet, und so als sei es das unwichtigste von der Welt, dass sie im Besitz von über 95% der Anteile an der Lindner KGaA sei und sie deshalb in der Lage sei, einen Squeeze-out zu realisieren. Bis vor kurzem jedenfalls habe die Holding jedoch lediglich rund 50% der Anteile gehabt, so dass diese Offenbarung doch reichlich Staunen hervor gerufen habe. Mit einem Abfindungspreis von 28,52 Euro je Aktie sollten die freien Investoren nun aus dem Unternehmen gedrängt werden.
Wie sich aber später gezeigt habe, habe sich die Holding die entsprechenden Anteile nur geliehen, und zwar sowohl von der Familie Lindner als auch von der GmbH. Im Jahre 2007 spätestens müssten diese jedenfalls wieder zurück bei ihren eigentlichen Eigentümern sein. Kein Wunder also, wenn die SdK hier ein eklatant rechtsmissbräuchliches Vorgehen sehe, welches gleich in mehrfacher Hinsicht gegen das Squeeze-out-Gesetz verstoße. Dass die Papiere nur geliehen gewesen seien, sei im Übrigen nirgends auf der Hauptversammlung erwähnt oder dokumentiert worden.
Dies sei praktisch zufällig rausgekommen, als Aktionäre begonnen hätten, lästige Fragen zu stellen. Von wem die Aktien ausgeliehen seien, sei dabei unerheblich. Man stelle sich nur mal vor, dieses Beispiel mache Schule: Findige Großaktionäre könnten sich Anteile leihen, freie Aktionäre zu Dumpingpreisen herausdrängen und damit das große Geschäft machen. Die SdK messe dem Verfahren also völlig zu Recht eine entsprechend hohe Signalwirkung für mögliche Nachahmerfälle zu.
Als fairen Wert sehe man bei der SdK einen Kurs von 75 bis 100 Euro, der sich hauptsächlich aus der fundamentalen Entwicklung seit dem Börsengang im Jahre 1991 herleite. Damals hätten die Anteilsscheine 25 Euro gekostet. Bei 28,52 Euro, so Markus Straub von der SdK gegenüber dem "Performaxx-Anlegerbrief", sei es keineswegs abwegig, aufgrund der Umstände von Betrug oder auch versuchter Enteignung zu sprechen. Doch so weit müsse und solle es nicht kommen: Seit dem Börsengang habe sich der Umsatz auf über 500 Mio. Euro vervierfacht, die Zahl der Mitarbeiter verdreifacht. Große Teile des Gewinns sollten in Rücklagen geflossen sein. 28,52 Euro würden nicht nur unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreis als Abfindungswert - dem Durchschnitt der letzten drei Monate - sondern sogar unter dem Buchwert des Eigenkapitals liegen.
Wie es nun weiter gehen solle, sei noch völlig offen. Möglich, dass Aktionäre ein verbessertes Abfindungsangebot im Rahmen eines Vergleiches erwarten könnten. Dieses dürfte rund beim Doppelten der im Raum stehenden 28,52 Euro liegen. Doch auf welcher Basis die Holding dieses Angebot überhaupt vornehmen dürfte, sei wie gesagt zuhöchst umstritten. Mit dem lächerlichen Angebot von 28,52 Euro je Aktie werde die Muttergesellschaft nach gesundem Dafürhalten nicht durchkommen. Auf jetzigem Niveau einzusteigen dürfte sich aus Sicht eines Anlegers mit entsprechendem Zeithorizont durchaus auszahlen. Je nachdem, wie weit sich die Querelen fortsetzen würden, werde das Verfahren viele Monate oder länger in Anspruch nehmen.
Nach unten sind die Papiere der Lindner Holding KGaA durch das bestehende Angebot abgesichert, nach oben dagegen könnte mindestens 100% Kurspotenzial winken, wenn man etwas Geduld mitbringt und Nerven bewahrt, so die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief".
Der Misere in der deutschen Baubranche zum Trotz könnte sich dennoch eine neuerliche Investitionschance mit attraktivem Chance-Risiko-Profil anbahnen. Die Chance liege bei der Lindner Holding KGaA weniger auf hohen Wachstumsraten als vielmehr in einem rechtlichen Disput zwischen der Holding und ihren im Streubesitz befindlichen Anteilseignern. Die sollten nämlich mittels Squeeze-out in abenteuerlicher Manier aus dem Unternehmen gedrängt werden. "So aber jedenfalls nicht", meine die Aktionärsschutzvereinigung SdK und gehe auf die Barrikaden.
