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So, 2. Oktober 2022, 6:30 Uhr

Entry Standard Index (Performance)

WKN: A0G834 / ISIN: DE000A0G8342

Entry Standard Index im Fokus


22.02.07 16:05
Geldanlage-Report

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Der Chefredakteur vom "Geldanlage-Report", Armin Brack, war bei seinen Recherchen doch etwas erstaunt, dass der im September 2005 eingeführte Entry Standard in der Öffentlichkeit so gut wegkommt.

Klar, immerhin 30 Unternehmen würden sich inzwischen in dem im September 2005 gegründeten Marktsegment befinden. Das könne sich sehen lassen. Doch Qualität sei nur teilweise vorhanden und die Performance des Index insgesamt könne ebenfalls nicht überzeugen.

Die Frage sei, was der Entry Standard eigentlich genau sei. Grundsätzlich gebe es in Deutschland drei verschiedene Marktsegmente, die gesetzlich geregelt seien und unterschiedlich strenge Publikationsvorschriften an die Unternehmen stellen würden: der Amtliche Markt, der Geregelte Markt und der Freiverkehr.

Letzterer sei insbesondere für Privatanleger mit Vorsicht zu genießen, denn die Einbeziehungsvoraussetzungen für Unternehmen seien minimal, genauso wie anschließend die Folgepflichten. Letztlich müsse einfach ein schriftlicher Antrag gestellt und eine Verpflichtungserklärung abgegeben werden. Diese besage lediglich, dass das betreffende Unternehmen die Deutsche Börse AG über wesentliche Umstände bezüglich der einbezogenen Wertpapiere bzw. des Emittenten unverzüglich und schriftlich informieren müsse.

Das lasse den Unternehmen große Freiräume, die oft bis an die Grenzen des Vertretbaren ausgenutzt würden. Beispielsweise würden Aktien von Firmen notieren, die noch nicht einmal einen Wertpapierprospekt veröffentlicht hätten und den Anleger über die finanzielle Lage völlig im Unklaren lassen würden.

Umgekehrt seien die Kosten, die mit einem Listing am Geregelten oder gar Amtlichen Markt verbunden seien, vor allem für kleinere Unternehmen schlicht zu hoch. Der Entry Standard stoße nun genau in diese Lücke.

Die Transparenzanforderungen seien höher als im Freiverkehr, aber nicht so streng wie am Geregelten Markt. Es müsse ein testierter Konzern-Jahresabschluss samt Konzern-Lagebericht innerhalb von sechs Monaten nach Beendigung des Berichtszeitraums veröffentlicht werden. Zusätzlich müsse ein Zwischenbericht spätestens innerhalb von drei Monaten nach Ende des 1. Halbjahres erscheinen.

Die Performance des Index sei im Vergleich zu anderen Börsenbarometern wie dem DAX, dem MDAX oder dem TecDAX geradezu indiskutabel schlecht. Seit Gründung im September 2005 sei gerade einmal ein Zugewinn von 17 Prozent zu verzeichnen.

In den letzten 52 Wochen habe sogar ein Rückgang von über 20 Prozent verkraftet werden müssen. Zum Vergleich: Der Prime All Share, in dem alle Werte des Geregelten Marktes enthalten seien, habe im gleichen Zeitraum plus 20 Prozent geschafft, genauso wie der DAX. Der MDAX sei sogar auf plus 25 Prozent, der TecDAX immerhin auf plus 19 Prozent gekommen.

Gleich drei der im Index notierten 30 Aktien hätten sich als absolute Rohrkrepierer erwiesen und seit Notierungsaufnahme über 90 Prozent verloren. Dazu würden Betonusa, EUTEX und die Solar2 AG gehören. Das sei eine Bilanz, die sich vor dem Hintergrund des andauernden Bullenmarktes erschreckend lese. Die Frage sei, was erst passiere, wenn das konjunkturelle Umfeld sich mal eintrübe. (22.02.2007/ac/a/m)





 
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