DaimlerChrysler kaufen
01.03.01 00:00
BfG Bank
Der Operating Profit im Gesamtkonzern DaimlerChrysler (WKN 710000) wird 2001 wegen der anhaltenden Ertragsprobleme bei Chrysler, Freightliner, Mitsubishi und Daimler-Chrysler Services weiter kräftig von 5,2 Mrd. € (bereinigt um Einmaleffekte) in 2000 auf 1,2 bis 1,7 Mrd. € zurückgehen, so die Analysten der BfG-Bank.
Nach Berücksichtigung der Restrukturierungsaufwendungen für Chrysler in Höhe von 3 Mrd. €, sowie für den japanischen Autohersteller Mitsubishi (Anteil 34%) in Höhe von 0,4 Mrd. €, werde 2001 im Konzern ein Milliardenverlust anfallen. Angesichts des erwarteten Milliardenverlusts müsse mit einem Dividendenausfall für das Geschäftsjahr 2001 gerechnet werden. Allein der operative Verlust bei der Chrysler Group werde im laufenden Jahr in der Bandbreite von 2,2 bis 2,6 Mrd. € liegen.
Der Restrukturierungsaufwand für Chrysler von rd. 3 Mrd. €, sowie für Mitsubishi von rd. 0,4 Mrd. €, werde bereits im 1. Quartal 2001 anfallen. Einschließlich dieser Einmaleffekte werde sich der operative Verlust im gesamten Konzern im 1. Quartal 2001 zwischen 3,8 und 4,3 Mrd. € belaufen. Selbst bei Bereinigung dieser Einmaleffekte werde sich noch ein operativer Verlust von 0,8 bis 1,0 Mrd. ergeben.
Im Jahr 2002 wolle der Konzern wieder die Rückkehr in die Gewinnzone schaffen. Der um Einmaleffekte bereinigte Operating Profit solle dann zwischen 5,5 und 6,5 Mrd. € betragen. Wesentlich hierzu beitragen werde der für die Chrysler Group angestrebte Break-even, der innerhalb eines Jahres erreicht werden solle. Im Zentrum des Chrysler-Sanierungsplans, dessen Gesamtaufwand in der Periode 2001 bis 2003 mit 4 Mrd. € beziffert werde, stünden sowohl umfangreiche Kostensenkungen, als auch Umsatzsteigerungen.
Dadurch solle die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft verbessert und die Grundlage für eine nachhaltig positive Geschäftsentwicklung geschaffen werden. In der Endstufe sehe der Turnaround-Plan für die Jahre 2001 bis 2003 positive Ergebniseffekte von zusammengenommen 8,1 Mrd. $ im Jahr 2003 vor. Im laufenden Jahr sollten sie schon 3,1 Mrd. $ erreichen und dann im Jahr 2002 weiter auf 5,7 Mrd. $ ansteigen.
Der Turnaround-Plan beinhalte sechs Kernbereiche. Davon zielten vier auf die Reduzierung der Kosten, sowie zwei auf die Steigerung der Umsatzerlöse ab. Wesentliche Einsparungen sollten bei den Materialkosten, den Herstellungskosten und Fixkosten, aber auch durch eine Neugestaltung der Geschäftsprozesse (Beseitigung von verlustbringenden Aktivitäten) erzielt werden. Zu den bedeutendsten Anpassungsmaßnahmen bei der Chrysler Group zählten die angestrebte Senkung der Materialkosten in zwei Stufen um insgesamt 15%, sowie der geplante Abbau von 26.000 Stellen (rd. 20% der Gesamtbelegschaft) und die Schließung von sechs Werken innerhalb der nächsten drei Jahre. Bis Ende des laufenden Jahres würden drei Viertel des geplanten Stellenabbaus bereits vollzogen sein.
Mit der seit Januar wirksamen Preisreduzierung um 5% werde das Ziel, im Jahr 2001 Einsparungen beim Materialaufwand von netto einer Milliarde € zu erzielen, sicher erreicht. In Zusammenarbeit mit den Zulieferern sollten dann weitere Einsparungen von 10 % bei den Beschaffungskosten bis Ende 2002 realisiert werden. Insgesamt werde ein Einsparvolumen von 3,9 Mrd. € auf der Einkaufsseite im Jahr 2003 angepeilt.
Ein weiterer Eckpfeiler der Sanierungsstrategie von Chrysler sei die Steigerung des Nettoumsatzes, sowie die Modernisierung der Produktpalette. Neue Anreizsysteme für die Händler sollten zu einer Steigerung des Nettoumsatzes von 1,1 Mrd. € in 2001, von 1,6 Mrd. € in 2002, sowie von 1,9 Mrd. € in 2003 führen. In einer groß angelegten Produktoffensive wolle Chrysler in den nächsten drei Jahren mehr als zwei Drittel seiner Modelle erneuern. Mit der Markteinführung des neuen Jeep Liberty und des Dodge Ram in diesem Jahr, betrage das Durchschnittsalter der Chrysler-Fahrzeuge dann nur noch 2,1 Jahre. Im Vergleich zu den amerikanischen Wettbewerbern verfüge Chrysler damit über die jüngste Modellpalette.
