Helkon Media Underperformer
06.08.02 09:12
Stadtsparkasse Köln
Die Aktie der Helkon Media AG (WKN 608050) wird sich nach Einschätzung von Analysten der Stadtsparkasse Köln schlechter als der Referenzindex entwickeln.
Die 1992 gegründete Helkon Media AG mit Sitz in München konzentriere sich auf die Bereiche Film und Fernsehen und decke die gesamte Wertschöpfungs-Kette von der Filmproduktion bis zur Verwertung über alle Stufen ab. Helkon verfüge über eine umfangreiche Film-Bibliothek, die sowohl deutsche als auch internationale Mainstream- und Arthouse-Filme umfasse.
Helkon habe wegen ZAhlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt. Nachdem Verhandlungen mit den wichtigsten kreditgebenden Banken über eine Umschuldung sowie Gespräche mit potenziellen Partnern und Investoren gescheitert waren, habe Helkon den nötigen Finanzbedarf zur Fortsetzung des im Herbst 2001 eingeleiteten Restrukturierungs-Programms nicht sicherstellen können. Dabei habe Helkon auf das stark veränderte Umfeld in der Medien-Branche hingewiesen, das u.a. durch den Zusammenbruch einiger großer Medienfirmen entstanden sei und dabei das Vorantreiben der Sanierungs-Bemühungen belastet hätte. Helkon strebe eine Fortführung der Geschäfte an. Ziel sei es, Arbeitsplätze und Kundenbeziehungen zu erhalten. Nach eigenen Angaben beschäftige Helkon konzernweit 120 Mitarbeiter. Die Bezahlung der Beschäftigen sei für die nächsten zwei Monate sichergestellt. Der Aufsichtsrat, dessen neue Mitglieder erst kürzlich ihr Amt aufgenommen hatten, sei geschlossen mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter sei bereits eingesetzt worden.
Unternehmensgründer und Vorstandschef Martin Heldmann sei Ende Mai nach Spannungen mit den Fremdkapitalgebern des Unternehmens von seinem Posten bei der Helkon Media AG zurückgetreten. Seine Aufgaben seien von den Vorständen Mark Ramakers und Markus Reischi übernommen worden. Heldmann halte 19% der Helkon-Anteile. Ein Verkauf der Aktien sei derzeit nicht vorgesehen.
Helkon habe ein zwölf Filme umfassendes Paket an RTL lizenziert. Neben den Rechten an dem Kinoerfolg "Wedding Planner" mit Jennifer Lopez habe RTL auch die Free-TV-Rechte an "Pakt der Wölfe" erworben.
In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres habe Helkon den Umsatz um 48% auf 145 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr steigern können. Das EBITDA habe bei 78,8 Mio. Euro gelegen, das EBIT sei allerdings auf -18,9 Mio. Euro gesunken. Das Konzernperiodenergebnis habe -21,9 Mio. Euro betragen. Das Ergebnis sei geprägt gewesen von einer Sonderabschreibung auf die Filmbibliothek in Höhe von 10 Mio. Euro, wodurch dem Preisverfall für Pay-TV-Rechte Rechnung getragen worden sei. Der Wertansatz der Pay-TV-Rechte liege nun bei 5% ihres Lizenzwertes. Außerdem habe die hinter den Erwartungen zurückgebliebene Kinoauswertung des Films "Rollerball" und die einmaligen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,1 Mio. Euro das Ergebnis belastet. Die liquiden Mittel haben sich per 30.04.2002 auf 15,7 Mio. Euro belaufen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Helkon die Ziele deutlich verfehlt und ein negatives EBIT von -9,3 Mio. Euro ausgewiesen.
Helkon habe zum 01. Juli 2002 den Wechsel vom Neuen Markt in den Geregelten Markt vollzogen. Dadurch sollen Kosten eingespart werden, die durch die umfangreichen Publizitäts- und Informationspflichten am Neuen Markt und die Betreuungspflicht durch zwei Designated Sponsors ausgelöst worden seien.
Die seit Monaten angespannte Liquiditätslage der Helkon Media AG habe nun mit der Stellung des Insolvenzantrages einen Höhepunkt erreicht. Es sei sehr wahrscheinlich, dass Helkon in die Insolvenz gehen werde.
Das Researchteam der Stadtsparkasse Köln bleibt daher bezüglich den Aktien von Helkon Media bei ihrem Rating "Underperformer".