Im ersten Quartal 2004 habe sich die Misere zunächst fortgesetzt. Die Leistung sei um 6% auf 113,7 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Allerdings habe im Gegenzug der Auftragseingang um ein Drittel über dem Vergleichswert gelegen, immerhin sei um 10% der Auftragsbestand gestiegen. Aufgrund des geringeren Konzerngewinns und der sinkenden Liquiditätsreserven habe sich Lindner zudem gezwungen gesehen, als Dividende nur noch 0,40 Euro je Aktie für das Jahr 2003 auszuschütten, was die erste Dividendenkürzung seit dem Börsengang vor über zehn Jahren bedeutet habe. Die Familienaktionäre hätten in weiser Voraussicht auf ihren Dividendenanspruch verzichtet: 95,2% der Anteile hätten sich zum damaligen Zeitpunkt im Besitz der Familie Lindner befunden.
An dieser Stelle beginne es jetzt, interessant zu werden, und dies hänge auch damit zusammen, dass man hier über 2003er Zahlen sprechen müsse, anstatt über die des letzten, aktuelleren des Geschäftsjahres 2004. Denn diese habe Lindner auf der Hauptversammlung Ende Februar nicht öffentlich vorgelegt, sondern habe nur Rahmendaten geliefert. Offensichtlich habe man sich keine zusätzliche Flanke für das eröffnen wollen, was kommen sollte und die Emotionen der anwesenden Aktionäre habe überschäumen lassen.
Wie sich aber später gezeigt habe, habe sich die Holding die entsprechenden Anteile nur geliehen, und zwar sowohl von der Familie Lindner als auch von der GmbH. Im Jahre 2007 spätestens müssten diese jedenfalls wieder zurück bei ihren eigentlichen Eigentümern sein. Kein Wunder also, wenn die SdK hier ein eklatant rechtsmissbräuchliches Vorgehen sehe, welches gleich in mehrfacher Hinsicht gegen das Squeeze-out-Gesetz verstoße. Dass die Papiere nur geliehen gewesen seien, sei im Übrigen nirgends auf der Hauptversammlung erwähnt oder dokumentiert worden.
Dies sei praktisch zufällig rausgekommen, als Aktionäre begonnen hätten, lästige Fragen zu stellen. Von wem die Aktien ausgeliehen seien, sei dabei unerheblich. Man stelle sich nur mal vor, dieses Beispiel mache Schule: Findige Großaktionäre könnten sich Anteile leihen, freie Aktionäre zu Dumpingpreisen herausdrängen und damit das große Geschäft machen. Die SdK messe dem Verfahren also völlig zu Recht eine entsprechend hohe Signalwirkung für mögliche Nachahmerfälle zu.
Als fairen Wert sehe man bei der SdK einen Kurs von 75 bis 100 Euro, der sich hauptsächlich aus der fundamentalen Entwicklung seit dem Börsengang im Jahre 1991 herleite. Damals hätten die Anteilsscheine 25 Euro gekostet. Bei 28,52 Euro, so Markus Straub von der SdK gegenüber dem "Performaxx-Anlegerbrief", sei es keineswegs abwegig, aufgrund der Umstände von Betrug oder auch versuchter Enteignung zu sprechen. Doch so weit müsse und solle es nicht kommen: Seit dem Börsengang habe sich der Umsatz auf über 500 Mio. Euro vervierfacht, die Zahl der Mitarbeiter verdreifacht. Große Teile des Gewinns sollten in Rücklagen geflossen sein. 28,52 Euro würden nicht nur unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreis als Abfindungswert - dem Durchschnitt der letzten drei Monate - sondern sogar unter dem Buchwert des Eigenkapitals liegen.
Wie es nun weiter gehen solle, sei noch völlig offen. Möglich, dass Aktionäre ein verbessertes Abfindungsangebot im Rahmen eines Vergleiches erwarten könnten. Dieses dürfte rund beim Doppelten der im Raum stehenden 28,52 Euro liegen. Doch auf welcher Basis die Holding dieses Angebot überhaupt vornehmen dürfte, sei wie gesagt zuhöchst umstritten. Mit dem lächerlichen Angebot von 28,52 Euro je Aktie werde die Muttergesellschaft nach gesundem Dafürhalten nicht durchkommen. Auf jetzigem Niveau einzusteigen dürfte sich aus Sicht eines Anlegers mit entsprechendem Zeithorizont durchaus auszahlen. Je nachdem, wie weit sich die Querelen fortsetzen würden, werde das Verfahren viele Monate oder länger in Anspruch nehmen.
Nach unten sind die Papiere der Lindner Holding KGaA durch das bestehende Angebot abgesichert, nach oben dagegen könnte mindestens 100% Kurspotenzial winken, wenn man etwas Geduld mitbringt und Nerven bewahrt, so die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief".
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