Der TurnaroundPlan basiere auf der Annahme, dass sich der Absatz auf dem USAutomobilmarkt von 17,6 Millionen Fahrzeuge im vergangenen Jahr, auf rund 16 Millionen Einheiten jährlich, im Zeitraum 2001 bis 2003, abschwächen werde und die Nachfrage in den anderen wichtigen Automobilmärkten relativ hoch bleiben werde. Weiterhin werde unterstellt, dass sich die Preisreduzierungen auf dem US-Automobilmarkt in der Planungsperiode fortsetzten. Auch werde davon ausgegangen, dass die Chrysler Group ihren Marktanteil bei rd. 14% stabilisieren könne.
Aufgrund der schwierigen Marktsituation in Nordamerika, die insbesondere bei der Chrysler Group und Freightliner zu hohen operativen Verlusten führen werde, aber auch wegen Belastungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung von Mitsubishi, werde der um Einmaleffekte bereinigte Operating Profit im gesamten Konzern im laufenden Jahr erneut, wie schon in 2000, deutlich von 5,2 Mrd. € auf 1,2 bis 1,7 Mrd. € zurückgehen, damit aber noch in den schwarzen Zahlen bleiben. Hohe operative Verluste von Chrysler in der Bandbreite von 2,2 bis 2,6 Mrd. €, sowie der einmalige Restrukturierungsaufwand für Chrysler und Mitsubishi von insgesamt rd. 3,4 Mrd. € - demgegenüber steht ein einmaliger Ertrag von rd. 0,3 Mrd. € aus dem Verkauf der restlichen debitel-Anteile - würden 2001 auch im Gesamtkonzern zu einem Milliardenverlust führen. Daher müsse im schlimmsten Fall mit einem vollständigen Ausfall der Dividendenzahlung gerechnet werden. Trotz der aktuellen Verlustsituation von Chrysler, sei Daimler-Chrysler mit einer Bruttoliquidität von 12,5 Mrd. € nach wie vor ein finanzstarker Konzern.
Mit der eingeleiteten umfangreichen Restrukturierung solle die Profitabilität von Chrysler innerhalb eines Jahres wiederhergestellt werden. Durch die Anpassung der Produktionskapazität an die gesunkene Nachfrage und die damit einhergehende Verbesserung des Break-even-points von 113 auf 83% der Kapazitätsauslastung, sowie durch die flankierende Modelloffensive, stünden die Chancen auf ein Erreichen der positiven Ergebniswende bei Chrysler nicht schlecht. Die schlechten Nachrichten von dem amerikanischen Unternehmensteil dürften bereits weitgehend im Aktienkurs eingepreist sein. Spekulationen auf ein Gelingen des Turnarounds sollten sich mittelfristig in einer Aufwärtsbewegung der DaimlerChrysler-Aktie widerspiegeln.
Die Empfehlung der Analysten der BfG-Bank laute daher kaufen.
Nach Berücksichtigung der Restrukturierungsaufwendungen für Chrysler in Höhe von 3 Mrd. €, sowie für den japanischen Autohersteller Mitsubishi (Anteil 34%) in Höhe von 0,4 Mrd. €, werde 2001 im Konzern ein Milliardenverlust anfallen. Angesichts des erwarteten Milliardenverlusts müsse mit einem Dividendenausfall für das Geschäftsjahr 2001 gerechnet werden. Allein der operative Verlust bei der Chrysler Group werde im laufenden Jahr in der Bandbreite von 2,2 bis 2,6 Mrd. € liegen.
Der Restrukturierungsaufwand für Chrysler von rd. 3 Mrd. €, sowie für Mitsubishi von rd. 0,4 Mrd. €, werde bereits im 1. Quartal 2001 anfallen. Einschließlich dieser Einmaleffekte werde sich der operative Verlust im gesamten Konzern im 1. Quartal 2001 zwischen 3,8 und 4,3 Mrd. € belaufen. Selbst bei Bereinigung dieser Einmaleffekte werde sich noch ein operativer Verlust von 0,8 bis 1,0 Mrd. ergeben.
Im Jahr 2002 wolle der Konzern wieder die Rückkehr in die Gewinnzone schaffen. Der um Einmaleffekte bereinigte Operating Profit solle dann zwischen 5,5 und 6,5 Mrd. € betragen. Wesentlich hierzu beitragen werde der für die Chrysler Group angestrebte Break-even, der innerhalb eines Jahres erreicht werden solle. Im Zentrum des Chrysler-Sanierungsplans, dessen Gesamtaufwand in der Periode 2001 bis 2003 mit 4 Mrd. € beziffert werde, stünden sowohl umfangreiche Kostensenkungen, als auch Umsatzsteigerungen.