Die 1992 gegründete Helkon Media AG mit Sitz in München konzentriere sich auf die Bereiche Film und Fernsehen und decke die gesamte Wertschöpfungs-Kette von der Filmproduktion bis zur Verwertung über alle Stufen ab. Helkon verfüge über eine umfangreiche Film-Bibliothek, die sowohl deutsche als auch internationale Mainstream- und Arthouse-Filme umfasse.
Helkon habe wegen ZAhlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt. Nachdem Verhandlungen mit den wichtigsten kreditgebenden Banken über eine Umschuldung sowie Gespräche mit potenziellen Partnern und Investoren gescheitert waren, habe Helkon den nötigen Finanzbedarf zur Fortsetzung des im Herbst 2001 eingeleiteten Restrukturierungs-Programms nicht sicherstellen können. Dabei habe Helkon auf das stark veränderte Umfeld in der Medien-Branche hingewiesen, das u.a. durch den Zusammenbruch einiger großer Medienfirmen entstanden sei und dabei das Vorantreiben der Sanierungs-Bemühungen belastet hätte. Helkon strebe eine Fortführung der Geschäfte an. Ziel sei es, Arbeitsplätze und Kundenbeziehungen zu erhalten. Nach eigenen Angaben beschäftige Helkon konzernweit 120 Mitarbeiter. Die Bezahlung der Beschäftigen sei für die nächsten zwei Monate sichergestellt. Der Aufsichtsrat, dessen neue Mitglieder erst kürzlich ihr Amt aufgenommen hatten, sei geschlossen mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter sei bereits eingesetzt worden.
Unternehmensgründer und Vorstandschef Martin Heldmann sei Ende Mai nach Spannungen mit den Fremdkapitalgebern des Unternehmens von seinem Posten bei der Helkon Media AG zurückgetreten. Seine Aufgaben seien von den Vorständen Mark Ramakers und Markus Reischi übernommen worden. Heldmann halte 19% der Helkon-Anteile. Ein Verkauf der Aktien sei derzeit nicht vorgesehen.
In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres habe Helkon den Umsatz um 48% auf 145 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr steigern können. Das EBITDA habe bei 78,8 Mio. Euro gelegen, das EBIT sei allerdings auf -18,9 Mio. Euro gesunken. Das Konzernperiodenergebnis habe -21,9 Mio. Euro betragen. Das Ergebnis sei geprägt gewesen von einer Sonderabschreibung auf die Filmbibliothek in Höhe von 10 Mio. Euro, wodurch dem Preisverfall für Pay-TV-Rechte Rechnung getragen worden sei. Der Wertansatz der Pay-TV-Rechte liege nun bei 5% ihres Lizenzwertes. Außerdem habe die hinter den Erwartungen zurückgebliebene Kinoauswertung des Films "Rollerball" und die einmaligen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,1 Mio. Euro das Ergebnis belastet. Die liquiden Mittel haben sich per 30.04.2002 auf 15,7 Mio. Euro belaufen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Helkon die Ziele deutlich verfehlt und ein negatives EBIT von -9,3 Mio. Euro ausgewiesen.
Helkon habe zum 01. Juli 2002 den Wechsel vom Neuen Markt in den Geregelten Markt vollzogen. Dadurch sollen Kosten eingespart werden, die durch die umfangreichen Publizitäts- und Informationspflichten am Neuen Markt und die Betreuungspflicht durch zwei Designated Sponsors ausgelöst worden seien.
Die seit Monaten angespannte Liquiditätslage der Helkon Media AG habe nun mit der Stellung des Insolvenzantrages einen Höhepunkt erreicht. Es sei sehr wahrscheinlich, dass Helkon in die Insolvenz gehen werde.
Das Researchteam der Stadtsparkasse Köln bleibt daher bezüglich den Aktien von Helkon Media bei ihrem Rating "Underperformer".
18.07.03
, SdK AktionärsNews
Helkon Media verkaufenUmsatzstarke Tage zum Verkauf von Aktien der Helkon Media AG (ISIN DE0006080500/ WKN 608050) nutzen, dieser Ratschlag ...
04.07.03
, Ad hoc
Helkon Zustimmung für Insolvenzverw [...]Der Insolvenzverwalter der Helkon Media AG (ISIN DE0006080500/ WKN 608050), RA Axel W. Bierbach, München hat mit Zustimmung ...
17.12.02
, Ad hoc
Helkon Media Tochter IsolvenzantragDie Kinofilm München Filmproduktion GmbH, eine 100%ige Tochter der Helkon Media AG, (WKN 608050) über deren Vermögen ...
