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Fr, 17. April 2026, 12:20 Uhr

Insiderhandel ist offensichtlich


10.07.01 15:02
STOCKadHOC.de

Nachbörslich revidierte der Chipbroker ACG seine ursprünglichen Planungen für das laufende Geschäftsjahr von 550 auf 400 Mio. Euro, berichten die Analysten von STOCKadHOC.de.

Weiterhin sei nur noch ein positives EBITA von 15 Mio. Euro zu erwarten. Außerbörslich habe die Aktie rund 30% tiefer notiert und dürfte die Stimmung am Markt heute deutlich belasten. Die Analysten würden sich aber nicht näher mit der fundamentalen Situation des Unternehmens beschäftigen wollen, sondern würden sich zum wiederholten Male empört über die Machenschaften am Neuen Markt zeigen. Der Insiderhandel nehme zunehmens ungeahnte Ausmaße an. Wie sei es zu erklären, dass der ehemalige Börsenliebling innerhalb weniger Wochen trotz Bestätigung der Geschäftsprognosen 65% an Wert verliert?

Wie sei es möglich, dass am gestrigen Handelstag der Kurs trotz freundlichen Umfeldes durch größere Verkäufer zweistellig ins Minus gedrückt werde. Der Insiderhandel sei offensichtlich! Einige Anleger hätten wie so oft mehr gewusst. Harte Strafen seien eigentlich ausgeschlossen. Der Neue Markt werde solange am Boden liegen bleiben, bis mit diesen kriminellen Machenschaften aufgeräumt werde. Anleger sollten deshalb wachsam darauf achten, welche Werte unter hohen Umsätzen scheinbar grundlos in die Tiefe rauschen. Diese Titel empfehle es sich konsequent zu meiden. Einige Kandidaten für ein ähnliches Schicksal würden schon bereit stehen.

Die Analysten würde es nicht wundern, wenn bald D.Logistics mit einer Gewinn- und Umsatzwarnung an die Öffentlichkeit trete. Wenigstens wüsste man dann, woher der aktuelle Verkaufsdruck resultiere. Dies sei allerdings ein ziemlich schwacher Trost für betroffene Anleger.