Dadurch solle die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft verbessert und die Grundlage für eine nachhaltig positive Geschäftsentwicklung geschaffen werden. In der Endstufe sehe der Turnaround-Plan für die Jahre 2001 bis 2003 positive Ergebniseffekte von zusammengenommen 8,1 Mrd. $ im Jahr 2003 vor. Im laufenden Jahr sollten sie schon 3,1 Mrd. $ erreichen und dann im Jahr 2002 weiter auf 5,7 Mrd. $ ansteigen.
Mit der seit Januar wirksamen Preisreduzierung um 5% werde das Ziel, im Jahr 2001 Einsparungen beim Materialaufwand von netto einer Milliarde € zu erzielen, sicher erreicht. In Zusammenarbeit mit den Zulieferern sollten dann weitere Einsparungen von 10 % bei den Beschaffungskosten bis Ende 2002 realisiert werden. Insgesamt werde ein Einsparvolumen von 3,9 Mrd. € auf der Einkaufsseite im Jahr 2003 angepeilt.
Ein weiterer Eckpfeiler der Sanierungsstrategie von Chrysler sei die Steigerung des Nettoumsatzes, sowie die Modernisierung der Produktpalette. Neue Anreizsysteme für die Händler sollten zu einer Steigerung des Nettoumsatzes von 1,1 Mrd. € in 2001, von 1,6 Mrd. € in 2002, sowie von 1,9 Mrd. € in 2003 führen. In einer groß angelegten Produktoffensive wolle Chrysler in den nächsten drei Jahren mehr als zwei Drittel seiner Modelle erneuern. Mit der Markteinführung des neuen Jeep Liberty und des Dodge Ram in diesem Jahr, betrage das Durchschnittsalter der Chrysler-Fahrzeuge dann nur noch 2,1 Jahre. Im Vergleich zu den amerikanischen Wettbewerbern verfüge Chrysler damit über die jüngste Modellpalette.
Der TurnaroundPlan basiere auf der Annahme, dass sich der Absatz auf dem USAutomobilmarkt von 17,6 Millionen Fahrzeuge im vergangenen Jahr, auf rund 16 Millionen Einheiten jährlich, im Zeitraum 2001 bis 2003, abschwächen werde und die Nachfrage in den anderen wichtigen Automobilmärkten relativ hoch bleiben werde. Weiterhin werde unterstellt, dass sich die Preisreduzierungen auf dem US-Automobilmarkt in der Planungsperiode fortsetzten. Auch werde davon ausgegangen, dass die Chrysler Group ihren Marktanteil bei rd. 14% stabilisieren könne.
Aufgrund der schwierigen Marktsituation in Nordamerika, die insbesondere bei der Chrysler Group und Freightliner zu hohen operativen Verlusten führen werde, aber auch wegen Belastungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung von Mitsubishi, werde der um Einmaleffekte bereinigte Operating Profit im gesamten Konzern im laufenden Jahr erneut, wie schon in 2000, deutlich von 5,2 Mrd. € auf 1,2 bis 1,7 Mrd. € zurückgehen, damit aber noch in den schwarzen Zahlen bleiben. Hohe operative Verluste von Chrysler in der Bandbreite von 2,2 bis 2,6 Mrd. €, sowie der einmalige Restrukturierungsaufwand für Chrysler und Mitsubishi von insgesamt rd. 3,4 Mrd. € - demgegenüber steht ein einmaliger Ertrag von rd. 0,3 Mrd. € aus dem Verkauf der restlichen debitel-Anteile - würden 2001 auch im Gesamtkonzern zu einem Milliardenverlust führen. Daher müsse im schlimmsten Fall mit einem vollständigen Ausfall der Dividendenzahlung gerechnet werden. Trotz der aktuellen Verlustsituation von Chrysler, sei Daimler-Chrysler mit einer Bruttoliquidität von 12,5 Mrd. € nach wie vor ein finanzstarker Konzern.
Mit der eingeleiteten umfangreichen Restrukturierung solle die Profitabilität von Chrysler innerhalb eines Jahres wiederhergestellt werden. Durch die Anpassung der Produktionskapazität an die gesunkene Nachfrage und die damit einhergehende Verbesserung des Break-even-points von 113 auf 83% der Kapazitätsauslastung, sowie durch die flankierende Modelloffensive, stünden die Chancen auf ein Erreichen der positiven Ergebniswende bei Chrysler nicht schlecht. Die schlechten Nachrichten von dem amerikanischen Unternehmensteil dürften bereits weitgehend im Aktienkurs eingepreist sein. Spekulationen auf ein Gelingen des Turnarounds sollten sich mittelfristig in einer Aufwärtsbewegung der DaimlerChrysler-Aktie widerspiegeln.
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