Gericom kaufen
23.08.02 12:25
Consors Capital
Die Analysten von Consors Capital empfehlen die Aktie von Gericom (WKN 565773) zu kaufen.
Die Wertung der Halbjahreszahlen von Gericom falle nicht leicht. Nach der schwachen Umsatzentwicklung des ersten Quartals 2002 habe das Unternehmen im zweiten Quartal 2002 die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr wieder steigern können, die operative Margensituation habe sich hingegen weiter verschärft.
Die Bruttomarge im zweiten Quartal (7,02%) habe sich sowohl gegenüber dem Vorjahreswert (8,35%) als auch gegenüber dem ersten Quartal (8,83%) beträchtlich verschlechtert. Aufgrund der höheren Gemeinkosten, die nicht zuletzt auf die höhere Mitarbeiterzahl bei gleichzeitig geringerem Umsatzniveau zurückzuführen seien, habe sich auch die EBIT -Marge deutlich reduziert (2. Quartal 2002 4,51%, 2. Quartal 2001 4,94%, 1. Quartal 2002 4,93%).
Auch der operative Cash Flow habe sich (1. Halbjahr 2002 -4,43 Mio. EUR) sowohl gegenüber dem Vorjahreswert (1. Halbjahr 2001 +10,27 Mio. EUR) als auch gegenüber dem ersten Quartal (1. Quartal 2002 +2,17 Mio. EUR) verschlechtert. Dies sei vor allem auf die stark zurückgegangenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Als Folge sei der Free Cash Flow, trotz der sehr niedrigen Investitionen, negativ geblieben.
Positiv entwickle sich der Auftragsbestands, dieser habe um 14,8% auf 46,1 Mio. EUR zugenommen. Trotz der rückläufigen Brutto- und EBIT-Marge sei das Konzernergebnis besser als erwartet ausgefallen; dies sei auf die sehr niedrige Steuerquote im zweiten Quartal zurückzuführen (2. Quartal 12,14%; 1. Halbjahr 19,87%). Um die negative Margenentwicklung auszugleichen, habe GERICOM nach Maßnahmen gesucht, die sich positiv auf die Bottom-line auswirken würden. Einerseits sei beschlossen worden, die Kapazitäten des Produktionsstandorts Linz zu reduzieren und in kostengünstigere Regionen zu verlagern. Daneben seien Überlegungen zu Steueroptimierung angestellt worden.
Das Management habe sich unter anderem den bereits bestehenden Standort Taiwan weiter auszubauen entschieden. Dadurch gelinge es dem Unternehmen auch die Konzernsteuerrate, zumindest mittelfristig, bis auf 20% zu senken (bisher ca. 34%). Für das laufende Jahr werde noch von einer Konzernsteuerrate von 22% ausgegangen. Das Österreichische Steuerrecht sehe von einer Besteuerung der Erträge einer Tochtergesellschaft bei der Muttergesellschaft ab, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt seien (mind. 25% Beteiligung bei mind. 2jährigen Beteiligungsdauer und bei einem Körperschaftssteuersatz im Ursprungsland von mind. 15%).
Alle diese Voraussetzungen seien bei Gericom gegeben, daher würden die Analysten auch die Steuerquote in ihrem Modell entsprechend den Unternehmensangaben senken. Mittel- bis langfristig gehe man jedoch davon aus, dass die Konzernsteuerquote wieder ansteigen werde und unterstelle daher ab dem Jahr 2009 eine Konzernsteuerquote von 30% in dem Bewertungsmodell.
Für das laufende Jahr rechne man bei Gericom nicht mehr mit einer nennenswerten Margenentspannung. Die Analysten würden nun mit einer EBIT-Marge von 4,48% in 2002 (vorher 4,71 %) bzw. 4,30% in 2003 (vorher 4,50%) kalkulieren. Aufgrund der nun niedrigeren Steuerquote ergebe sich jedoch sowohl für 2002 als auch für 2003 eine höhere EPS. Kennzahl (2002: von 1,76 EUR nach 1,59 EUR; 2003: von 1,91 EUR nach 1,64 EUR). Das Fair Value der Analysten betrage jetzt 17,16 EUR.
Das Anlageurteil der Analysten von Consors Capital für die Gericom-Aktie lautet unverändert "kaufen".
Die Wertung der Halbjahreszahlen von Gericom falle nicht leicht. Nach der schwachen Umsatzentwicklung des ersten Quartals 2002 habe das Unternehmen im zweiten Quartal 2002 die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr wieder steigern können, die operative Margensituation habe sich hingegen weiter verschärft.
Die Bruttomarge im zweiten Quartal (7,02%) habe sich sowohl gegenüber dem Vorjahreswert (8,35%) als auch gegenüber dem ersten Quartal (8,83%) beträchtlich verschlechtert. Aufgrund der höheren Gemeinkosten, die nicht zuletzt auf die höhere Mitarbeiterzahl bei gleichzeitig geringerem Umsatzniveau zurückzuführen seien, habe sich auch die EBIT -Marge deutlich reduziert (2. Quartal 2002 4,51%, 2. Quartal 2001 4,94%, 1. Quartal 2002 4,93%).
Auch der operative Cash Flow habe sich (1. Halbjahr 2002 -4,43 Mio. EUR) sowohl gegenüber dem Vorjahreswert (1. Halbjahr 2001 +10,27 Mio. EUR) als auch gegenüber dem ersten Quartal (1. Quartal 2002 +2,17 Mio. EUR) verschlechtert. Dies sei vor allem auf die stark zurückgegangenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Als Folge sei der Free Cash Flow, trotz der sehr niedrigen Investitionen, negativ geblieben.
Das Management habe sich unter anderem den bereits bestehenden Standort Taiwan weiter auszubauen entschieden. Dadurch gelinge es dem Unternehmen auch die Konzernsteuerrate, zumindest mittelfristig, bis auf 20% zu senken (bisher ca. 34%). Für das laufende Jahr werde noch von einer Konzernsteuerrate von 22% ausgegangen. Das Österreichische Steuerrecht sehe von einer Besteuerung der Erträge einer Tochtergesellschaft bei der Muttergesellschaft ab, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt seien (mind. 25% Beteiligung bei mind. 2jährigen Beteiligungsdauer und bei einem Körperschaftssteuersatz im Ursprungsland von mind. 15%).
Alle diese Voraussetzungen seien bei Gericom gegeben, daher würden die Analysten auch die Steuerquote in ihrem Modell entsprechend den Unternehmensangaben senken. Mittel- bis langfristig gehe man jedoch davon aus, dass die Konzernsteuerquote wieder ansteigen werde und unterstelle daher ab dem Jahr 2009 eine Konzernsteuerquote von 30% in dem Bewertungsmodell.
Für das laufende Jahr rechne man bei Gericom nicht mehr mit einer nennenswerten Margenentspannung. Die Analysten würden nun mit einer EBIT-Marge von 4,48% in 2002 (vorher 4,71 %) bzw. 4,30% in 2003 (vorher 4,50%) kalkulieren. Aufgrund der nun niedrigeren Steuerquote ergebe sich jedoch sowohl für 2002 als auch für 2003 eine höhere EPS. Kennzahl (2002: von 1,76 EUR nach 1,59 EUR; 2003: von 1,91 EUR nach 1,64 EUR). Das Fair Value der Analysten betrage jetzt 17,16 EUR.
Das Anlageurteil der Analysten von Consors Capital für die Gericom-Aktie lautet unverändert "kaufen".
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