JENOPTIK EPS 2012 auf Rekordniveau?
18.01.12 13:13
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Warburg Research, Malte Schaumann, stuft die Aktie von JENOPTIK weiterhin mit "kaufen" ein.
JENOPTIK werde am 1. Februar vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 veröffentlichen. Bereinigt um Einmalgewinne im GJ/2010 sollte das EBIT um 35% auf ein neues Rekordniveau von gut EUR 45 Mio. gewachsen sein. Da JENOPTIKs Geschäftsentwicklung die Dynamik bis Jahresende 2011 beibehalten haben sollte und da die Guidance von JENOPTIK normalerweise konservativ sei, könnte das Unternehmen leicht über der letzten Guidance berichten (die den Konsensschätzungen entspreche).
Wie im Vorjahr sollte JENOPTIK einige Kommentare zu den Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr machen. Ein Auftragsbestand auf Rekordhöhe von ca. EUR 450 Mio. (+26% yoy) liefere eine solide Ausgangsbasis. Darüber hinaus sollte JENOPTIK die strukturellen Wachstumsmöglichkeiten nutzen. Entsprechend dürfte JENOPTIK bei den sehr frühzeitigen Kommentaren eines positiven Umsatzwachstums bleiben (Anfang Q4 gegeben) und ein mindestens stabiles EBIT anstreben (rückläufiger halbleiterbezogener Umsatz habe einen verwässernden Effekt auf die Margen).
Die Analysten würden ihre Prognosen anpassen und nun ein etwas positiveres Szenario vor dem Hintergrund eines gesunden mittel- bis langfristigen Trends erwarten. Zu den Treibern würden zählen:
- Bereich Optical Systems (ca. 26% vom Umsatz) bleibe ein Wachstumstreiber, da die Mehrzahl der Zielmärkte dieses Segments in den nächsten Jahren Wachstumsraten von 5 bis 10% und mehr aufweisen sollten. Darüber hinaus werde der Gewinn neuer Schlüsselkunden eine wichtige Rolle spielen. Seit 2008 habe JENOPTIK die Anzahl der Schlüsselkunden von zwölf auf 20 knapp verdoppeln können (Umsatz von mindestens EUR 1 Mio., oft deutlich mehr). Und viel wichtiger: Die Pipeline für weitere Gewinne bleibe gefüllt. Innerhalb der letzten 18 Monate habe JENOPTIK die Anzahl der potenziellen Key Accounts um 70% auf zusätzlich 49 ausweiten können. So dürften die Neukunden z.B. gut 5 PP zum Wachstum des Segments in 2011 beigetragen haben.
- JENOPTIK sei stark auf die Ausweitung der Präsenz in Asien fokussiert, was sich 2011 bereits ausgezahlt haben sollte. Der Umsatzbeitrag dieser Region sollte 2011 um ca. 30% gewachsen sein, seit 2007 mit einer CAGR von knapp 15%. Die jüngste Ausweitung der Vertriebsaktivitäten sollte zu einem weiterhin überproportional wachsenden Umsatz in den kommenden Jahren führen.
Diese Faktoren sowie das starke Auftragsbuch sollten einen möglichen Rückgang der zyklischen Geschäftsbereiche wie Materialbearbeitung oder Optiken für die Halbleiter-/Flachbildschirmindustrie (ca. 11% vom Konzernumsatz 2011) mehr als ausgleichen. Allerdings würden die jüngsten Datenpunkte andeuten, dass die Auftragssituation im Halbleiterumfeld in Q4 besser als erwartet gewesen sei (z.B. Tokyo Electron Q4-Aufträge 50% über der Guidance; ASML 40% über dem Vorquartal und solle in Q1 wachsen), was zu einer Entlastung für die Aufträge aus diesem Segment führen könnte.
Trotz eines zu erwartenden marginalen Rückgangs auf EBIT-Ebene (Umsatzwachstum sollte schwächeren Produktmix nahezu ausgleichen) sollte der Jahresüberschuss dennoch ein neues Rekordniveau erreichen (ohne den deutlichen Buchgewinn in 2010). Die Refinanzierung über Schuldverschreibungen reduziere die Fremdkapitalkosten um 2 PP und führe damit zu einem positiven Einfluss von ca. EUR 1,8 Mio. auf EBT-Ebene und einem kleinen Anstieg des EPS.
Hinsichtlich der Dividendenzahlungen habe JENOPTIK immer betont, die Liquidität für Akquisitionen zurückzuhalten. Da bisher keine bekannt gegeben worden seien, bleibe eine kleine Möglichkeit für die Einführung von Dividenden. Allerdings sei die Wahrscheinlichkeit recht gering und dies werde ohnehin nicht vom Markt erwartet.
Die Bewertungsmultiplikatoren befänden sich nahe am Allzeittief (z.B. aktuelles EV/EBIT 2012 7,5x vs. 12,5x der nächsten zwölf Monate historisch und einem Durchschnitt von 8,8x während 2011 für 2011).
