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Fr, 17. April 2026, 16:35 Uhr

Euro-Renten seitwärts


03.03.04 11:01
WGZ-Bank

Nach einer knapp behaupteten Eröffnung bewegten sich die europäischen Rentenmärkte in ruhigem Fahrwasser gestern zunächst seitwärts, so die Analysten der WGZ-Bank.

Abends seien die Notierungen dann aber noch deutlicher unter Druck gekommen. Ursache sei der kräftig aufwertende US-Dollar gewesen. Er habe gestern innerhalb einer Stunde fast zwei Cent zugelegt und befinde sich mittlerweile wieder auf dem Niveau von Anfang Dezember 2003. Ein eindeutiger Auslöser für die Bewegung habe sich nicht ausmachen lassen. Es seien wohl vor allem Hoffnungen auf einen positiven Arbeitsmarktbericht am kommenden Freitag und die damit verbundene Erwartung, die FED werde die Leitzinsen doch früher anheben als im Moment am Markt eingepreist sei. Eine Rolle habe sicherlich auch gespielt, dass einige Marktteilnehmer weiterhin mit einer Leitzinssenkung der EZB am Donnerstag rechnen würden.

In der Folge der Wechselkursbewegung hätten die Renditen in Euroland kräftig angezogen. Vor allem die Rendite kurzlaufender Anleihen habe kräftig zugelegt. Auch der US-Rentenmarkt habe sich gestern schwächer gezeigt. Nach den gestern Morgen veröffentlichten, unerwartet positiven Einzelhandelsumsätzen in Deutschland (Januar) habe es keine weiteren, für die Rentenmärkte bedeutsamen Konjunkturdaten gegeben.

Heute würden die Einkaufsmanagerindices für das Dienstleistungsgewerbe bekannt gegeben. Der europäische Index dürfte weitgehend unverändert bleiben. Er liege damit deutlich unter dem US-Niveau, aber eindeutig über dem europäischen Index für das Verarbeitende Gewerbe. Dagegen sei zu erwarten das der US-Einkaufsmanagerindex etwas nachgeben werde. Er würde damit aber weiterhin in der Nähe des letzten Monat erreichten Rekordhochs bleiben. Die Stimmung bei den US-Unternehmen sei unverändert gut, man erwarte daher eine Fortsetzung der konjunkturellen Belebung. Nach Handelsschluss in Euroland - und damit ohne Auswirkung auf die europäischen Märkte - werde schließlich noch das Beige Book als Vorbereitung auf die in zwei Wochen stattfindende FED-Sitzung veröffentlicht. Es sei zu erwarten, dass von einer sich weiterhin erholenden US-Konjunktur berichtet werde. Interessant werde sein, wie die FED die Lage am US-Arbeitsmarkt einschätze.

Die europäischen Rentenmärkte hätten heute etwas schwächer eröffnet. Die Entwicklung an den Märkten dürfte auch heute von den Devisenmärkten bestimmt werden. Angesichts des immer noch hohen Bewertungsniveaus halte man auch im Laufe des Tages weiterhin schwache Kurse für möglich.





 
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