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Di, 28. März 2023, 23:16 Uhr

Japan Konjunktur im Aufwind


04.10.07 14:22
ABN AMRO

Amsterdam (aktiencheck.de AG) - Aus Japan kamen seit langer Zeit wieder einmal gute Meldungen zur Konjunkturlage, so die Analysten der ABN AMRO.

Das habe den Nikkei 225 beflügelt, der um 2,9 Prozent habe zulegen können.

Die am Freitag veröffentlichten Konjunkturzahlen hätten mit kräftigen Anstiegen bei den Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion gezeigt, dass der Aufschwung in Japan intakt sei. Die schwachen Zahlen der Vormonate seien offenbar Ausrutscher nach unten gewesen. Allerdings sei die Inflationsrate mit -0,2 Prozent wieder in den negativen Bereich abgerutscht. Eine positive Überraschung habe der Tankan gebracht, die kurzfristige Konjunkturumfrage der Bank of Japan unter den Unternehmen. Der Indikator für das Geschäftsklima der großen Industriebetriebe sei entgegen den Erwartungen nicht gefallen, sondern habe auf dem Zwei-Jahreshoch von +23 verharrt. Zudem hätten die Unternehmen eine deutliche Erhöhung ihrer geplanten Investitionen gemeldet.

Die Wall Street schwanke derzeit zwischen der Angst vor einer Rezession und der Hoffnung auf eine weitere Zinssenkung durch die US-Notenbank hin und her. Durch den am Freitag gemeldeten unerwartet deutlichen Anstieg der Konsumausgaben um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat seien jedoch die Befürchtungen eines Konsumeinbruchs gedämpft worden. Per Saldo habe es beim S&P 500 gegenüber der Vorwoche ein leichtes Plus von 0,6 Prozent gegeben. In dieser Woche stünden vor allem die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag im Blickpunkt. Die Volkswirte würden überwiegend davon ausgehen, dass sich der für August gemeldete Beschäftigungsrückgang nicht wiederhole und im September ein kräftiger Beschäftigungsanstieg in der Größenordnung von 100.000 Personen gemeldet werde.

Aus dem europäischen Bankensektor seien schlechte Meldungen gekommen. Die Schweizer Großbank UBS habe einen Quartalsverlust von 800 Mio. Franken bekannt gegeben. Zwei Manager hätten ihren Rücktritt angekündigt und der Vorstand habe Pläne zum Abbau von 1.500 Arbeitsplätzen eröffnet. Das habe die Kurse der Finanzwerte in Europa zeitweise unter Druck gesetzt. Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank seien zusätzlich durch negative Analystenkommentare belastet worden. (04.10.2007/ac/a/m)