Gericom kaufen
19.06.02 09:13
Consors Capital
Die Analystin Natalia Lenz von Consors Capital empfiehlt die Aktie der Gericom AG (WKN 565773) zum Kauf.
Das am Neuen Markt notierte österreichische Unternehmen habe sich, im Gegensatz zu den Wettbewerbern (z.B. Medion und IPC Archtec), ausschließlich auf den Vertrieb von Notebooks und Notebookzubehör spezialisiert. Vormals habe der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von Gericom im PC-Vertrieb gelegen. Heute sei das Unternehmen Marktführer für Notebooks im Home-Bereich in Deutschland und Österreich.
Nach dem glänzend abgeschlossenen Geschäftsjahr 2001 habe sich Gericom im ersten Quartal 2002 mit einigen Problemen auseinandersetzen müssen. In diesem Zeitraum seien die Umsatzerlöse um 46% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zurückgegangen. Einerseits könne dies durch die ungewöhnlich hohe Vorjahresvergleichsgröße aufgrund des First-Mover-Ettekts bei der Einführung der P3-Notebooks, andererseits durch die anderweitige Auftragsvergabe durch Lidl & Schwarz (dieser Absatzkanal habe ca. 30% zu den Umsatzerlösen des Vorjahresquartals beigetragen) erklärt werden.
Die Bruttomarge habe das Unternehmen zwar auf 8,8% verglichen mit 6,7% im 1. Quartal 2001 steigern können. die Verbesserung habe sich jedoch aufgrund der rückläufigen Umsätze bei relativ konstantem Fixkostenblock nicht in der Betriebsergebnismarge wiedergespiegelt. Das Ergebnis je Aktie sei von 0,50 Euro auf 0,29 Euro zurückgegangen. Am 05.06.02 habe Gericom die Planzahlen für das Jahr 2002 von 640 Mio. Euro auf 540 Mio. Euro für den Umsatz sowie von 5,3% auf 4,9% bei der EBIT -Marge zurückgenommen. Diese Zahlen entsprächen den Werten des Geschäftsjahres 2001.
Infolge der unzufriedenstellenden unternehmensinternen Entwicklung sowie Gerüchten und Rückschlüssen im Zusammenhang mit aufgetretenen akuten Problemen einiger unmittelbarer Wettbewerber habe die Aktie seit Jahresanfang mehr als 50% ihres Wertes eingebüßt. Insbesondere aufgrund der jüngsten Unternehmensentwicklungen liege der mittelfristige Zielfokus des Unternehmens unbestritten auf der Absatzseite.
Gericom sei zuversichtlich, einerseits durch die verstärkte internationale Präsenz (beispielsweise mit Hilfe der neugeknüpften Geschäftsbeziehung mit dem französischen Retailer "lederc"), andererseits durch die Ausweitung und Neusegmentierung der Produktpalette (z.B. Angebot von Design-Notebooks u.ä.) seine Marktpräsenz weiterhin stärken zu können. Der Erfolg der vom Unternehmen neueingeschlagenen Strategie werde nach Erachten der Analysten frühestens in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2002 messbar sein.
Der zumindest temporäre Verlust von Lidl & Schwarz, die über 20% zum Umsatz des Geschäftsjahres 2001 beigetragen hätten, veranlasse die Analysten zu vorsichtigerer Planung bezüglich der weiteren Geschäftsentwicklung von Gericom. Für das Jahr 2002 gehe man nicht mehr davon aus, dass Gericom die revidierte Planung (Umsatzerlöse von 540 Mio. Euro; EBIT- Marge von 4,9%), insbesondere in Bezug auf die Ergebnisgröße, aufgrund höherer Verwaltungskosten erfüllen könne.
Bei der Berechnung des fairen Wertes je Aktie berücksichtigten die Analysten von Consors Capital nun viel stärker auch das Szenario, bei dem die gesamten Umsätze mit Lidl & Schwarz ausbleiben. Bei der Entwicklung des operativen Geschäftes habe man bis zum Jahr 2006 eine auf 7,7% (aktuell: 8,8%) abnehmende und danach konstante Bruttomarge unterstellt. Bei der Steuerbelastung gehe man langfristig von einer Quote von 37% (Q1 2002: 29,8%; GJ 2001: 31,4%) aus.
Ungeachtet der restriktiven Modellannahmen (WACC von 13,4%, auf 1,5% abnehmende neunjährige Wachstumsraten des Free Cash Flows (FCF), ewige Wachstumsrate des FCF von 1,5%) sowie der Gleichgewichtung der Umsatzentwicklungsszenarien mit und ohne Lidl & Schwarz ergebe sich ein deutlich über dem aktuellen Niveau liegender fairer Wert von 16,26 Euro. Die im Moment deutlich über 5% liegende Dividendenrendite sei nach Erachten der Analysten ein weiteres Argument für das Engagement in der Aktie.
