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Fr, 17. April 2026, 18:14 Uhr

Int. Börsen uneinheitlich


29.06.01 13:06
GZ-Bank

Zuletzt präsentierten sich die internationalen Börsen in einer uneinheitlichen Verfassung, so die Analysten der GZ-Bank.

Dabei habe insbesondere die mit Zurückhaltung erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank im Fokus der Marktteilnehmer gestanden. Die im Vorfeld von dünnen Umsätzen geprägte Wall Street habe dementsprechend relativ wenig Notiz von den besser als erwartet ausgefallenen Daten zum Verbrauchervertrauen und den Auftragseingängen langlebiger Güter genommen. Vorübergehend belastet worden seien Technologie- und Finanzwerte durch negative Meldungen von Palm und Applied Micro Circuits sowie einer Gewinnwarnung seitens Merrill Lynch.

Die dann am Mittwoch erfolgte, dem Konsens entsprochene, Zinssenkung um 25 Basispunkte habe den Märkten zunächst nicht den nötigen Impuls verleihen könenn. Nach Einschätzung der GZ-Bank Analysten sind die Unsicherheiten über den Fortgang der konjunkturellen Entwicklung bei den Investoren noch zu groß, als dass sich kurzfristig das Sentiment deutlich verbessern ließe. Die von der Fed signalisierte weitere Handlungsbereitschaft sollte dennoch zu einer gewissen Beruhigung bzw. Stabilisierung an den Märkten führen. Die europäischen Börsen hätten einen vergleichbaren Verlauf genommen, wobei mitunter im DAX Irritationen von der Bayer-Gewinnwarnung, einer möglichen Platzierung von Infineon-Aktien und Spekulationen über einen revidierten Siemens-Ausblick ausgegangen seien.

Die tendenziell schlechte Stimmung sei noch unterstützt worden von der zunehmenden konjunkturellen Schwäche in Europa. Hingegen ließen verbesserte EU-Inflationsdaten auf eine baldige EZB-Zinssenkung hoffen. Für die kommenden Wochen sähen die Analysten sowohl in den USA als auch in Europa zwar eine Beruhigung von der konjunkturellen Seite, erwarteten aber weiterhin noch vereinzelt Gewinnwarnungen, die dann die psychologisch geprägten Märkte beeinträchtigen sollten. Von daher gingen sie für die nächsten Tage davon aus, dass sich die Märkte nach einer kurzfristigen technischen Erholung tendenziell weiter uneinheitlich entwickeln würden.

In Anbetracht der anhaltenden Unwägbarkeiten empfiehlt die GZ-Bank weiterhin Engagements in defensiven Titeln wie Allianz, RWE und Unilever.





 
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