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Ericsson AB B

WKN: 850001 / ISIN: SE0000108656

Ericsson sehr günstig bewertet


12.10.07 09:48
Finanzwoche

München (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten der "Finanzwoche" ist die Ericsson-Aktie sehr günstig bewertet.

Das hohe Wachstum im Mobilfunkmarkt in den Schwellenländern halte an. Die noch niedrigen Penetrationsraten seien der Haupttreiber. Ericsson sei beim Auf- und Ausbau von Mobilfunknetzen mit einem Marktanteil von 42% klarer Weltmarktführer. Zum Ende des 1. Halbjahres habe man 65% der Umsätze in Entwicklungsländern erzielt. Indien und China seien schon die zwei wichtigsten Märkte noch vor Italien, den USA oder Großbritannien.

Ericsson betreffe der zunehmende Wettbewerb in den Schwellenländern nicht. Im Gegenteil: Das Unternehmen profitiere vom Markteintritt neuer Mobilfunkanbieter, wenn zusätzliche Netze aufgebaut würden. Außerdem habe sich das Marktumfeld im Netzwerkausrüstungsgeschäft nach der letzten Konsolidierungswelle (Zusammenschluss von Alcatel und Lucent sowie Nokia-Siemens) nachhaltig verbessert. Vor allem die Probleme bei Nokia-Siemens Networks sollten Ericsson zugute kommen. Mobilfunkanbieter würden ihr Netzwerk i.d.R. von zwei Lieferanten beziehen. Mobilfunkbetreiber mit Siemens und Nokia als Hauptlieferanten könne Ericsson daher leicht als Neukunden gewinnen. So dürfte Ericsson zukünfitg weiter Marktanteile erobern. Zumal das Unternehmen in den Schwellenländern und im Mobilfunk der 3. Generation (UMTS) und 4. Generation (HSDPA) sehr gut positioniert sei. Die Gesellschaft habe interessante Schlüsseltechnologien wie beispielsweise InternetTV, Multi-Service-Edge-Routing und Breitband erworben.

Ericsson erwarte für 2007 ein Marktwachstum von 5% im Netzwerkgeschäft bei weiter steigendem Marktanteil. Im Bereich der Auslagerung von Netzen - hiermit erziele das Unternehmen bereits gut 20% der Umsätze - strebe man sogar ein Wachstum von 10-20% an. In 2008 sollte ein Wachstum in ähnlicher Größenordnung zu erreichen sein, da der US-Markt nach den vorübergehenden Investitionskürzungen von ATT Wireless infolge der Übernahme von Cingular wieder anziehen dürfte.

Wenn es Ericsson im kommenden Jahr schaffe, die Marge zu erhöhen und mittelfristig das gebundene Umlaufkapital zur Vorfinanzierung der Aufträge zu senken, dann sollte auch der Aktienkurs wieder deutlich zulegen. Die Aufwertung der schwedischen Krone stelle weiterhin das größte Risiko dar, da ein Großteil der Kostenbasis noch immer in Schweden anfalle, die Aufträge jedoch meist in USD verbucht würden.

Ericsson sei in Schwellenländern gut positioniert, erobere Marktanteile und sollte durch die Zusammenlegung vor allem einen Teil der Kunden von Nokia und Siemens für sich gewinnen. Auch das Marktumfeld dürfte sich nach der Konsolidierungswelle verbessern.

Nach Meinung der Experten der "Finanzwoche" ist die Ericsson-Aktie mit einem KGV von 12 sehr günstig bewertet. (Ausgabe 40 vom 10.10.2007) (12.10.2007/ac/a/a)




 
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