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Fr, 17. April 2026, 18:00 Uhr

Infineon AG

WKN: 623100 / ISIN: DE0006231004

Infineon kaufen


13.03.02 13:25
Consors Capital

Die Analysten von Consors Capital raten nach wie vor die Aktien von Infineon (WKN 623100) zu kaufen.

Die Infineon-Aktie konsolidiere zur Zeit stark. Grund hierfür seien Befürchtungen bezüglich der weiteren Entwicklung der DRAM-Preise. Als Begründung für eine mögliche Abschwächung würden die zwei Argumente schwache PC-Verkäufe und der Aufbau von Kapazitäten im zweiten Halbjahr 2002 angeführt.

Die Analysten von Consors Capital glauben auch, dass der PC-Markt weitestgehend gesättigt sei und die Wachstumsraten sich nur noch im einstelligen Bereich bewegen würden. Dessen ungeachtet steige jedoch der Speicherbedarf pro Rechner weiter. Neben Windows XP würden hier vor allem Multimedia-Anwendungen als Wachstumstreiber fungieren. Im besonderen sei hier an den zur Zeit immer deutlicher werdenden Trend zur Digitalen Kamera gedacht. Das Speichern von Bildern auf dem PC werde erheblichen Speicherbedarf mit sich bringen. Die Analysten seien daher mittelfristig nicht pessimistisch für die Nachfrageseite im Bereich DRAM.

Der gravierende Einbruch der DRAM-Preise habe seine Ursachen auf der Angebotsseite. Der im wesentlichen durch Hynix angefachte ruinöse Wettbewerb habe jedoch sein Ende gefunden und sei einer kooperativen Politik gewichen. Die Analysten gingen davon aus, dass dieser Zustand ungeachtet des Zustandekommens einer Fusion mit Micron Technology anhalten werde.

Aktuell bestünden infolge des anstehenden Starts mehrer 300mm-Fabriken Ängste bezüglich des erneuten Aufbaus von Überkapazitäten. Zu berücksichtigen sei hierbei, dass das "Hochfahren" einer solchen Fabrik mehrere Monate in Anspruch nehmen werde. Kurzfristig entstehe daher keine Überproduktion. Die aktuelle Knappheit von SDRAM resultiere aus Unterinvestitionen in diesem Bereich in 2002.

In die alten 200mm-SDARM-Fabriken sei nicht mehr investiert worden. Das mache sich nun bemerkbar. SDRAM werde mindestens 50% des Outputs der Branche in 2003 ausmachen. Zur Zeit dürfte diese Quote sogar eher noch bei 70% liegen. Da die meisten neuen 300mm-Fabriken für DDR-DRAM ausgelegt seien und gerade erst die Produktion begännen, dürfte eine weiterhin stabile Tendenz der Preise für SDRAM und DDR-DRAM wahrscheinlich sein. So erwarte Dataquest im zweiten Halbjahr 2002 eine Unterversorgung des Marktes für DDR-DRAM und SDRAM um 2,2%.

Positiv werde auch die Kooperation von Infineon mit Winbond sowie die Erhöhung des Outputanteils bei PROMOS gewertet. Es handele sich im wesentlichen um Outsourcing-Vereinbarungen, die zumindest eine Begrenzung des Capex-Anstiegs im Falle eines erneuten Booms wahrscheinlich werden lasse. Auf die Ergebnisse ergäben sich kurzfristig keine signifikanten Auswirkungen.

Aufgrund der stabilen Preise bei DRAM und des sich reduzierenden Risikos bei den Capex würden die Analysten ihre Ergebnisschätzen für 2002 und 2003 von Euro -0,76 auf Euro -0,70 sowie von Euro 1,34 auf Euro 1,50 erhöhen. Das Kursziel werde von Euro 27 auf Euro 30 erhöht, was ein faires KGV von 20 auf Basis der EPS 2003 unterstelle.

Demnach raten die Analysten von Consors Capital weiterhin die Aktien von Infineon zu kaufen.





 
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