Knorr Capital Partner untergewichten
14.01.02 14:43
Independent Research
Die Analysten von Independent Research raten, die Aktie von Knorr Capital Partner (WKN 768612) unterzugewichten.
Auf Basis der neuen Bewertung des Portfolios werde der Net Asset Value der Gesellschaft per Jahresabschluss 2001 mit rund 12,50 Euro je Aktie angegeben. Der Wert der Beteiligungen solle bei rund 90 Mio. Euro liegen. Davon dürfte allerdings nur ein geringer Teil börsennotiert sein. Mit einem aktuellen Kurs von 4,40 Euro beziehungsweise einer Marktkapitalisierung von 34,9 Mio. Euro werde die Aktie mit einem Abschlag von rund 65% gegenüber dem Net Asset Value bewertet. Diese Bewertung spiegele zum einen die derzeit schlechten Aussichten für die Branche und zum anderen den enormen Vertrauensverlust bei den Anlegern wider.
Bei den Mitbewerbern im SMAX (TFG und bmp), die bereits in den Neunmonatszahlen sehr hohe Abschreibungen berücksichtigt hätten, zeige sich ein ähnliches Bild. TFG werde mit einem über 50%igen Abschlag auf den zum 30.09.01 veröffentlichten Net Asset Value von 120,2 Mio. Euro (beziehungsweise 10,92 Euro je Aktie) bewertet, bei bmp betrage der Abschlag auf den NAV von 102,1 Mio. Euro beziehungsweise 1,88 Euro je Aktie (zum 30.09.01) über 75%.
Eine klare Unterbewertung liege im Peer Group Vergleich bei Knorr somit nicht vor (eine 100%ige Vergleichbarkeit sei insofern nicht gegeben, da nicht davon auszugehen sei, dass alle Gesellschaften den NAV auf die gleiche Art und Weise berechnen würden). Der allgemein hohe Spread zwischen NAV und Börsenbewertung dürfte sich bei einem besseren Branchenumfeld wieder verringern.
Allerdings werde auch zukünftig ständig ein sogenannter Holding-Abschlag vom Kapitalmarkt vorgenommen werden, den man bei Independent Research auch als gerechtfertigt ansehe. Mit der verspäteten Gewinnwarnung habe Knorr die Anleger stark enttäuscht. Man gehe davon aus, dass der Wertberichtigungsbedarf schon viel früher absehbar gewesen sei und spätestens im Neunmonatsergebnis hätte ausgewiesen werden können. Das Vorgehen von Knorr, die schlechte Nachricht zu einem taktisch günstigen Zeitpunkt (in der ersten Januarwoche hätten sich viele institutionelle Marktteilnehmer noch im Urlaub befunden) zu veröffentlichen, könne man nicht gut heißen. Die Bewertungen im IR-Rating-System nehme man daher zurück.
Die Ergebnisschätzungen habe man nach Veröffentlichung der Ad-hoc- Meldung am 03.01.02 deutlich reduziert. Grundsätzlich bleibe man dem Unternehmen gegenüber weiterhin negativ eingestellt. Die Geschäftsaussichten würden nach wie vor unter dem schwachen Kapitalmarktumfeld leiden. Die Absicht des Vorstandes, seine Aktienmehrheit eventuell abgeben zu wollen, beurteile man kritisch.
Von daher lautet das Votum der Experten von Independent Research für die Aktie von Knorr Capital Partner weiterhin "untergewichten".
Auf Basis der neuen Bewertung des Portfolios werde der Net Asset Value der Gesellschaft per Jahresabschluss 2001 mit rund 12,50 Euro je Aktie angegeben. Der Wert der Beteiligungen solle bei rund 90 Mio. Euro liegen. Davon dürfte allerdings nur ein geringer Teil börsennotiert sein. Mit einem aktuellen Kurs von 4,40 Euro beziehungsweise einer Marktkapitalisierung von 34,9 Mio. Euro werde die Aktie mit einem Abschlag von rund 65% gegenüber dem Net Asset Value bewertet. Diese Bewertung spiegele zum einen die derzeit schlechten Aussichten für die Branche und zum anderen den enormen Vertrauensverlust bei den Anlegern wider.
Bei den Mitbewerbern im SMAX (TFG und bmp), die bereits in den Neunmonatszahlen sehr hohe Abschreibungen berücksichtigt hätten, zeige sich ein ähnliches Bild. TFG werde mit einem über 50%igen Abschlag auf den zum 30.09.01 veröffentlichten Net Asset Value von 120,2 Mio. Euro (beziehungsweise 10,92 Euro je Aktie) bewertet, bei bmp betrage der Abschlag auf den NAV von 102,1 Mio. Euro beziehungsweise 1,88 Euro je Aktie (zum 30.09.01) über 75%.
Allerdings werde auch zukünftig ständig ein sogenannter Holding-Abschlag vom Kapitalmarkt vorgenommen werden, den man bei Independent Research auch als gerechtfertigt ansehe. Mit der verspäteten Gewinnwarnung habe Knorr die Anleger stark enttäuscht. Man gehe davon aus, dass der Wertberichtigungsbedarf schon viel früher absehbar gewesen sei und spätestens im Neunmonatsergebnis hätte ausgewiesen werden können. Das Vorgehen von Knorr, die schlechte Nachricht zu einem taktisch günstigen Zeitpunkt (in der ersten Januarwoche hätten sich viele institutionelle Marktteilnehmer noch im Urlaub befunden) zu veröffentlichen, könne man nicht gut heißen. Die Bewertungen im IR-Rating-System nehme man daher zurück.
Die Ergebnisschätzungen habe man nach Veröffentlichung der Ad-hoc- Meldung am 03.01.02 deutlich reduziert. Grundsätzlich bleibe man dem Unternehmen gegenüber weiterhin negativ eingestellt. Die Geschäftsaussichten würden nach wie vor unter dem schwachen Kapitalmarktumfeld leiden. Die Absicht des Vorstandes, seine Aktienmehrheit eventuell abgeben zu wollen, beurteile man kritisch.
Von daher lautet das Votum der Experten von Independent Research für die Aktie von Knorr Capital Partner weiterhin "untergewichten".
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