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F24

WKN: A12UK2 / ISIN: DE000A12UK24

F24 kaufen


11.09.07 11:10
GBC-Research

Augsburg (aktiencheck.de AG) - Felix Gode und Manuel Hölzle, Analysten von GBC-Research, stufen die F24-Aktie (ISIN DE000A0F5WM7 / WKN A0F5WM) nach wie vor mit "kaufen" ein.

Wie bereits in den vergangenen Quartalen habe die F24 AG auch im zweiten Quartal 2007 die Umsätze mit ihrem Hauptprodukt FACT24 weiter erhöhen können. Inzwischen hätten die Umsätze mit FACT24 kontinuierlich gesteigert werden können. Während im Vergleichsquartal 2006 noch 0,253 Mio. EUR erwirtschaftet worden seien, seien es in 2007 bereits 0,343 Mio. EUR gewesen, was einer Wachstumsrate von fast 36% entspreche.

Grund für die stetige Entwicklung sei das besondere Geschäftsmodell der F24 AG. Kunden, die sich einmal für das Produkt FACT24 entschieden hätten, würden diesem in der Regel auch treu bleiben. Zum einen biete das Angebot der F24 den Vorteil, dass die Kunden keine eigene Hardware für die Alarmierungslösungen unterhalten müssten, da das System webbasiert sei. Zum anderen zeichne sich die F24 durch eine hohe Kundenzufriedenheit aus. Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter würde zudem einen hohen Einrichtungsaufwand mit sich bringen, der in vielen Fällen unverhältnismäßig wäre. Die Kundentreue sei aus diesen Gründen außerordentlich hoch. Der Abgang der bestehenden Kunden betrage lediglich 2% pro Jahr.

Zudem begünstige die Umsatzstruktur aus dem Produkt FACT24 die Stetigkeit beim Wachstum. Kunden der F24 würden in der Regel Verträge für die Leistungen der F24 über eine Laufzeit von drei Jahren abschließen. Die Kosten würden sich für die Kunden auf durchschnittlich 8.000 EUR pro Jahr belaufen. 88% der Kosten würden eine monatliche Grundgebühr für die Bereitstellung der Dienste umfassen. Die übrigen 12% würden sich aus einmaligen Kosten wie Beratung, Einarbeitung und Entwicklung sowie nutzungsabhängigen Volumengebühren zusammensetzen.

Damit erhöhe jeder gewonnene Kunde den Grundstock an sicher erwirtschafteten Umsätzen, woraus sich das konstante Wachstum herleiten lasse. Der Umsatzanteil von FACT24 betrage im Konzern bereits 79%.

Knackpunkt dieses Geschäftsmodells sei damit der Vertrieb. Je mehr Kunden neu gewonnen werden könnten, umso höher baue sich der sichere Umsatzbestand aus den Grundgebühren auf. Zum Halbjahr liege der Kundenbestand bei 186. Im Geschäftsjahr 2006 habe der Kundenstamm für FACT24 von 125 auf 174 ausgebaut werden können. Damit habe im ersten Halbjahr 2007 die Dynamik der Kundenneugewinnung zunächst nicht fortgeführt werden können. Jedoch hätten unter den neu gewonnenen Kunden namhafte Unternehmen wie die Münchener Rück, Deutsche Lufthansa oder HSBC akquiriert werden können.

Die Begründung für die verlangsamte Dynamik liege in dem Aufbau der ausländischen Tochtergesellschaften, worauf schwerpunktmäßig die Konzentration gelegt worden sei. So seien, neben der schon vorher bestehenden Tochtergesellschaft in England, Gesellschaften in Tschechien, Spanien und Frankreich errichtet worden. Bereits im dritten Quartal sollten in den neuen Tochtergesellschaften erste Kunden gewonnen werden, sodass damit gerechnet werde, dass bei allen vier Tochtergesellschaften noch in 2007 jeweils mindestens sieben neue Kunden gewonnen werden könnten.

Dafür werde jedem der bereits angestellten Geschäftsführer in den Auslandstöchtern ein weiterer Vertriebsmitarbeiter zur Seite gestellt werden. Bis zum Ende des Jahres sollte es dem F24-Konzern möglich sein, den Kundenstamm für FACT24 auf bis zu 250 Kunden auszubauen.

