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Fr, 17. April 2026, 21:27 Uhr

DEAG Deutsche Entertainment AG

WKN: A3E5DA / ISIN: DE000A3E5DA0

DEAG kaufen


26.02.02 09:51
Consors Capital

Die Analysten von Consors Capital stufen die Aktien der DEAG Deutsche Entertainment AG (WKN 551390) nach wie vor mit dem Rating "kaufen" ein.

Die DEAG Deutsche Entertainment AG habe am 26.02. vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2001 veröffentlicht. Die Zahlen seien in den ersten Börsenstunden recht positiv aufgenommen worden, die Kurssteigerungen hätten über 10% betragen. Gegen 11.00 Uhr sei bei Reuters eine Mitteilung erschienen, dass die DEAG ihre Umsatz- und EBIT-Ziele verfehlt habe, was mit Verlusten quittiert worden sei. Die Experten von Consors Capital möchten darlegen, dass die entscheidenden Ertragsgrößen sehr wohl erreicht wurden.

Die Analysten gingen davon aus, dass der Umsatzbeitrag aus dem Musical-Geschäft um mindestens 20 Mio. Euro von den Planungen abweiche. Insbesondere "Fosse – Die Show" (Hamburg) habe mit einer Auslastungsquote von 35%-38% schwach performt. Startschwierigkeiten habe auch "Mozart" gehabt, dessen Auslastung sich im Dezember wieder normalisiert habe. Darüber hinaus seien im Oktober die Vorverkaufszahlen für alle Musicals zurückgegangen. Weitere 30 Mio. Euro aus dem Segment "Artists & Tours" seien nicht als Umsatz realisiert worden, sondern lediglich der Ergebnisbeitrag sei verbucht worden.

Hintergrund sei, dass der Betrieb der Mama Concerts GmbH auf Entertainment One übertragen worden sei. Drei ältere Konzertverträge seien nicht eingebracht worden, hier sei weder Umsatz noch Aufwand verbucht, sondern lediglich die Ergebnisse in Rechnung gestellt worden. Ebenfalls nicht konsolidiert worden seien 7 Mio. Euro Umsatz der Stella Musical Reisen, ein Bereich, der nicht unbedingt zum Kerngeschäft der DEAG gehöre. Darüber hinaus seien weitere 6 bis 7 Mio. Euro wegen konzerninterner Verflechtungen nicht darstellbar gewesen.

Während das EBITDA in line mit den Erwartungen erreicht worden sei, hätten höhere Abschreibungen bei der Stella zu einer Abweichung von knapp 3 Mio. Euro beim EBIT geführt. Allein eine impairment-Abschreibung auf den "Glöckner von Notre Dame" habe sich hierbei mit 2 Mio. Euro belastend ausgewirkt. Der hohe Gewinn pro Aktie sei neben der positiven Entwicklung im operativen Geschäft auf die Auflösung einer Steuerrückstellung aus dem Jahre 2000 zurückzuführen.

Der Ergebnisbeitrag dürfte nach Meinung der Analysten bei über 3 Mio. Euro liegen. Der steuerliche Ergebnisbeitrag sollte nicht überraschen, da dieser vom Unternehmen immer kommuniziert worden sei. Der einmalige positive Steuereffekt sei darüber hinaus durch Sonderabschreibungen weitestgehend neutralisiert worden, so dass die Analysten das Fehlen eines vergleichbar positiven Effektes im laufenden Geschäftsjahr für unproblematisch hielten.

Die Umsatzentwicklung sei kein Fall von "Enronitis". Die DEAG habe sich auf operativer Ebene (EBIT +35%) im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern können. Das Operettenhaus in Hamburg, das bisher als Premierentheater (z.B. "Fosse") fungiert habe, werde ab Juli 2002 in ein Joint Venture mit der Stage-Holding überführt. Die DEAG nehme die Funktion eines Minderheitsgesellschafters wahr und koppele sich somit vom riskanteren Premierengeschäft ab. Die Sonderabschreibungen beim "Glöckner von Notre Dame" verringere den Abschreibungsbedarf im laufenden Geschäftsjahr. Das Bewertungsniveau (2001er KGV: 8,0, 2002er KGV: 6,0) sei äußerst moderat.

Daher bestätigen die Analysten von Consors Capital ihre Kauf-Empfehlung für die DEAG-Aktien.





 
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