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Sa, 18. April 2026, 2:05 Uhr

Fiat Priv.

WKN: 860008 / ISIN: IT0001976411

Fiat Underperformer


16.05.02 15:40
LB Baden-Württemberg

Wolfgang Albrecht, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), bewerten die Fiat-Aktie (WKN 860008) mit Underperformer.

Fiat sei der größte Industriekonzern Italiens mit weltweiten Aktivitäten auf mehreren Geschäftsfeldern. Hierzu zählten die Fiat-Autosparte, IVECO Nutzfahrzeuge, New Holland Landmaschinen, Magneti Marelli Autokomponenten. Weitere Tätikeitsfelder des Fiat-Konzerns seien das Versicherungsgeschäft sowie Aktivitäten in der Luftfahrt- und Medienbranche.

Fiat habe zum ersten Quartal enttäuschende Ertragszahlen vorgelegt. Während sich der Umsatz des Konzerns mit 14,1 Mrd. Euro (im Vorjahr: 14,7 Mrd. Euro) noch über den Erwartungen bewegt habe, habe das operative Ergebnis mit einem Minus von 299 Mio. Euro (im Vorjahr: -16 Mio. Euro) deutlich unter der Schätzung von –150 Mio. Euro gelegen.

Verantwortlich für die negative Ertragsentwicklung sei insbesondere die Fiat-Autosparte, die einen Verlust von 429 Mio. Euro beigesteuert habe. Der Ertragseinbruch sei vor dem Hintergrund der Einführung des Hoffnungsträgers Fiat Stilo sowie den realisierten Kostensenkungsmaßnahmen durch die verstärkte Zusammenarbeit mit General Motors umso bedenklicher.

Die Zielsetzung der Konzernleitung für das Jahr 2002 ein ausgeglichenes operatives Ergebnis sowie eine Halbierung der auf 6,6 Mrd. Euro angestiegenen Nettoverschuldung zu erreichen, halten man für ambitioniert. Man erwarte für das laufende Geschäftsjahr eine Forcierung der Beteiligungsverkäufe. Um den Schuldenabbau zu beschleunigen, sei bereits für dieses Jahr ein Börsengang der Rennwagentochter Ferrari geplant.

Die Zusammenarbeit mit GM als Partner dürfte darüber hinaus weiter forciert werden. Die Restrukturierung falle allerdings in eine schwierige Phase. Die Absatzzahlen seien im ersten Quartal mit 16% in Westeuropa und 24% in Brasilien deutlich stärker als der Branchentrend gesunken. Der Marktanteil von Fiat in Europa sei seit 1991 von 14% auf 9,5% im ersten Quartal 2002 gefallen.

Trotz negativer Quartalsberichterstattung habe sich die Fiat-Aktie in einem schwachen Umfeld relativ gut behaupten können. Man führe dies zum einen auf die Markttechnik zurück, schließlich habe die Aktie seit Jahresbeginn 2001 nahezu die Hälfte ihres Wertes verloren, zum anderen auf die erkennbare Forcierung der Restrukturierungsbemühungen. Aus fundamentaler Sicht sprächen die deutlichen Marktanteilsverluste in Westeuropa, die niedrige Kapazitätsauslastung sowie die chronisch schwache Rentabilität gegen eine Höherstufung.

Die Analysten der LBBW halten daher an ihrem Rating Underperformer für Fiat fest.





 
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