In Anbetracht der vielen möglichen positiven Nachrichten (Übertreffen der Guidance 2011, positiver Ausblick 2012, kleine Wahrscheinlichkeit von Dividenden) und einem intakten Investment Case empfehlen die Analysten von Warburg Research, die JENOPTIK-Aktie vor den Zahlen zu kaufen. Das Kursziel laute weiterhin EUR 6,80. (Analyse vom 18.01.2012) (18.01.2012/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
JENOPTIK werde am 1. Februar vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 veröffentlichen. Bereinigt um Einmalgewinne im GJ/2010 sollte das EBIT um 35% auf ein neues Rekordniveau von gut EUR 45 Mio. gewachsen sein. Da JENOPTIKs Geschäftsentwicklung die Dynamik bis Jahresende 2011 beibehalten haben sollte und da die Guidance von JENOPTIK normalerweise konservativ sei, könnte das Unternehmen leicht über der letzten Guidance berichten (die den Konsensschätzungen entspreche).
Wie im Vorjahr sollte JENOPTIK einige Kommentare zu den Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr machen. Ein Auftragsbestand auf Rekordhöhe von ca. EUR 450 Mio. (+26% yoy) liefere eine solide Ausgangsbasis. Darüber hinaus sollte JENOPTIK die strukturellen Wachstumsmöglichkeiten nutzen. Entsprechend dürfte JENOPTIK bei den sehr frühzeitigen Kommentaren eines positiven Umsatzwachstums bleiben (Anfang Q4 gegeben) und ein mindestens stabiles EBIT anstreben (rückläufiger halbleiterbezogener Umsatz habe einen verwässernden Effekt auf die Margen).
Die Analysten würden ihre Prognosen anpassen und nun ein etwas positiveres Szenario vor dem Hintergrund eines gesunden mittel- bis langfristigen Trends erwarten. Zu den Treibern würden zählen:
- Bereich Optical Systems (ca. 26% vom Umsatz) bleibe ein Wachstumstreiber, da die Mehrzahl der Zielmärkte dieses Segments in den nächsten Jahren Wachstumsraten von 5 bis 10% und mehr aufweisen sollten. Darüber hinaus werde der Gewinn neuer Schlüsselkunden eine wichtige Rolle spielen. Seit 2008 habe JENOPTIK die Anzahl der Schlüsselkunden von zwölf auf 20 knapp verdoppeln können (Umsatz von mindestens EUR 1 Mio., oft deutlich mehr). Und viel wichtiger: Die Pipeline für weitere Gewinne bleibe gefüllt. Innerhalb der letzten 18 Monate habe JENOPTIK die Anzahl der potenziellen Key Accounts um 70% auf zusätzlich 49 ausweiten können. So dürften die Neukunden z.B. gut 5 PP zum Wachstum des Segments in 2011 beigetragen haben.
Diese Faktoren sowie das starke Auftragsbuch sollten einen möglichen Rückgang der zyklischen Geschäftsbereiche wie Materialbearbeitung oder Optiken für die Halbleiter-/Flachbildschirmindustrie (ca. 11% vom Konzernumsatz 2011) mehr als ausgleichen. Allerdings würden die jüngsten Datenpunkte andeuten, dass die Auftragssituation im Halbleiterumfeld in Q4 besser als erwartet gewesen sei (z.B. Tokyo Electron Q4-Aufträge 50% über der Guidance; ASML 40% über dem Vorquartal und solle in Q1 wachsen), was zu einer Entlastung für die Aufträge aus diesem Segment führen könnte.
Trotz eines zu erwartenden marginalen Rückgangs auf EBIT-Ebene (Umsatzwachstum sollte schwächeren Produktmix nahezu ausgleichen) sollte der Jahresüberschuss dennoch ein neues Rekordniveau erreichen (ohne den deutlichen Buchgewinn in 2010). Die Refinanzierung über Schuldverschreibungen reduziere die Fremdkapitalkosten um 2 PP und führe damit zu einem positiven Einfluss von ca. EUR 1,8 Mio. auf EBT-Ebene und einem kleinen Anstieg des EPS.
Hinsichtlich der Dividendenzahlungen habe JENOPTIK immer betont, die Liquidität für Akquisitionen zurückzuhalten. Da bisher keine bekannt gegeben worden seien, bleibe eine kleine Möglichkeit für die Einführung von Dividenden. Allerdings sei die Wahrscheinlichkeit recht gering und dies werde ohnehin nicht vom Markt erwartet.
Die Bewertungsmultiplikatoren befänden sich nahe am Allzeittief (z.B. aktuelles EV/EBIT 2012 7,5x vs. 12,5x der nächsten zwölf Monate historisch und einem Durchschnitt von 8,8x während 2011 für 2011).
In Anbetracht der vielen möglichen positiven Nachrichten (Übertreffen der Guidance 2011, positiver Ausblick 2012, kleine Wahrscheinlichkeit von Dividenden) und einem intakten Investment Case empfehlen die Analysten von Warburg Research, die JENOPTIK-Aktie vor den Zahlen zu kaufen. Das Kursziel laute weiterhin EUR 6,80. (Analyse vom 18.01.2012) (18.01.2012/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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