DAX: relativ hoher Stand
12.10.12 16:00
JRC Capital Management
Berlin (www.aktiencheck.de) - In der zweiten Oktoberwoche wich der DAX von seinem mittelfristigen Aufwärtstrend beginnend Ende Juli ab, so die Experten von JRC Capital Management.
Mit dem Durchbruch am Montag habe er zugleich die Unterstützung bei 7.284 Punkten getestet. Auch diese habe dem Abwärtsdruck nicht standgehalten und sei am Dienstag durchbrochen worden. Bis Mittwoch habe der DAX rund 135 Punkte verloren, erst der Test der Unterstützungen bei 7.200/7.193 Punkten habe ein Ende der Verlustserie gebracht. Ab Donnerstag sei es von dort aufwärts gegangen, bis dem deutschen Leitindex von dem Widerstand bei 7.284 Zählern Einhalt geboten worden sei. Dieser habe bisher nicht überwunden werden können, aktuell notiere der DAX bei 7.279 Punkten.
Wann schlüpfe Spanien vollständig unter den ESM-Rettungsschirm und mache den Weg frei für Anleihenkäufe durch die EZB? Diese Frage sowie die gesenkte Wachstumsprognose der Weltbank für China hätten dem DAX den Wochenstart vermiest. Des Weiteren hätten Unsicherheiten über die in der Woche beginnenden Berichtssaison in den USA bestanden.
Der IWF habe am Dienstag die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft gesenkt. Dazu habe die angespannte finanzielle Lage Spaniens die Anleger beunruhigt.
Der DAX habe seine Verluste am Mittwoch weiter ausgebaut. In Betracht der Prognosesenkungen für die Weltkonjunktur scheint die jüngste Rally kaum durch Fundamentaldaten begründbar zu sein, eher durch die expansive Geldpolitik der Zentralbanken weltweit, so die Experten von JRC Capital Management.
Das Downgrade Spaniens durch die Ratingagentur S&P vom Vorabend habe am Donnerstag den DAX beflügelt. Mit BBB- habe sich die Bonitätsbewertung ein Level vor Ramschniveau befunden, was die Wahrscheinlichkeit auf einen baldigen Hilfsantrag erhöht habe. Dazu hätten sich positive Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt gesellt: Wider Erwartungen von 370.000 Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung seien in dieser Woche lediglich 339.000 registriert worden.
Kurz vor dem Wochenende am Freitag würden einige Anleger zu Gewinnmitnahmen tendieren, wodurch der DAX leichte Abstriche hinnehmen müsse. Von schlechter Stimmung und Nervosität könne trotzdem keine Rede sein, das Downgrade Spaniens halle immer noch nach. Die Investoren seien gespannt, wann der offizielle Hilfsantrag des Landes eingehe und somit der Startschuss für Anleihenkäufe der EZB fallen könne.
Der DAX scheine zwischen den 7.400er und 7.200er Marken zu konsolidieren und bewege sich größtenteils in diesem Intervall seitwärts seit September. Nicht die Fundamentaldaten, mehr die politische Nachrichtenlage sowie die Geldpolitik seien verantwortlich für die jüngsten Kursbewegungen und den relativ hohen Stand des DAX.
Würden die Anleger weiterhin eher zu Verkäufen neigen, seien die Unterstützungen bei 7.200/7.193 Punkten in der Nähe. Falle der Kurs unter diese, wäre die nächste Unterstützung erst wieder bei rund 7.100 Zählern anzusiedeln. Würden weitere Nachrichten erfolgen, die auf einen spanischen Hilfsantrag in naher Zukunft hinweisen würden, dürfte der Widerstand bei 7.284 Punkten kein großes Hindernis darstellen und der DAX könnte bis 7.385 Punkten laufen. Der nächste Widerstand in Richtung neues Jahreshoch wäre dann bei 7.436 Punkten anzusetzen. (12.10.2012/ac/a/m)
Mit dem Durchbruch am Montag habe er zugleich die Unterstützung bei 7.284 Punkten getestet. Auch diese habe dem Abwärtsdruck nicht standgehalten und sei am Dienstag durchbrochen worden. Bis Mittwoch habe der DAX rund 135 Punkte verloren, erst der Test der Unterstützungen bei 7.200/7.193 Punkten habe ein Ende der Verlustserie gebracht. Ab Donnerstag sei es von dort aufwärts gegangen, bis dem deutschen Leitindex von dem Widerstand bei 7.284 Zählern Einhalt geboten worden sei. Dieser habe bisher nicht überwunden werden können, aktuell notiere der DAX bei 7.279 Punkten.
Wann schlüpfe Spanien vollständig unter den ESM-Rettungsschirm und mache den Weg frei für Anleihenkäufe durch die EZB? Diese Frage sowie die gesenkte Wachstumsprognose der Weltbank für China hätten dem DAX den Wochenstart vermiest. Des Weiteren hätten Unsicherheiten über die in der Woche beginnenden Berichtssaison in den USA bestanden.
Der IWF habe am Dienstag die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft gesenkt. Dazu habe die angespannte finanzielle Lage Spaniens die Anleger beunruhigt.
Das Downgrade Spaniens durch die Ratingagentur S&P vom Vorabend habe am Donnerstag den DAX beflügelt. Mit BBB- habe sich die Bonitätsbewertung ein Level vor Ramschniveau befunden, was die Wahrscheinlichkeit auf einen baldigen Hilfsantrag erhöht habe. Dazu hätten sich positive Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt gesellt: Wider Erwartungen von 370.000 Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung seien in dieser Woche lediglich 339.000 registriert worden.
Kurz vor dem Wochenende am Freitag würden einige Anleger zu Gewinnmitnahmen tendieren, wodurch der DAX leichte Abstriche hinnehmen müsse. Von schlechter Stimmung und Nervosität könne trotzdem keine Rede sein, das Downgrade Spaniens halle immer noch nach. Die Investoren seien gespannt, wann der offizielle Hilfsantrag des Landes eingehe und somit der Startschuss für Anleihenkäufe der EZB fallen könne.
Der DAX scheine zwischen den 7.400er und 7.200er Marken zu konsolidieren und bewege sich größtenteils in diesem Intervall seitwärts seit September. Nicht die Fundamentaldaten, mehr die politische Nachrichtenlage sowie die Geldpolitik seien verantwortlich für die jüngsten Kursbewegungen und den relativ hohen Stand des DAX.
Würden die Anleger weiterhin eher zu Verkäufen neigen, seien die Unterstützungen bei 7.200/7.193 Punkten in der Nähe. Falle der Kurs unter diese, wäre die nächste Unterstützung erst wieder bei rund 7.100 Zählern anzusiedeln. Würden weitere Nachrichten erfolgen, die auf einen spanischen Hilfsantrag in naher Zukunft hinweisen würden, dürfte der Widerstand bei 7.284 Punkten kein großes Hindernis darstellen und der DAX könnte bis 7.385 Punkten laufen. Der nächste Widerstand in Richtung neues Jahreshoch wäre dann bei 7.436 Punkten anzusetzen. (12.10.2012/ac/a/m)
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