Das Unternehmen gehe von einem Umsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2007 von 22% bis 28% aus, was eine Bandbreite zwischen 2,022 Mio. EUR und 2,122 Mio. EUR bedeuten würde. Damit würden die Analysten mit ihren Annahmen von 2,184 Mio. EUR leicht über der oberen Bandbreite liegen. Eine Korrektur nach unten würden sie dennoch noch nicht vornehmen. Sie würden davon ausgehen, dass die Prognosen konservativ gewählt seien und entsprechende Anlaufrisiken bei den Auslandstöchtern inkludieren würden. Somit sei ein Erreichen der Prognosen der Analysten noch möglich.

Die Muttergesellschaft F24 AG arbeite bereits sehr profitabel. Bei Umsatzerlösen in Höhe von 0,935 Mio. EUR habe das Unternehmen ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 0,188 Mio. EUR erwirtschaftet, was einer Marge von rund 20% entspreche. Auf EBITDA-Basis sei eine Marge von 29% erzielt und ein positiver Cashflow-Beitrag von 0,275 Mio. EUR geleistet worden.

Die ausländischen Tochtergesellschaften hätten im ersten Halbjahr 2007 noch einen negativen Beitrag beigesteuert. Es seien bisher noch keine Kunden akquiriert worden, da die Gesellschaften erst jüngst gegründet worden seien. Dagegen seien bereits Kosten in Höhe von 0,425 Mio. EUR angefallen. Darin enthalten seien 0,212 Mio. EUR Anlaufkosten.

Konzernweit hätten sich die Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2007 auf 0,834 Mio. EUR belaufen - bei einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -0,248 Mio. EUR.

Die F24 AG sei auf dem Wege, seine Kundenbasis stark auszuweiten. Mit der Expansion auf den europäischen Auslandsmarkt werde hierfür gerade ein wichtiger Schritt getan. Mit einer erwartet stark steigenden Kundenbasis würden Skaleneffekte zum Tragen kommen, sodass sich auch die Gewinnsituation deutlich verbessern werde und überproportional zu den Umsätzen ansteigen sollte.

Für das laufende Geschäftsjahr 2007 würden die Analysten sogar ein Übertreffen ihrer Ergebnisschätzungen für nicht ausgeschlossen halten, zumal zum Halbjahr ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -0,248 Mio. EUR, gegenüber ihrer Schätzung zum Gesamtjahr von -0,993 Mio. EUR, erwirtschaftet worden sei. Dennoch würden sie ihre Annahmen vorerst beibehalten, um eventuellen Anlaufproblemen oder zusätzlichen Investitionen Rechnung zu tragen.

Mit der Veröffentlichung der Meldung zum dritten Quartal 2007 würden detailliertere Informationen zu dem anfänglichen Geschäftsverlauf bei den Tochtergesellschaften vorliegen, womit eine genauere Prognose für das Gesamtjahr erfolgen könne.

Für eine positive Ergebnisentwicklung spreche der gestiegene Durchschnittsumsatz pro Kunde. Die F24 AG entwickele ihr Hauptprodukt FACT24 stetig weiter, sodass den Kunden durch verschiedene Funktionserweiterungen Upgrades angeboten werden könnten. Inzwischen würden knapp 50% der Kunden das Premium-Angebot wählen, welches einen rund 25% höheren Grundpreis habe.

Die Analysten würden für das Geschäftsjahr 2007 weiterhin von Umsatzerlösen in Höhe von 2,184 Mio. EUR sowie einem EBIT von -1,004 Mio. EUR ausgehen. Im darauf folgenden Geschäftsjahr 2008 werde nach ihrer Einschätzung bei Umsatzsteigerungen von 50% der Break-even auf EBIT-Basis erreicht werden.

In den aktuellen Kursen seien die guten Zukunftsaussichten noch kaum eingepreist. Zudem sei das Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von 94% komplett eigenfinanziert und sitze auf keinerlei Bankverbindlichkeiten. Der faire Wert pro Aktie liege nach den Berechnungen der Analysten anhand eines DCF-Modells als Kursziel bei 5,58 EUR (zuvor auch 5,58 EUR). Das Kurspotenzial betrage entsprechend rund 154%.

Somit ergibt sich nach Ansicht der Analysten von GBC-Research auch weiterhin das Rating "kaufen" für die F24-Aktie. (Analyse vom 11.09.2007) (11.09.2007/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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