Die Anlageempfehlung des Analystenteams von Consors Capital für die Gericom-Aktie lautet "kaufen".
Das am Neuen Markt notierte österreichische Unternehmen habe sich, im Gegensatz zu den Wettbewerbern (z.B. Medion und IPC Archtec), ausschließlich auf den Vertrieb von Notebooks und Notebookzubehör spezialisiert. Vormals habe der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von Gericom im PC-Vertrieb gelegen. Heute sei das Unternehmen Marktführer für Notebooks im Home-Bereich in Deutschland und Österreich.
Nach dem glänzend abgeschlossenen Geschäftsjahr 2001 habe sich Gericom im ersten Quartal 2002 mit einigen Problemen auseinandersetzen müssen. In diesem Zeitraum seien die Umsatzerlöse um 46% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zurückgegangen. Einerseits könne dies durch die ungewöhnlich hohe Vorjahresvergleichsgröße aufgrund des First-Mover-Ettekts bei der Einführung der P3-Notebooks, andererseits durch die anderweitige Auftragsvergabe durch Lidl & Schwarz (dieser Absatzkanal habe ca. 30% zu den Umsatzerlösen des Vorjahresquartals beigetragen) erklärt werden.
Die Bruttomarge habe das Unternehmen zwar auf 8,8% verglichen mit 6,7% im 1. Quartal 2001 steigern können. die Verbesserung habe sich jedoch aufgrund der rückläufigen Umsätze bei relativ konstantem Fixkostenblock nicht in der Betriebsergebnismarge wiedergespiegelt. Das Ergebnis je Aktie sei von 0,50 Euro auf 0,29 Euro zurückgegangen. Am 05.06.02 habe Gericom die Planzahlen für das Jahr 2002 von 640 Mio. Euro auf 540 Mio. Euro für den Umsatz sowie von 5,3% auf 4,9% bei der EBIT -Marge zurückgenommen. Diese Zahlen entsprächen den Werten des Geschäftsjahres 2001.
Gericom sei zuversichtlich, einerseits durch die verstärkte internationale Präsenz (beispielsweise mit Hilfe der neugeknüpften Geschäftsbeziehung mit dem französischen Retailer "lederc"), andererseits durch die Ausweitung und Neusegmentierung der Produktpalette (z.B. Angebot von Design-Notebooks u.ä.) seine Marktpräsenz weiterhin stärken zu können. Der Erfolg der vom Unternehmen neueingeschlagenen Strategie werde nach Erachten der Analysten frühestens in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2002 messbar sein.
Der zumindest temporäre Verlust von Lidl & Schwarz, die über 20% zum Umsatz des Geschäftsjahres 2001 beigetragen hätten, veranlasse die Analysten zu vorsichtigerer Planung bezüglich der weiteren Geschäftsentwicklung von Gericom. Für das Jahr 2002 gehe man nicht mehr davon aus, dass Gericom die revidierte Planung (Umsatzerlöse von 540 Mio. Euro; EBIT- Marge von 4,9%), insbesondere in Bezug auf die Ergebnisgröße, aufgrund höherer Verwaltungskosten erfüllen könne.
Bei der Berechnung des fairen Wertes je Aktie berücksichtigten die Analysten von Consors Capital nun viel stärker auch das Szenario, bei dem die gesamten Umsätze mit Lidl & Schwarz ausbleiben. Bei der Entwicklung des operativen Geschäftes habe man bis zum Jahr 2006 eine auf 7,7% (aktuell: 8,8%) abnehmende und danach konstante Bruttomarge unterstellt. Bei der Steuerbelastung gehe man langfristig von einer Quote von 37% (Q1 2002: 29,8%; GJ 2001: 31,4%) aus.
Ungeachtet der restriktiven Modellannahmen (WACC von 13,4%, auf 1,5% abnehmende neunjährige Wachstumsraten des Free Cash Flows (FCF), ewige Wachstumsrate des FCF von 1,5%) sowie der Gleichgewichtung der Umsatzentwicklungsszenarien mit und ohne Lidl & Schwarz ergebe sich ein deutlich über dem aktuellen Niveau liegender fairer Wert von 16,26 Euro. Die im Moment deutlich über 5% liegende Dividendenrendite sei nach Erachten der Analysten ein weiteres Argument für das Engagement in der Aktie.
Die Anlageempfehlung des Analystenteams von Consors Capital für die Gericom-Aktie lautet "kaufen".
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