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Fr, 17. April 2026, 18:21 Uhr

Mercedes-Benz Group AG

WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000

DaimlerChrysler Marketperformer


15.03.04 15:42
Schmider Investments

Die Aktie von DaimlerChrysler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000) bleibt aus Sicht der Experten von "Schmider Investments" in den nächsten Monaten unverändert ein "Marketperformer".

Obwohl der Automobilsektor weiterhin vor allem in Europa stark unter Druck stehe, seien gewaltige, über das bereits prognostizierte Volumen hinausgehende Einbrüche bei DaimlerChrysler nicht zu erwarten. Die Probleme von Toll Collect seien in ihrer Auswirkung auf die Unternehmensbilanz in letzter Zeit häufig übertrieben dargestellt worden. Nach den Projektionen der Experten habe sich im Worst Case Szenario der maximal zu erwartende Verlust nach einem Scheitern auf ca. 350 Mio. Euro belaufen. Nach der soeben zwischen Bundesregierung und Konsortium erfolgten Einigung sei dies aber unwahrscheinlich geworden.

Der zentrale Kern des Konzerns seien momentan zweifellos die Bereiche Mercedes-PKW und die Nutzfahrzeugsparte. Die Auslandstöchter Chrysler und Mitsubishi würden bis auf weiteres Sorgenkinder bleiben. Vor allem Chrysler ziehe die gesamte Konzernbilanz deutlich nach unten, auch die angekündigte neue Modellgroßoffensive werde daran auf absehbare Zeit wohl nichts ändern. Die Fusion von DaimlerBenz mit Chrysler, in den 90er Jahren als historischer Meilenstein in der Konzernentwicklung gefeiert, könne aus heutiger Sicht nur als riesiger Flop interpretiert werden.

Das Zusammenwachsen der Unternehmenskulturen sei definitiv nicht gelungen und die aus Überheblichkeit der Konzernlenker erwachsene Fehleinschätzung, man könne Chrysler binnen kürzester Zeit in die Profitabilität zurückführen, sei eines der trefflichsten Beispiele für Missmanagement in den Top-Etagen der deutschen Wirtschaft seit den 70er Jahren. Das Gedankenexperiment, wo das Unternehmen bezüglich Gewinn, Marktkapitalisierung und weiterer Wachstumsperspektiven bei der robusten Verfassung der Sparte Mercedes heute wohl stünde, wenn man nicht den Klotz Chrysler am Bein hätte, sei höchst reizvoll, aber auch müßig.

Die Experten würden es für nicht ausgeschlossen halten, dass Jürgen Schrempp im nächsten Jahr zur Notbremse greifen werde und doch an einen Verkauf von Chrysler denken müsse, sollte die Sanierung trotz neuer Produkte nicht nachhaltig gelingen. Hätte man jetzt bereits schon einen attraktiven Käufer parat, wäre dieser Schritt wohl längst vollzogen worden. Dennoch gebe es einen Hoffnungsschimmer: Chrysler habe zuletzt sein Ergebnis im amerikanischen Heimatmarkt gegenüber den Konkurrenten General Motors und Ford steigern können.

Allerdings bleibe festzuhalten, dass vornehmlich die drastischen Kostensenkungen hierfür verantwortlich gewesen seien. Dieser Effekt lasse sich aber nicht beliebig wiederholen. Schon im nächsten Quartal dürfte die Stunde der Wahrheit schlagen und am Umsatz abzulesen sein, ob die neuen Modelle tatsächlich beim Kunden ankommen würden.

Man gehe davon aus, dass durch die relative Stärke von Mercedes und der Nutzfahrzeugsparte DaimlerChrysler in den nächsten Monaten stabil wirtschaften könne. Als positive Rahmung könnte sich eine konjunkturelle Belebung erweisen, die zu einer stärkeren Nachfrage im Gesamtautomobilmarkt führen werde sowie der immer noch mögliche Turnaround bei den Verlusttöchtern. In diesem Falle hätte DaimlerChrysler immenses Aufholpotenzial und einen starken Kurshebel. Vorläufig bleibe man aber bei der Erwartung, dass DaimlerChrysler sich in den nächsten 6 Monaten in einer schmalen Tradingrange zwischen 30 Euro und 37 Euro seitwärts bewegen werde.

Das Kursurteil für die Aktie von DaimlerChrysler lautet unverändert "Marketperformer", so die Experten von "Schmider Investments".





 
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